Gewerbliche Immobilienfinanzierung – wann kommt sie zur Anwendung?

Die Investition in gewerbliche Immobilien gehört zu den lukrativsten Formen der Geldanlage – auch für Privatanleger. Ertragsstarke Immobilien bieten dabei einige Vorteile gegenüber Investitionen in Wohnimmobilien. Die Mietperioden sind bei Einzelhandelsgeschäften oder Anwaltspraxen im Vergleich zu vermietetem Wohnraum länger und die Mieten höher.
Doch auch die gewerbliche Immobilienfinanzierung selbst weist einige Besonderheiten auf. Wann und für welche Zwecke ist sie geeignet?
Was sind gewerbliche Immobilien?
Eine Immobilie gilt als gewerblich, wenn sie Erträge abwirft und mindestens zu 50 Prozent für geschäftliche Zwecke genutzt wird. Ein gängiges Beispiel für eine Gewerbeimmobilie ist eine Büro- oder Einzelhandelsfläche, in der ein Unternehmen betrieben wird. Um eine solche Immobilie zu erwerben, kann ein Investor aus verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten für Gewerbeimmobilien wählen. Idealerweise sollte dabei die Hypothek durch Sicherheiten garantiert werden.
Beim Bau oder Kauf einer Immobilie für die gewerbliche Nutzung muss mit deutlich höheren Kosten gerechnet werden als bei einer privat genutzten Immobilie. Gewerbliche Immobilienkredite werden an Unternehmen und nicht an Privatpersonen vergeben. Das bedeutet: Die Finanzierung von Gewerbeimmobilien erfordert in der Regel die Gründung eines Unternehmens, die mit der Entstehung einer juristischen Person einhergeht. Das ist etwa bei einer Aktiengesellschaft (AG) oder einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) der Fall. Auch Stiftungen oder Genossenschaften kommen infrage.
Eine weitere Besonderheit von Gewerbeobjekten ist deren Bewertung. Während bei Wohnimmobilien das Sachwertverfahren zur Anwendung kommt, wird bei gewerblichen Immobilien das sogenannte Ertragswertverfahren genutzt. Dabei werden zukünftig zu erwartende Aufwendungen und Erträge so miteinander verrechnet, dass die Differenz den Barwert der Gewerbeimmobilie darstellt.
Welche Arten von gewerblichen Immobilien gibt es?
Wie bereits erwähnt, werden Gewerbeimmobilien für geschäftliche Zwecke genutzt. Die Eigentümer bieten die genutzten Flächen in der Regel gegen Miete oder Pacht an. Gewerbliche Immobilien umfassen im Allgemeinen die folgenden Immobilientypen:
Bürogebäude
Die beliebteste und auch häufigste Form von Gewerbeimmobilien sind Büroflächen. Die dafür genutzten Gebäude können von kleinen Einzelbüros bis hin zu Hochhäusern reichen.
Industriegelände oder -parks
Von Lagerhallen bis hin zu großen Produktionsstätten sind Industriegebäude in der Regel auf das verarbeitende Gewerbe ausgerichtet. Sie bieten oft Räume mit bestimmten Deckenhöhen und modularen Erweiterungsmöglichkeiten. Wichtig ist hier auch eine gute Verkehrsanbindung, etwa für den Lieferverkehr.
Einzelhandel
Eine weitere beliebte Art von Gewerbeimmobilien sind Einzelhandelsgebäude. Dazu werden Einkaufszentren, Banken, mitunter auch große Restaurants gezählt. Häufig befinden sich diese Gebäude in Stadtzentren. Die Flächen dieser Immobilien können von 400 Quadratmetern bis zu 30.000 Quadratmetern reichen.
Mehrfamilienhäuser
In diese Kategorie fallen Hochhaus-Eigentumswohnungen und kleinere Mehrfamilienhäuser mit 4 bis 100 Wohneinheiten. Im Gegensatz zu anderen Formen von Gewerbeimmobilien sind die Mietvertragslaufzeiten bei Mehrfamilienhäusern in der Regel kürzer als bei Bürogebäuden und Einzelhandelsimmobilien.
Wichtig: Ein Mehrfamilienhaus muss zu mehr als 50 Prozent gewerblich genutzt werden, um als Gewerbeobjekt eingestuft zu werden.
Was ist die gewerbliche Immobilienfinanzierung?
Unter gewerblicher Immobilienfinanzierung versteht man die Finanzierung gewerblich genutzter Immobilien. Ein Kredit kann dabei von Unternehmen beantragt werden, die ihren Standort kaufen, erweitern oder renovieren wollen. Auch der Umbau von bislang überwiegend wohnwirtschaftlich genutzten Gebäuden kann ein Fall für die gewerbliche Immobilienfinanzierung sein.
Darlehen zur Immobilienfinanzierung werden in der Regel an Investoren wie Kapitalgesellschaften, Bauträger, Fonds, Genossenschaften oder Treuhandgesellschaften vergeben.
Vom prinzipiellen Ablauf unterscheidet sich die gewerbliche kaum von der privaten Immobilienfinanzierung. Bei einer gewerblichen Finanzierung sind die zu realisierenden Projekte aber oft deutlich komplexer. Zudem geht es in der Regel um weitaus höhere Darlehenssummen. Banken haben speziell geschulte Ansprechpartner für Vorhaben im Bereich der Immobilienfinanzierung.
Fazit
Eine gewerbliche Immobilienfinanzierung kommt per definitionem nur für juristische und nicht für Privatpersonen infrage. Besonders wichtig ist es, eine individuell angepasste Lösung für die Situation des jeweiligen Unternehmens zu finden. Seien es Größe oder Standort des Objektes oder die Tilgungshöhe. Eine fachkundige Beratung kann wie immer beim Thema Baufinanzierung schnell Unklarheiten und Bedenken ausräumen.
- Titelbild: Foto von Pixabay
HandelIn vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.
LifestyleWer über Firmenflächen spricht, denkt schnell an Parkplätze, Wege, Eingänge und vielleicht noch ein paar Beete vor dem Gebäude. Genau da beginnt das Problem. Außenflächen werden in vielen Betrieben noch immer wie Restflächen behandelt, obwohl sie im Alltag viel entscheiden: den ersten Eindruck bei Kunden, die Aufenthaltsqualität für Mitarbeiter, die Sicherheit auf dem Gelände und den Aufwand für Pflege und Instandhaltung. Hinzu kommt ein Punkt, der in den vergangenen Jahren deutlich wichtiger geworden ist: versiegelte Grundstücke reagieren empfindlich auf Hitze und Starkregen. Entsiegelung und grüne Infrastruktur gelten deshalb inzwischen als wichtige Bausteine der Klimaanpassung. Für Unternehmen heißt das: Gartengestaltung ist nicht einfach nur ein Randthema. Eine gute Planung schafft Orientierung, verbessert die Umgebung rund ums Gebäude und verhindert, dass Flächen zwar ordentlich aussehen, im Alltag aber wenig taugen. Wer das Thema von Beginn an richtig angeht, spart sich spätere Korrekturen an Wegen, Pflanzflächen, Entwässerung und Pflege. Warum Außenflächen für Unternehmen heute anders geplant werden müssen
ArbeitslebenWer im Büro arbeitet, kennt das Muster nur zu gut: Der Tag beginnt fit und konzentriert, es folgen Meetings, Mails und das Brüten über Tabellen – und irgendwann fangen die Schmerzen zwischen Schulterblättern, Nackenansatz und oberer Brustwirbelsäule an. Das wirkt im ersten Moment wie eine normale Folge langer Bildschirmarbeit. Doch genau darin liegt das Problem: Was als kleine Alltagsbeschwerden beginnt, wird schnell still und heimlich zu einem dauerhaften Begleiter. Der obere Rücken reagiert besonders empfindlich auf starre Haltungen. Schon wenige Stunden in einer nach vorn gezogenen Arbeitsposition reichen, damit die Schultern hochwandern, die Brustwirbelsäule einrundet und die Muskulatur in eine Art Dauerdienst geht. Wer dazu noch mit dem Laptop arbeitet, kaum aufsteht und unter Zeitdruck steht, sammelt im Lauf der Woche viele kleine Belastungen, die sich addieren. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin beschreibt statische, physiologisch ungünstige Haltungen ausdrücklich als wichtigen Auslöser muskuloskelettaler Beschwerden bei Bildschirmarbeit. Für Unternehmen ist das kein Randthema: Rückenbeschwerden gehören seit Jahren zu den häufigsten Gründen für Fehlzeiten. Nach Angaben der AOK lagen Muskel- und Skeletterkrankungen 2023 bei den Krankschreibungen von AOK-Versicherten mit 19,5 Prozent auf Platz eins.
