Welche die Beste für Sie ist, sollten Sie sich gründlich überlegen, denn damit kann der Erfolg Ihres Unternehmens stehen und fallen. Was für eine Grundkapital -geschaefte-_id29948.html’>Aktiengesellschaft spricht und was bei der Gründung beachtet werden muss, erläutern wir hier näher.
Die Grundlagen
Eine Aktiengesellschaft (zur Aktiengesellschaft Definition) ist einfach gesagt eine Form der Kapitalgesellschaft, bei der das Grundkapital sich aus Aktien zusammensetzt. Sie ist eine privatrechtliche Vereinigung und wird meist abgekürzt AG genannt. Aus der heutigen Wirtschaftswelt sind Aktiengesellschaften nicht mehr wegzudenken, denn diese Unternehmensform ermöglicht es schnell durch Börsenhandel an neues Kapital zu kommen. Das ist besonders für Unternehmen interessant, die rasch wachsen wollen und viel Kapital benötigen.
Die Haftung ihrer Mitglieder, der Aktionäre, ist dabei beschränkt, es wird nur mit Gesellschaftsvermögen gehaftet. Das Unternehmen (zur Definition Unternehmen) ist auch unabhängig von seinen Eigentümern, denn sie besteht weiter, wenn diese wechseln. Sie ist somit langlebiger. Die Aktien einer Aktiengesellschaft sind meist übertragbar, jedoch ist es nicht zwingend notwendig, dass auch an der Börse gehandelt wird.
Vor- und Nachteile einer Aktiengesellschaft
Rechtsformen .html“>Wie alle Rechtsformen hat auch die Aktiengesellschaft nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile. Wenn an der Börse gehandelt wird, kann durch steigende Aktienpreise z. B. viel Geld eingenommen werden. Wenn die Aktienpreise fallen, kann dagegen viel Geld auf einmal verloren gehen. Eine kurze Übersicht der Vorteile und Nachteile von Aktiengesellschaften:
Vorteile:
- Keine private Haftung
- Aktien sind einfach übertragbar
- Aktionäre können anonym bleiben, weil sie nicht im Handelsregister eingetragen sind
- Erhöhte Unternehmenssicherung durch viele Teilhaber
- Gang an die Börse möglich
Nachteile:
- Mindestkapitel von 50.000 Euro ist notwendig
- Mindestens 3 Gründer sind notwendig
- Revisionsstelle muss gewählt werden
- Gesellschaftsrechtliche Regeln müssen eingehalten werden (Generalversammlung etc.)
- Komplizierte und aufwendige Gründung
Eine AG gründen
Um eine Aktiengesellschaft zu gründen, benötigen Sie neben dem Startkapitel und mindestens 3 Gründern, auch einen Notar. Dieser muss die Satzung der Aktiengesellschaft nämlich notariell beurkunden. Vor diesem Schritt spricht man von einer Vorgründergesellschaft nach der notariellen Beurkundung von einer Vor-AG. Erst nach der Eintragung in das Handelsregister (Handelsregister Definition) handelt es sich im rechtlichen Sinne um eine AG.
Im nächsten Schritt wird ein Aufsichtrat bestimmt, anschließend von diesem der Vorstand benannt. Wurde ein Bankkredit aufgenommen oder es gibt mehrere Aktionäre, sollten Sie an diesem Punkt auch über die Wahl einer Revisionsstelle nachdenken. Es folgt die Liberierung, d. h. eine Voll- oder Teileinzahlung von Kapital. Zu guter Letzt muss noch ein Gründungsbericht erstellt werden, der durch den Aufsichtsrat , den Vorstand und möglichst auch eine Drittpartei (z. B. Steuerberater) geprüft wird. Wir fassen noch einmal zusammen:
Die ersten Schritte
- Notarielle Beurkundung der Satzung
- Grundkapital Aktienkapital -erklaerung-aktiengesellschaft-grundkapital-aktionaere-_id31683.html“>(Grundkapital=Aktienkapital)
- Eintragung in das Handelsregister
- Einberufung von Aufsichtsrat und Vorstand
- Liberierung
- Gründungsbericht und Gründungsprüfung
Welche laufenden Kosten fallen an?
Nach der recht aufwendigen Gründung, für die Sie neben dem Notar am besten auch einen Anwalt zu Rate ziehen, ist die AG auch weiterhin mit einem relativ hohen Verwaltungsaufwand verbunden. Einmal pro Jahr muss z. B. eine Generalversammlung abgehalten werden und die Führung eines Handelsbuches ist ebenfalls Pflicht. Zudem müssen Steuern auf Ertrag und Kapital bezahlt werden, die Aktionäre zahlen außerdem Kapitalertragssteuer.
Fazit
Die Gründung einer Aktiengesellschaft lohnt sich vor allem dann, wenn schnell viel Kapital benötigt wird und Sie bereit sind, die hohen Kosten und den Verwaltungsaufwand zu tragen. Eine Börsennotierung trägt ihre Risiken, wirkt nach außen hin aber auch professionell und seriös.
Tipp: Existenzgründer können eine kleine AG gründen
Aktiengesellschaften lohnen sich aufgrund des hohen Aufwandes und des hohen Mindestkapitals eher für große Unternehmen und nicht für kleine Unternehmen oder gar Existenzgründer. Deshalb wurde 1994 durch einige Sonderregelungen die Möglichkeit eingeräumt, eine sogenannte kleine Aktiengesellschaft zu gründen.
Hierfür reicht ein einzelner Gründer, der dann gleichzeitig auch Vorstand wird. Es bestehen hinsichtlich Hauptversammlung, Jahresabschluss und Aufsichtsrat zahlreiche Erleichterungen. Dadurch ist die kleine AG auch für kleine und mittelständische Unternehmen eine Alternative zur GmbH.
Christian Weis
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