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Warren Buffett – Vermögen

„Sei ängstlich, wenn andere gierig sind, und sei gierig, wenn andere ängstlich sind.“ Dieses Zitat stammt von Warren Buffett, auch bekannt als “Orakel von Omaha”. Im Juni 2022 verzeichnete der Börsen-Guru laut Forbes ein Vermögen in Höhe von 172 Milliarden Euro. Selbst Spenden in Milliardenhöhe vertreiben den als bescheiden geltenden Groß-Investor nicht von der Liste der reichsten Menschen der Welt. 

Sein Motto: Investiere in Unternehmen, die als unterbewertet gelten. Die Berkshire Hathaway, das Hauptunternehmen Buffetts, folgt diesem Leitsatz und erwirtschaftete im Jahr 2021 276,09 Milliarden US-Dollar (265 Milliarden Euro).

Die Investmentgesellschaft erzielt seit 1965 eine durchschnittliche Jahresrendite in Höhe von 20 Prozent. Dabei weist das Unternehmen lediglich 26 Mitarbeiter auf. Die Börseneinschätzung übernimmt Buffett seit jeher selbst.

Sein Leben

Warren Edward Buffett erblickte am 30. August 1930 in Nebraska das Licht der Welt. Der Investor zeigte früh Interesse an wirtschaftlichen Themen. Bereits in jungen Jahren testete Buffett die Kaufbereitschaft seiner Nachbarn aus, indem er Coke-Sixpacks teuer weiterverkaufte.

1942 erwarb der Börsen-Guru seine erste Aktie und schloss neun Jahre später sein Studium an der Columbia University mit dem Master of Economics ab. 1956 folgte die Gründung von Buffets Partnership.

Zwei Jahre später erwarb der Investor das Haus, in dem er sich bis heute wohlfühlt. 1969 übernahm Buffett Berkshire Hathaway und 1999 erfolgte die erste Nominierung als bester Vermögensverwalter des 20. Jahrhunderts.

2006 entschied sich der CEO von Berkshire Hathaway und der größte Anteilseigner in besagtem Unternehmen dazu, 99 Prozent seines Vermögens zu spenden. Dennoch wurde er 2008 als reichster Mann der Welt betitelt. Sein Vermögen betrug zu diesem Zeitpunkt 62 Milliarden US-Dollar (40 Milliarden Euro).

2010 initiierte der Unternehmer und Philanthrop gemeinsam mit Bill Gates “The Giving Pledge”. Die beigetretenen Milliardäre verpflichteten sich dazu, 50 Prozent ihres Vermögens zu spenden.

Fünf Jahre später erzielte die Berkshire-Aktie einen Wert von 200.000 Euro. 2019 erhöhte sich der Wert um 100.000 Euro. 2022 ist die Aktie bereits 400.000 Euro wert.

Trotz seiner finanziellen Verhältnisse gilt Buffett bis heute als bescheiden. Bekannt ist der Investor für seine Vorliebe für das Value-Investing und seine konsequente Vorgehensweise. So bleibt Buffett seinem faktorbasierten Portfolio mit Leverage treu.

Wissenswertes über Warren Buffet

Wissenswertes über Warren Buffet

 

Kindheit und Studienzeit

Die Begeisterung für wirtschaftliche Themen wurde Warren Buffett in die Wiege gelegt. Sein Vater Howard Buffett war als Broker und Kongressabgeordneter tätig.

Mit 7 Jahren inspirierte das Buch “Tausend Möglichkeiten, 1000 Dollar zu verdienen” den kleinen Buffett, woraufhin dieser Coca-Cola-Flaschen, Kaugummis und Wochenzeitschriften an Haustüren zum Verkauf anbot.

Als zweites Kind des Ehepaares Howard und Leila Buffett, ehemals Stahl, zog er anlässlich der ersten Amtszeit seines Vaters mit der Familie nach Washington D.C. und beendete seine Schulzeit nahe der Ostküste Amerikas. In Washington besuchte er die Alice Deal Junior High School und anschließend die Woodrow Wilson High School. In dem Jahrbuch seiner Abschlussklasse ist zu lesen: “Mag Mathe, ein zukünftiger Börsenmakler”.

Zeitgleich sammelte er Verkaufserfahrung in dem Lebensmittelgeschäft seines Großvaters. In der High-School-Zeit verdiente Buffett Geld durch den Verkauf von Golfbällen, Briefmarken und einen Auto-Wartungsservice. 

Bereits in seiner ersten Einkommenssteuererklärung berücksichtigte der heute 92-Jährige einen Posten für die Verwendung seiner Armbanduhr und seines Fahrrades. Ab 1945 investierten Buffett und ein Freund in mehrere gebrauchte und preisgünstige Flipper, die sie später für 1.200 Euro weiterverkauften.

Mit 11 Jahren erwarb der Investor Vorzugsaktien von Cities Service für 38,25 US-Dollar und veräußerte diese für 40 US-Dollar. Im Alter von 14 Jahren besaß er bereits eine eigene Farm, die er verpachtete. Drei Jahre später überholte er einen alten Rolls-Royce, den er gemeinsam mit Freunden für 350 US-Dollar erwarb und für 35 US-Dollar pro Tag vermietete.

Nach dem High-School-Abschluss besuchte Buffett die Wharton Business School. Der ambitionierte Heranwachsende spielte eigentlich mit dem Gedanken, sich ohne College-Abschluss direkt dem Geschäftsleben zu widmen.

Da sein Vater jedoch auf den Besuch eines Colleges bestand, studierte er zwei Jahre lang an der Business School, bevor er an die University of Nebraska wechselte und sein Studium mit 19 Jahren mit dem Bachelor of Science im Fach Business Administration abschloss.

Als er in Erfahrung brachte, dass der Begründer der Value-Investing-Strategie, Benjamin Graham, an der Columbia Business School unterrichtete, schrieb sich Buffett ein und schloss 1951 mit dem Master of Science in Wirtschaftswissenschaften ab.

Anschließend erweiterte Buffet sein Wissen durch den Besuch des New York Institute of Finance. Heute übertrifft Buffets Vermögen das Vermögen von Mark Zuckerberg.

Frühe Geschäftskarriere

Buffett strebt stets danach, sein Wissen zu erweitern und sich mit interessanten Persönlichkeiten der Branche zu vernetzen. 1951 besuchte er aus diesem Grund den GEICO-Hauptsitz. Sein Ziel: Benjamin Graham, ein Mitglied des GEICO-Vorstandes treffen. Ein Hausmeister gewährte Buffett Zutritt.

Auf dem Flur stieß dieser auf den Vizepräsidenten von GEICO, Lorimer Davidson. Es vergingen Stunden, in denen sich beide angeregt über das Versicherungsgeschäft unterhielten. Später erwähnte Davidson, der ein enger Vertrauter Buffetts werden sollte, dass er seinen Freund bereits in den ersten Minuten des Gesprächs für außergewöhnlich gehalten habe.

Zu diesem Zeitpunkt spielte Buffett noch mit dem Gedanken, seine Karriere an der Wall Street zu beginnen. Doch sowohl sein Vater als auch Graham rieten ihm davon ab.

1954 trat Buffett seine Stelle bei Benjamin Graham an. Das Jahresgehalt des heutigen Groß-Investors betrug zum damaligen Zeitpunkt 12.000 US-Dollar. Dieser Wert entspricht heute einem Gehalt von 114.000 US-Dollar.

Als Graham sich 1956 in den Ruhestand verabschiedete, war Buffett 25 Jahre alt und hatte bereits so viel Geld ansparen können, dass er die Kommanditgesellschaft Buffett Partnership Ltd gründen konnte. Die symbolische Einzahlung betrug 100 US-Dollar. 105.000 US-Dollar steuerten seine Verwandten bei.

In den fünfziger Jahren belegte Buffett einen Kommunikationskurs und gab sein Wissen im Rahmen von Vorlesungen an der University von Nebraska an die Studierenden weiter. 1957 verzeichnete Buffett drei Partnerschaften.

Ein Jahr später wuchs der Investmentpool auf fünf Partnerschaften an. 1959 betrieb Buffett dann sechs Partnerschaften. In dieser Zeit traf er auf Charlie Munger, seinen baldigen Partner. In den Jahren 1956 bis 1969 betrug das Anlageergebnis 29,5 Prozent pro Jahr.

Warren Buffetts heutige Ersparnisse würden das Vermögen von Bernard Arnault und Bill Gates übertreffen. Allerdings spendet der CEO von Berkshire Hathaway einen Großteil seines Vermögens, sodass er auf der Forbes-Liste lediglich Platz 5 erreicht.

Berkshire Hathaway

1962 führte Buffett nicht nur seine Partnerschaften zusammen, sondern erwarb zusätzlich Anteile an dem Textilunternehmen Berkshire Hathaway. Den Eigentümer Seabury Stanton entließ er, als er die Firma vollständig übernahm.

Buffett ernannte Ken Chace zum Präsidenten des Unternehmens, der das Unternehmen leiten und in die Zukunft führen sollte. Sein Ziel: Berkshire Hathaway sollte in den Versicherungssektor eintreten. Die Partnerschaft löste Buffett auf. Die Investoren erhielten die Chance, ihr Geld in Anteile des Unternehmens für jeweils 43 US-Dollar umzutauschen.

Zu diesem Zeitpunkt besaß Buffett bereits Anteile an Blue Chip Stamps und Diversified Retailing. Beide Unternehmen gingen 1982 und 1979 eine Fusion mit Berkshire Hathaway ein. Der Grund: Die amerikanische Börsenaufsicht SEC ermittelte wegen möglichen Interessenkonflikten gegen Buffett.

Es folgten Beteiligungen an der Washington Post und der Kauf von Sees-Candies, Nebraska Furniture, Trailerparks und Clayton Homes sowie diversen Kreditbanken. Außerdem erwarb Warren Buffett Anteile an Coca-Cola, American Express, Gillette und Salomon Brothers.

2007 bis 2008 fielen die Unternehmens-Aktien von Berkshire Hathaway. Zum selben Zeitpunkt investierte Buffett in Mars Incorporated, Goldman Sachs, Dow Chemical, Swiss Re, General Electric und die Bank of America. Mars Incorporated beispielsweise erhielt so die Chance, Wringley zu übernehmen.

2009 erwarb Berkshire Burlington Northern Santa Fe, einen amerikanischen Eisenbahn-Konzern. In diesem Jahr hielt Buffett 28,5 Prozent der Berkshire-Hathaway-Anteile.

Heute umfasst Berkshire Hathaway über 60 Eigengesellschaften. Zudem widmet sich das Unternehmen dem Erst- und Rückversicherungsgeschäft und passiven Beteiligungen. Warren Buffetts Vermögen fußt zu 99 Prozent auf seiner Beteiligung an Berkshire Hathaway.

Wie reich ist Warren Buffett?

Die Forbes errechnet 2022 ein Vermögen in Höhe von rund 118 Milliarden US-Dollar. Damit zählt der Unternehmer zu den fünf reichsten Menschen der Welt. In der Vergangenheit galt Buffett sogar lange Zeit als der reichste Mann der Welt, bis ihn Carlos Slim Helu ablöste. Das Jahresgehalt von Warren Buffett beträgt 100.000 US-Dollar und wird von der Berkshire Hathaway ausgezahlt.

Die Entwicklung seines Vermögens

Im Alter von 30 Jahren verfügte Warren Buffett über ein Vermögen von 1 Millionen US-Dollar. Fünf Jahre später wuchs sein Vermögen auf 7 Millionen US-Dollar an. Mit 43 konnte er dieses bereits vervielfachen.

Mit 55 Jahren knackte er die Milliarde. Auch in den kommenden Jahren gelang es ihm, sein Vermögen stetig zu vermehren. Den Großteil seines Vermögens erwirtschaftete Buffett ab seinem 55. Geburtstag. 

Das übersehene Geheimnis seines Reichtums

Eines vorweg: Die Investmenterfolge von Warren Buffett gelten als einzigartig und inspirieren Menschen weltweit. Doch welches streng gehütete Geheimnis verbirgt sich hinter der Vermögensentwicklung des Groß-Investors?

Diese Frage lässt sich schnell beantworten: Das “Orakel von Omaha” setzt auf eine konsequente Investition. Statt stets nach neuen Wegen zu suchen, Geld zu erwirtschaften, lässt der Unternehmer sein Geld seit jeher für sich arbeiten. So wirkt das Geld, das Buffett durch den Verkauf von Coca-Cola-Flaschen an den Haustüren der Nachbarschaft verdiente und das er investierte, bis heute nach.

Bis Buffett von dem Zinseszins profitierte, vergingen Jahrzehnte. Es ist demnach nicht verwunderlich, dass der Börsen-Guru den Großteil seines Vermögens im Rentenalter erzielte.

Gleichzeitig bleibt der Investor bescheiden und verzichtet auf jegliche Annehmlichkeiten, die mit einem Wertverlust einhergehen. So erwirbt der Unternehmer zum Beispiel keine teuren Autos.

Am Beispiel von Warren Buffett wird klar: Es lohnt sich, in Aktien zu investieren. Denn selbst Laien, die eine geringe Rendite erzielen, können hier unter Umständen viel Geld erwirtschaften.

Da sich das Vermögen bei einer Marktrendite von 10 Prozent im Durchschnitt alle sieben Jahre verdoppelt, ist es nicht ausgeschlossen, über einen langen Zeitraum reich zu werden – oder zumindest den Lebensstandard zu erhöhen.

Buffett gibt Vermögen für philanthropische Zwecke aus

Warren Buffett spendet nicht nur selbst einen Großteil seines Vermögens, sondern animiert weitere Unternehmer dazu, Spenden zu tätigen. Gemeinsam mit Milliardären wie Bill Gates verpflichtete sich der Börsen-Guru vor Jahren dazu, mindestens die Hälfte seines Vermögens für wohltätige Zwecke einzusetzen. Bereits im Jahr 2021 verwirklichte Buffett seinen Traum, 50 Prozent seines Vermögens zu spenden.

Darüber hinaus spendet er weiterhin Berkshire-Aktien in jährlichen Paketen und greift diversen Stiftungen wie der Bill & Melinda Gates Foundation finanziell unter die Arme.

Benjamin Graham, Warren Buffett und die Value-Strategie

Als erfolgreichster Schüler und ehemaliger Angestellter Benjamin Grahams, dem Begründer der Value-Investing-Strategie, setzte sich Warren Buffett ausführlich mit dem weltbekannten Standardwerk “Security Analysis” auseinander.

Doch was hat es mit der Value-Strategie auf sich? Das Value Investing basiert auf der Annahme, dass der Verkaufspreis und der tatsächliche Wert eines Unternehmens häufig nicht übereinstimmen. So werden zahlreiche Unternehmen unter Wert veräußert. Diese Aktien gelten als lohnenswerte Schnäppchen.

Um den Wert eines Unternehmens zu ermitteln, zieht Benjamin Graham nicht das Firmenvermögen heran. Vielmehr gilt es herauszufinden, wie hoch der innere Firmenwert ausfällt. In diesem Kontext weist Benjamin Graham auf die Notwendigkeit einer gründlichen Recherche hin.

Buffett perfektionierte die Strategie ab 1954. Er betrachtet den Verkaufspreis und den Firmenwert ebenfalls getrennt voneinander. Allerdings ermittelt er den Wert der Firma auf Basis der künftigen Ertragskraft des Unternehmens.

Die sogenannte “Sicherheitsmarge” bezieht sich demnach darauf, den inneren Wert einer Firma zu ermitteln und den Preis an der Börse zu überprüfen. Beide Faktoren werden anschließend gegeneinander abgewogen. Der Preis sollte günstiger ausfallen als der ermittelte Wert.

Der innere Wert wird laut Benjamin Graham durch Faktoren wie den Verschuldungsgrad, das Kurs-Buchwert-Verhältnis, die Ertragskraft in der Vergangenheit, den Liquidationswert und die Dividendenrendite bestimmt.

Weist ein Produkt das Potenzial auf, in Zukunft Gewinne zu erzielen und lassen sich die künftigen Gewinne vorherbestimmen, verfügt das Unternehmen über einen hohen Wert. Wer die Aktien zu günstigen Konditionen erwirbt, lässt sein Geld für sich arbeiten. Steigende und hohe Dividenden führen hier langfristig zum Erfolg.

Bis heute spricht sich Buffett für das Value Investing und gegen die moderne Portfoliotheorie sowie die Markteffizienzhypothese aus. Die Gewinne von Berkshire Hathaway nutzt der Unternehmer, um Aktienrückkäufe bei zu niedrigen Kursen zu realisieren.

Zudem zeigen sich deutlich Einflüsse von Philipp Fischer und Charles Munger. Sowohl der Autor von “Common Stocks and Uncommon Profits” als auch Buffetts Partner Charles Munger sprechen sich dafür aus, wenige Kapitalbeteiligte einzubeziehen und einen qualitativen Ansatz zu verfolgen.

Dies äußert sich unter anderem darin, dass Buffett 1964 Anteile des strauchelnden Finanzdienstleisters American Express oder GEICO erwarb. In beiden Fällen bewertete Buffett die Firmen als profitabel, erkannte jedoch, dass vorübergehende Schwierigkeiten die Existenz der Unternehmen bedrohten.

Im Grunde hielt sich Buffett bisher an die Grundlagen der Value-Investing-Strategie von Graham und erweiterte diese um subjektive Kriterien. So betont der Unternehmer bis heute, dass es sich bei seinem Erfolg nicht um einen Zufall handele, sondern sein Vermögen auf einem strategischen Vorgehen im Sinne des Value Investings basiere.

In dem Essay “The Superinvestors of Graham-and-Doddsville” zeigt der Unternehmer obendrein auf, dass das Konzept Grahams unterschiedlich interpretiert werden kann. So stellte Buffett mehrere Investoren wie Bill Ruane oder Stan Perlmeter vor, die auf Basis der Value-Investing-Strategie herausragenden Erfolg verzeichneten und den inneren Wert eines Unternehmens ganz unterschiedlich ermittelten.

Buffet selbst betont außerdem, dass er den Geschäftsführern der jeweiligen Unternehmen großes Vertrauen entgegenbringe und diese die Geschäfte frei führen könnten. Im Vergleich zu Graham verfolgt Buffett somit einen flexibleren Ansatz zur Wertermittlung eines Unternehmens.

Der Investor betrachtet sich dabei als langfristiger Geschäftsteilhaber und nicht als Spekulant, der an kurzfristigen Gewinnen interessiert ist. Selbst Kursschwankungen stellen laut Buffett aufgrund der Sicherheitsmarge kein Risiko dar.

Weiterhin rät Warren Buffett dazu, ausschließlich in Unternehmen zu investieren, deren Geschäfte der Investor einschätzen und beurteilen kann. Er selbst habe keinen Bezug zur Technik, sodass er nie auf den Gedanken gekommen sei, Investitionen in ein Technikunternehmen zu tätigen. Aus diesem Grund lehnte er sogar das Angebot des Microsoft-Vizepräsidenten Jeff Raikes ab, in Microsoft zu investieren.

Warren Buffett befolgt folgende Leitlinien:

  • Er investiert nur in Unternehmen, deren Geschäft er einschätzen kann.
  • Sein Interesse wecken Unternehmen, die langfristig eine starke Ertragskraft, eine geringe oder gar keine Verschuldung und ein attraktives Geschäft versprechen.
  • Die Unternehmen, in die Warren Buffett investiert, werden von ehrlichen und kompetenten Managern geführt.
  • Das Unternehmen weist eine optimale Bewertung auf.

Das Risiko definiert Buffet – wie Benjamin Graham – als permanenten Kapitalverlust und nicht als Volatilität, eine Folge kurzfristiger Markt-, Preis-, Aktien-, Devisenkursen- oder Zinssatzschwankungen.

Warren Buffett spricht sich des Weiteren gegen Verschuldungen aus und weist darauf hin, dass Beteiligte verantwortungsvoll mit dem ihnen anvertrauten Geld umgehen sollten. Gleichzeitig nutzt Buffett indirekt Unternehmensschulden hinsichtlich der Float, einer zeitlichen Verzögerung zwischen dem Gutschrifts- und dem Belastungszeitpunkt im Rahmen einer Transaktion.

Investieren wie Warren Buffett – mit diesen einfachen Tipps könnte es klappen

  • Die Marktkenntnisse: Wer Anteile eines Unternehmens erwerben möchte, sollte sich im ersten Schritt mit dem Aktienmarkt beschäftigen. Weiterhin ist es sinnvoll, sich umfassend über das Unternehmen zu informieren und nicht nur den Börsenwert zu betrachten.
  • Die individuellen Branchenkenntnisse: Interessierte sollten nur in Geschäftsmodelle investieren, mit denen sie sich ausführlich beschäftigt haben.
  • Der innere Wert: Die Ermittlung des inneren Wertes eines Unternehmens gibt Aufschluss darüber, ob sich eine Investition lohnt. Wird das Unternehmen an der Börse für weniger Geld gehandelt als es wert ist, können Anteile getrost gekauft werden. Diese Vorgehensweise wird als Value-Investing-Strategie bezeichnet.
  • Der Lifestyle: Warren Buffett verfolgt eine sparsame Lebensweise. Teure Yachten, Sportwagen oder mehrere Häuser besitzt der 92-Jährige nicht. Seiner Meinung nach konzentrieren sich Investoren darauf, ihr Geld zu vermehren und Anteile zu spenden. Bis heute lebt er in dem Haus, das er 1958 erwarb.
  • Die Anlagestrategie: Eine gewinnbringende Anlagestrategie kennzeichnet laut Buffett eine geringe Anzahl an Aktien und der Wille, diese langfristig zu halten. So ließ der Börsen-Guru verlauten: “Wenn du nicht bereit bist, eine Anlage für zehn Jahre zu halten, denk nicht mal daran, sie für zehn Minuten zu besitzen.“ Fällt der Aktienkurs, ist dies kein Anlass dafür, schnelle und unüberlegte Schritte wie den Verkauf einzuleiten.

Top-Aktien in Warren Buffetts Depot

Warren Buffetts Depot überzeugt durch Diversität. Enthalten sind unterschiedliche Unternehmen wie Apple, von dem er einen Anteil von circa 49 Prozent hält, oder die Bank of America mit circa 14 Prozent. Die Vielfältigkeit gewährleistet, schnell und spontan auf Marktereignisse reagieren zu können.

Weiterhin besteht das Depot aus folgenden Aktien:

  • Chevron,
  • Kraft Heinz,
  • US Bancorp,
  • DaVita,
  • Bank of New York,
  • Liberty Media,
  • Visa,
  • Amazon,
  • Merck KGaA,
  • Kroger Company,
  • General Motors,
  • Bristol-Myers,
  • Verisign,
  • AbbVie.

Kann ich Warren Buffetts Portfolio einfach kopieren?

Berkshire Hathaway legt das Portfolio pro Quartal offen. Da jedoch wertvolle Zeit verloren geht, bevor Externe endlich Einsicht in das Portfolio der Investment-Gesellschaft erhalten, ist eine Nachahmung nicht ratsam. Stattdessen können Interessierte eine Aktie von Berkshire Hathaway erwerben.

Im Übrigen gilt: Selbst Warren Buffett verlor im Rahmen einiger Aktienkäufe bares Geld. Ein Beispiel ist der Erwerb von Tesco. Die Veräußerung von Wells Fargo konnte zudem nur realisiert werden, weil Buffett die hohen gesetzlichen Auflagen erfüllte. Laien dagegen verfügen nicht über das notwendige Know-how oder die finanziellen Mittel, Warren Buffetts Anlagestrategie zu übernehmen.

Eine Sache lässt sich jedoch nicht abstreiten: Wer viel liest und sich permanent über den Markt informiert, kann die einzelnen Aktien besser einschätzen. Buffett selbst verbringt tagtäglich mehrere Stunden damit, sich über Unternehmen zu informieren. Diese Routine können Laien getrost übernehmen.

Wie Warren Buffett aus seinem Scheitern Milliarden machte

  • Warren Buffett erwarb seine erste Aktie im Alter von elf Jahren. Als diese an Wert verlor, verkaufte der heutige Groß-Investor das Wertpapier, das er für 38 Dollar erworben hatte. Wenig später stieg der Aktien-Wert auf 200 Dollar. Buffett hatte diese zu früh verkauft.
  • Nach der High School setzte sich Buffett zum Ziel, an der Elite-Universität Harvard zu studieren. Als diese ihn ablehnte, entschied er sich für ein Studium an der Columbia University. Hier unterrichtete ihn der angesehene Benjamin Graham, dessen Strategie er später erweiterte.
  • In den 1960er Jahren investierte Warren Buffett in Berkshire Hathaway. Das Textilunternehmen erwies sich als erfolglos. Warren Buffett erwarb das Unternehmen und erschuf die Investment-Holding. Heute erwirtschaftet das Unternehmen Summen im hohen dreistelligen Milliardenbereich.

Das Fazit – clever investieren wie Warren Buffett

Der Chairman und CEO von Berkshire Hathaway gilt als erfolgreicher Investor, der Benjamin Grahams Value-Investing-Strategie weiterentwickelte und sich über Jahrzehnte hinweg ein Milliardenvermögen aufbaute. Der 92-Jährige spendet einen Großteil seines Vermögens für wohltätige Zwecke und animiert andere Milliardäre, es ihm gleichzutun.

Für Warren Buffett stellt der Investmentmarkt eine interessante Spielwiese dar. Tag für Tag informiert sich der Milliardär über Unternehmen und verbringt circa 5 Stunden lesend. Dabei investiert der Geschäftsmann sein Geld, statt dieses für Autos oder Schiffe auszugeben.

Laut derzeitigem Stand verfügt Buffett über ein Vermögen in Höhe von 118 Milliarden US-Dollar. Seit 2006 spendete er laut eigenen Aussagen mehr als 40 Milliarden Dollar. Pro 1000 Dollar Schenkungen erhalte er unter 50 Cent Vorteile bei den Steuern. Auf der letzten Forbes-Liste erzielt der Unternehmer Platz 5 der reichsten Menschen der Welt.

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