Finanzen·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
30. Mai 2022

Finanzielle Risiken, absichern ist wichtig

„Mit guter Arbeit verdient man gutes Geld“, ist einer der ältesten Lektionen, die man beim Eintritt in das Berufsleben spätestens lernt. Man ist frei sich zu entfalten und mit dem Verdienten ein eigenes Leben, einen eigenen Lebensstandard zu erarbeiten. Dabei verliert man gerade in jungen Jahren gerne mal aus den Augen, dass diese Freiheit nicht grenzenlos ist. Schon kleine Fehler können große Folgen haben und das Einkommen kann sinken oder gar ganz wegbrechen. Bevor einem aber ein solches Schicksal erleidet, sollte man rechtzeitig vorsorgen.

Absicherung durch eine Versicherung

Tragisch kann es werden, wenn Sie ganz oder teilweise ausfallen, sprich Sie zum Beispiel durch einen Unfall oder durch eine Erkrankung nicht mehr voll erwerbsfähig sind. Das klingt zwar im ersten Moment befremdlich und gerade wenn Sie jung sind, ist dies undenkbar, aber aktueller Daten zufolge, soll jeder vierte Erwachsene während seines Erwerbslebens mindestens einmal für einen längeren Zeitraum berufsunfähig sein. Unfälle sind dabei inzwischen die kleineren Ursachen, eher Nerven- und psychische Erkrankungen, wie etwa Depressionen oder Burn-out, führen dazu seinen Beruf nicht mehr ausüben zu können.

Zwar gibt es Sicherungsmechanismen, wie etwa die Erwerbsminderungsrente, doch die staatlichen Leistungen in einem solchen Fall sind gering, sie ersetzen also nicht das volle Gehalt und federn damit Verluste nur zu einem kleinen Teil ab. Gleichzeitig muss man bedenken, dass durch einen Unfall die generelle Lebenssituation verändert wird. Der hart erarbeitete Lebensstandard lässt sich so in der Regel nicht aufrechterhalten, man ist im schlimmsten Fall also gezwungen sein gesamtes Leben umzustellen. Neben dem Verlust des Einkommens können zusätzliche Belastungen auf Sie zukommen, wie etwa medizinische Behandlungen oder bauliche Veränderungen im Haus bzw. der Wohnung.

Generell ohne Veränderungen geht es in einem solchen Fall nicht, aber mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung kann man wenigstens die finanziellen Verluste fast ausgleichen. Sie ist speziell dafür vorgesehen, dem berufstätigen Versicherten eine Rente zu zahlen. Wichtig ist, sich frühzeitig um eine solche Versicherung zu kümmern, denn je jünger und gesünder man bei Abschluss ist, umso niedriger sind die monatlichen Belastungen für diese Form der Vorsorge. Zudem sollte man sich die Zeit nehmen, die verschiedenen Versicherungen der Versicherer zu vergleichen, denn sie unterscheiden sich in Details und sollten zu Ihrer beruflichen Situation passen.

Absicherung durch Erspartes

Sie haben doch bestimmt von Ihren Eltern mal gehört das man immer einen Notgroschen beiseitelegen soll, oder spätestens im Beratungsgespräch mit der Bank wird Sie ein Berater auf das Sparen angesprochen haben. Diese kleine Regel ist schon eine gute Basis sich abzusichern, denn wie schnell kann das Auto mal defekt sein, ein technisches Gerät ausfallen oder ein Schaden in der Wohnung bzw. im Haus auftreten. Dann muss man flexibel sein und schnell handeln können ohne sich selbst in finanzielle Schwierigkeiten zu bringen.

Sie haben beim Ansparen von einem Sicherheitspolster verschiedene Möglichkeiten, von einem klassischen Sparkonto bis hin zu Sparplänen in Fonds oder Aktien. Die Anlage sollte zu Ihnen und Ihrem Sicherheitsempfinden passen.

Ein kleines Beispiel: sollten Sie Risiken scheuen, sind Aktien nicht die richtige Wahl, um einen Notgroschen zu bilden. In diesem Fall sollte man nach einer konservativen Anlage schauen, zum Beispiel einem Sparkonto oder einen Sparplan in einen Fonds. Außerdem sollte die Anlage zum Sparziel passen. Sollten Sie zum Beispiel ein Haus haben und befürchten das Dach in den nächsten Jahren machen zu müssen, kann man zum Sparen über einen Bausparvertrag nachdenken, denn er ist speziell für Bauvorhaben am und im Haus ausgelegt. Die Berater Ihrer Bank beraten Sie gerne und finden die für Sie passende Lösung. Auch im Internet kann man zahlreiche Tipps zur Geldanlage erhalten, zum Beispiel auf finanztipp.de oder im Bereich Vorsorge auf dieser Homepage.

Man sieht, Vorsorge lohnt sich

Man kann an diesen beiden kleinen Beispielen sehen, egal wie gut man verdient, egal wie fit und gesund man ist, Vorsorge ist wichtig. Sie können sich leider nicht darauf verlassen, dass Ihr derzeitigen Lebensstandard ewig bestehen bleibt und sich nicht durch irgendwelche Umstände, die Sie teils nicht mal selbst in der Hand haben, ändern wird. Sorgen Sie rechtzeitig vor.

Bildquellen:
Teilen:
Weitere Artikel
Mehr Umsatz in der Gastronomie: Der neue Hebel liegt im System
Business
Mehr Umsatz in der Gastronomie: Der neue Hebel liegt im System

Wer den Umsatz in der Gastronomie steigern will, denkt oft zuerst an mehr Gäste. Doch die größeren Hebel liegen häufig in Bonwert, Abläufen, Zusatzangeboten und Daten. Die Branche arbeitet 2026 in einem engen Korridor aus preissensiblen Gästen, höheren Löhnen und einer neuen steuerlichen Entlastung. Der reale Gastgewerbeumsatz sank 2025 um 2,1 Prozent, nominal stieg er um 1,4 Prozent. Seit 1. Januar 2026 gilt für Speisen in der Gastronomie wieder der ermäßigte Umsatzsteuersatz von sieben Prozent. Zugleich stieg der gesetzliche Mindestlohn im Januar 2026 auf 13,90 Euro. Mehr Ertrag entsteht nur, wenn Preise, Wareneinsatz und Abläufe zusammenpassen. Auslastung ist gut, Bonwert ist besser Viele Betriebe schauen zuerst auf volle Tische. Wirtschaftlich spannender ist oft, was pro Bestellung passiert. Ein kleiner Snack zur Hauptzeit, ein clever kalkuliertes Dessert, ein stimmiges Getränkepairing oder ein Mittagsmenü mit klarer Preisspanne erhöhen den Betrag pro Bestellung. Digitale Kassendaten zeigen, welche Gerichte häufig gewählt werden, welche Marge bringen und welche Kombinationen funktionieren. Daraus entsteht eine Speisekarte mit weniger Zufall und einer klareren Ertragslogik.

3 Min. LesezeitLesen
Abfindung sinnvoll investieren: Wie Führungskräfte mit Photovoltaik-Direktinvestments und IAB ihre Steuerlast planen können
Finanzen
Abfindung sinnvoll investieren: Wie Führungskräfte mit Photovoltaik-Direktinvestments und IAB ihre Steuerlast planen können

Eine hohe Abfindung kann Führungskräften finanziellen Spielraum eröffnen, erhöht im Auszahlungsjahr aber oft die steuerliche Belastung. Wer die Einmalzahlung strategisch einsetzen möchte, kann PV-Direktinvestments als unternehmerische Anlageform prüfen. Besonders laufende Bestandsanlagen sind interessant, weil Ertragsdaten, Einspeisevergütung und technische Kennzahlen bereits vorliegen. Steuerlich rückt dabei der Investitionsabzugsbetrag in den Fokus, der die Bemessungsgrundlage unter bestimmten Voraussetzungen senken kann. In diesem Beitrag wird erklärt, wie PV-Direktinvestments funktionieren und wie der IAB anhand eines Rechenbeispiels wirken kann. Warum Abfindungen steuerlich anspruchsvoll sind

5 Min. LesezeitLesen
Sanierungsstau in der WEG: Wenn kleine Bauteile plötzlich große Kosten verursachen
Wirtschaft
Sanierungsstau in der WEG: Wenn kleine Bauteile plötzlich große Kosten verursachen

Bei Eigentumswohnungen wird beim Kauf oft zuerst auf Lage, Grundriss, Kaufpreis und monatliches Hausgeld geschaut. Das ist verständlich, reicht aber nicht aus. In einer Wohnungseigentümergemeinschaft können Kosten entstehen, die nicht direkt in der eigenen Wohnung sichtbar sind. Ein undichtes Dach, alte Leitungen, eine marode Fassade oder verschlissene Fenster betreffen schnell die ganze Gemeinschaft. Wer diese Punkte zu spät erkennt, erlebt Sanierungsstau nicht als abstraktes Immobilienthema, sondern als konkrete Rechnung. Warum Sanierungsstau in WEGs oft unterschätzt wird Sanierungsstau entsteht selten über Nacht. Meist werden kleine Mängel jahrelang vertagt, weil die Rücklage knapp ist, die Eigentümer sich nicht einigen oder größere Maßnahmen unangenehm teuer wirken. Irgendwann wird aus dem kleinen Problem ein Beschluss mit fünfstelligen Kosten. Für Selbstnutzer ist das ärgerlich, für Kapitalanleger kann es die Rendite deutlich verändern.

4 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite