IT & Software·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
8. Dezember 2022

IT Sicherheit: Die Grundlagen für kleine und mittlere Unternehmen

Cyberkriminalität wächst rasant

Das Problembewusstsein in KMUs dafür, Opfer von Cyberkriminellen zu werden, steigt insgesamt in den vergangenen fünf Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Versicherers Gothaer. Mittlerweile fürchten mehr KMUs die Gefahr von Cyberangriffen als die von greifbaren Gefahren, wie Einbrüchen oder Bränden. Experten schätzen, dass die Kriminalität im Internet mittlerweile fünf Mal so lukrativ ist wie andere grenzübergreifende Verbrechen.

Umsetzung von IT Sicherheit in kleinen und mittelständischen Unternehmen

Ein falscher Klick auf einen Link oder Anhang in einer E-Mail kann weitreichende Folgen haben. Cyberkriminelle können sich nahezu unbemerkt Zugang zum Firmennetzwerk und allen Daten verschaffen. So wie man auch die Haustür abschließt, müssen KMUs es Cyberkriminellen möglichst schwer machen und ausreichend Verteidigungslinien einziehen.

Notfallpläne haben

Ist ein Unternehmen Ziel eines Cyberangriffs geworden, muss schnell gehandelt werden. Es ist daher eine zentrale Aufgabe der Verantwortlichen für Informationssicherheit einen Notfallplan zu erarbeiten. Dieses Konzept regelt im Fall der Fälle alles. Es beschreibt beispielsweise die richtigen Verhaltensweisen bei Hackerangriffen oder dem Ausfall der IT. Gehen Daten verloren, ist es wichtig einen Partner für professionelle Datenrettung im Rahmen des Notfallplans definiert zu haben.

Bewusstsein schaffen

Umso besser Mitarbeiter auf mögliche Angriffsszenarien vorbereitet sind, desto eher können sie abgewehrt werden. Alle IT-Lösungen nützen wenig, wenn das Personal auf Links in Phishing-Mails klickt und damit Kriminellen Tür und Tor ins Unternehmen bereitwillig öffnet. Die Konsequenzen eines Hackerangriffs können für klein- und mittelständische Unternehmen schnell existenziell werden können. Dieses und weiteres Wissen kann Mitarbeitern in digitalen Schulungen einfach vermittelt werden.

IT Sicherheit zur Chefsache machen und weitere Verantwortlichkeiten definieren

Die Geschäftsführung betont die Wichtigkeit der IT-Sicherheit, indem sie das Thema zur Chefsache macht und IT Teams direkt sie berichten. Um kleinere und mittlere Firmen ausreichend vor Attacken zu schützen, sind finanzielle und personelle Ressourcen nötig. Je nach Größe des Unternehmens sollte ein Informationssicherheitsteam berufen werden. Die Beauftragung eines Informationssicherheitsverantwortlichen ist für die Geschäftsleitung allerdings Pflicht. Dass aber darüber hinaus jeder Einzelne im Unternehmen zur IT-Sicherheit beiträgt, muss Teil der Schulungen für alle Mitarbeiter sein.

Sicherheitskonzepte für kleine Unternehmen und den Mittelstand

Der Plan für die IT Sicherheit fasst in klein- und mittelständischen Unternehmen die zentralen Punkte zur Vermeidung von Cyberangriffen zusammen. Mithilfe von existierenden Richtlinien für KMUs, beispielsweise vom größten Institut für Unternehmenssicherheit VdS, können Schwachstellen aufgedeckt und Maßnahmen identifiziert werden. Die Erfüllung solcher Standards sichert ein Mindestmaß an IT Sicherheit. Die in der Leitlinie für Informationssicherheit zusammengefassten Erwartungen an jeden Einzelnen und die Ziele der IT-Sicherheit sollten jedem Mitarbeiter bekannt und frei zugänglich sein. Außerdem ist eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung an die sich ändernden Gegebenheiten ratsam. Die Vorgaben müssen im Unternehmen anschließend auf die Nutzung der IT-Infrastruktur und Prozesse innerhalb der Firma konkretisiert werden. Dabei sollten Beziehungen mit Lieferanten und Auftragnehmern nicht außer Acht gelassen werden.

Fazit

Heutzutage ist nicht mehr die Frage, ob Unternehmen Opfer von Cyberangriffen werden, sondern nur wann. IT-Sicherheit minimiert die Risiken in einer digitalen, vernetzten Welt. Sicherheitskonzepte in KMUs konsequent umzusetzen und Notfallpläne zu haben, ist daher kritisch und wichtig.

Bildquellen:
    Teilen:
    Weitere Artikel
    Holzbau mit System: Warum präzise Planung und regionale Partner Bauprojekte absichern
    Business
    Holzbau mit System: Warum präzise Planung und regionale Partner Bauprojekte absichern

    Das Bauen mit Holz hat sich von einer traditionellen Nische zu einer treibenden Kraft im modernen Bauwesen entwickelt. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der nicht nur ökologische Vorteile bietet, sondern auch eine hohe architektonische Flexibilität ermöglicht. Gleichzeitig erfordert der Holzbau jedoch ein grundlegend anderes Herangehen als der klassische Massivbau. Der Erfolg eines Holzbauprojekts entscheidet sich nämlich selten auf der Baustelle, sondern fast immer am Schreibtisch. Weil viele Bauteile exakt vorgefertigt werden, muss jedes Detail im Vorfeld stimmen. Wenn in der Planungsphase ungenau gearbeitet wird, führt das später unweigerlich zu Verzögerungen und höheren Kosten. Daher bildet eine akribische Vorbereitung das eigentliche Fundament für jedes Gebäude aus Holz. Zusätzlich rückt die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern immer stärker in den Fokus. Wer auf regionale Netzwerke setzt, schafft nicht nur Sicherheit in der Umsetzung, sondern stärkt auch die Wirtschaftskreisläufe vor Ort.

    4 Min. LesezeitLesen
    Der unsichtbare Begleiter: Souveränes Arbeiten trotz Rücken- und Gelenkbeschwerden
    Arbeitsleben
    Der unsichtbare Begleiter: Souveränes Arbeiten trotz Rücken- und Gelenkbeschwerden

    Langes Sitzen, feste Deadlines und einseitige Bewegungen gehören für viele zum beruflichen Alltag. Doch dieser Rhythmus fordert oft einen spürbaren Tribut vom eigenen Körper. Rücken- und Gelenkbeschwerden schleichen sich unauffällig ein und werden bald zu ständigen Begleitern. Solche körperlichen Einschränkungen sind nicht nur unangenehm. Sie wirken sich auch direkt auf die Konzentration und die allgemeine Leistungsfähigkeit aus. Wenn die Haltung am Schreibtisch schwerfällt, leidet unweigerlich die Qualität der Arbeit. Ein bewusster Umgang mit diesen Signalen ist daher wichtig. Wer langfristig gesund und produktiv bleiben möchte, sollte die körperlichen Bedürfnisse genauso professionell im Blick behalten wie den täglichen Terminkalender.

    4 Min. LesezeitLesen
    MA Bedachungen: Traditionelles Dachhandwerk trifft auf moderne Anforderungen
    Business
    MA Bedachungen: Traditionelles Dachhandwerk trifft auf moderne Anforderungen

    Ob historisches Ziegeldach, moderne Photovoltaikanlage oder sanierungsbedürftiges Flachdach: Die Anforderungen an das Dachdeckerhandwerk sind vielfältiger geworden. Während bei älteren Gebäuden häufig der Erhalt der vorhandenen Bausubstanz im Mittelpunkt steht, gewinnen energetische Sanierungen und die technische Nutzung von Dachflächen zunehmend an Bedeutung. Gefragt sind Handwerksbetriebe, die unterschiedliche Bauweisen beherrschen und den Zustand eines Daches im Zusammenhang mit dem gesamten Gebäude beurteilen können. Zu diesen Betrieben gehört MA Bedachungen aus Waldorf bei Sinzig. Das von Mohammed Al Jassem geführte Unternehmen verbindet klassische Dachdecker- und Klempnerarbeiten mit zeitgemäßen Lösungen für die Gebäudesanierung. Das Spektrum reicht von kleineren Reparaturen über vollständige Neueindeckungen bis zur Restaurierung historischer Dächer. Auch bei kurzfristigen Schäden durch Unwetter ist der Meisterbetrieb Ansprechpartner. Dachsanierung und Reparatur als handwerklicher Schwerpunkt

    5 Min. LesezeitLesen
    Zur Startseite