Connect with us

Hi, what are you looking for?

News

Ethik Society kritisiert zunehmende Eskalation bei Umweltprotesten – „Das ist gesellschaftsfeindlich“

Die Ethik Society und dessen Gründer Jürgen Linsenmaier kritisieren die zunehmende Gewalt bei Umwelt- und Nachhaltigkeitsprotesten. „Kritik an Umweltzerstörung und irreversiblen Eingriffen in die Natur ist legitim. Ebenso legitim ist massiver Protest, wenn er Kompromisse sucht und zum öffentlichen Diskurs und zur politischen Debatte beiträgt. Dabei dürfen auch mal Regeln gebrochen werden. Fridays for Future wäre nicht die Bewegung geworden, die sie heute ist, wenn sie sich nicht spektakulär inszeniert und über die Schulpflicht hinweggesetzt hätte. Krankenwagen blockieren, Menschenleben riskieren sowie Gewalt gegen Menschen und Eigentum sind jedoch keine Form des Protestes, sondern schlicht kriminell. Gewalt schadet der Sache der Nachhaltigkeit“, erklärt Jürgen Linsenmaier.

Dass Protestformen immer rücksichtsloser werden, müsse enden. Das gelte für Straßenblockaden in Berlin genauso wie für das Abseilen von Autobahnbrücken, schwebende Protestler im Fußballstadium und die Gefährdung im Rahmen von Großereignissen wie kürzlich bei der Tour de France. „Man darf sich nicht wundern, wenn dann der Nachhaltigkeitsbewegung der Hass der normalen Bevölkerung entgegenschlägt und Protestierende generell als realitätsferne Krawallmacher abgestempelt werden“, meint Linsenmaier. Man müsse auch als Umwelt-Aktivist dialogfähig bleiben mit der breiten Masse der Bevölkerung.

„Wer nachhaltig denkt und sich für Umweltschutz einsetzt, darf auch Sachbeschädigungen nicht verharmlosen.“ Im Gegenteil, es gelte zu bewahren und zu schützen und mit gutem Beispiel voranzugehen, Schließlich würden die meisten Dinge, die zerstört würden, unter Einsatz von CO2, Rohstoffen und natürlichen Ressourcen neu produziert. Linsenmaier bescheinigt an dieser Stelle vielen Protestlern eine gewisse Unlogik und letztlich eine Art Gesellschaftsfeindlichkeit. „In den Unternehmen gibt es Tausende guter Beispiele, Nachhaltigkeit in der Praxis zu leben. Deswegen sind weder Unternehmen noch Event-Veranstalter oder öffentliche Akteure ‚der Feind‘“, so Linsenmaier. Es gelte, das Engagement eines jeden zu würdigen, zu respektieren und zunächst einmal einen guten Willen zu unterstellen: auch der Politik, den Unternehmen und den vermeintlich Andersdenkenden.

„Gewalt ist kein Aktivismus“, macht Linsenmaier deutlich. Das demokratisch legitime Beteiligungsinstrumentarium sei breit genug, es brauche keine Gewalt, keine Blockaden und keine weitere Eskalation in der Protestbewegung. Stattdessen brauche es mehr Sachlichkeit, mehr Dialog und eine Anerkennungskultur. „Nachhaltigkeit geht nur zusammen, wenn die Menschen, Organisationen und Institutionen, Unternehmen und Aktivisten zusammenarbeiten. Die Transformation wird für alle eine massive Herausforderung und schmerzliche Einschnitte mit sich bringen. Umso mehr muss man zusammenrücken“, so Linsenmaier abschließend.

Bildquellen

  • Jürgen Linsenmaier: Ethik Society
Anzeige

Startups

Die digitale Plattform für Führungskräfteentwicklung gyde hat ihre erste Finanzierungsrunde mit einem Funding von 1,1 Millionen Euro abgeschlossen. Das Start-up wurde 2020 von den...

Startups

Das Lifestyle Food-Unternehmen FITTASTE befindet sich weiter auf Expansionskurs: bereits für die nahe Zukunft erwartet die Geschäftsführung Rekordumsätze.

IT IT

HR-Themen

Homeoffice, Remote Work und hybride Arbeitsmodelle sind die neue Normalität. Mitarbeiter beklagen jedoch viele ungelöste Probleme im Arbeitsalltag. Apogee, Europas größer Multi-Brand-Anbieter von Managed-Workplace-Services,...

Alexander Konovalov Alexander Konovalov

Unternehmen

Das chinesische E-Commerce-Portal Alibaba und Amazon liefern sich seit Jahren einen Wettstreit in der Frage, wer der größte Internetshop weltweit ist. Große Einigkeit gibt...

HR-Themen

Gute, qualifizierte Mitarbeiter gehören zum größten Kapital eines jeden Unternehmens. Entsprechend wichtig ist es für ein Unternehmen, gut ausgebildete Fachkräfte langfristig zu binden –...

Life & Balance

Der Weingenuss steht und fällt mit der richtigen Temperatur, besonders, wenn es um die Lagerung geht. Weinliebhaber setzen deshalb auf einen speziellen Weinkühlschrank, in...

Threema als sichere Alternative zu Whatsapp & Co.?

Threema Messenger

Viele Menschen nutzen die Kurznachrichtendienste Whatsapp oder Telegram zur Kommunikation. Allerdings gibt es inzwischen sichere und bessere Alternativen wie den Schweizer Messenger Threema auf dem Markt.

ZIM Förderung

ZIM Förderung

ZIM Förderung – Programm für mehr Innovation und Wachstum im Mittelstand

Weitere Beiträge

HR-Themen

Homeoffice, Remote Work und hybride Arbeitsmodelle sind die neue Normalität. Mitarbeiter beklagen jedoch viele ungelöste Probleme im Arbeitsalltag. Apogee, Europas größer Multi-Brand-Anbieter von Managed-Workplace-Services,...

Unternehmen

Das chinesische E-Commerce-Portal Alibaba und Amazon liefern sich seit Jahren einen Wettstreit in der Frage, wer der größte Internetshop weltweit ist. Große Einigkeit gibt...

HR-Themen

Gute, qualifizierte Mitarbeiter gehören zum größten Kapital eines jeden Unternehmens. Entsprechend wichtig ist es für ein Unternehmen, gut ausgebildete Fachkräfte langfristig zu binden –...

IT & Telekommunikation

In der heutigen Arbeitswelt ist die Cloud zu einem unverzichtbaren Werkzeug geworden. Doch wie hat sie sich in den letzten Jahren entwickelt und welche...

News

Die Investition in gewerbliche Immobilien gehört zu den lukrativsten Formen der Geldanlage – auch für Privatanleger. Ertragsstarke Immobilien bieten dabei einige Vorteile gegenüber Investitionen...

News

Maskenpflicht, Lock-Downs, Testnachweise – das scheint für viele in den Sommermonaten weit weg. Jedoch nicht für Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Er warnte jüngst: „Wir...

News

Die Erde verfügt nur über begrenzte Vorkommen an nicht regenerativen, fossilen Rohstoffen wie Öl, Gas oder Kohle. Das bedeutet, dass der Mensch Alternativen braucht,...

Startups

Vor 20 Jahren wurde Spreadshirt gegründet: Nicht wie Microsoft in einer Garage, sondern im Keller einer Leipziger Universität. Heute steht der im vergangenen Jahr...

Anzeige