News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
25. Juli 2022

Ethik Society kritisiert zunehmende Eskalation bei Umweltprotesten – „Das ist gesellschaftsfeindlich“

Die Ethik Society und dessen Gründer Jürgen Linsenmaier kritisieren die zunehmende Gewalt bei Umwelt- und Nachhaltigkeitsprotesten. „Kritik an Umweltzerstörung und irreversiblen Eingriffen in die Natur ist legitim. Ebenso legitim ist massiver Protest, wenn er Kompromisse sucht und zum öffentlichen Diskurs und zur politischen Debatte beiträgt. Dabei dürfen auch mal Regeln gebrochen werden. Fridays for Future wäre nicht die Bewegung geworden, die sie heute ist, wenn sie sich nicht spektakulär inszeniert und über die Schulpflicht hinweggesetzt hätte. Krankenwagen blockieren, Menschenleben riskieren sowie Gewalt gegen Menschen und Eigentum sind jedoch keine Form des Protestes, sondern schlicht kriminell. Gewalt schadet der Sache der Nachhaltigkeit“, erklärt Jürgen Linsenmaier.

Dass Protestformen immer rücksichtsloser werden, müsse enden. Das gelte für Straßenblockaden in Berlin genauso wie für das Abseilen von Autobahnbrücken, schwebende Protestler im Fußballstadium und die Gefährdung im Rahmen von Großereignissen wie kürzlich bei der Tour de France. „Man darf sich nicht wundern, wenn dann der Nachhaltigkeitsbewegung der Hass der normalen Bevölkerung entgegenschlägt und Protestierende generell als realitätsferne Krawallmacher abgestempelt werden“, meint Linsenmaier. Man müsse auch als Umwelt-Aktivist dialogfähig bleiben mit der breiten Masse der Bevölkerung.

Wer nachhaltig denkt und sich für Umweltschutz einsetzt, darf auch Sachbeschädigungen nicht verharmlosen.“ Im Gegenteil, es gelte zu bewahren und zu schützen und mit gutem Beispiel voranzugehen, Schließlich würden die meisten Dinge, die zerstört würden, unter Einsatz von CO2, Rohstoffen und natürlichen Ressourcen neu produziert. Linsenmaier bescheinigt an dieser Stelle vielen Protestlern eine gewisse Unlogik und letztlich eine Art Gesellschaftsfeindlichkeit. In den Unternehmen gibt es Tausende guter Beispiele, Nachhaltigkeit in der Praxis zu leben. Deswegen sind weder Unternehmen noch Event-Veranstalter oder öffentliche Akteure ‚der Feind‘“, so Linsenmaier. Es gelte, das Engagement eines jeden zu würdigen, zu respektieren und zunächst einmal einen guten Willen zu unterstellen: auch der Politik, den Unternehmen und den vermeintlich Andersdenkenden.

„Gewalt ist kein Aktivismus“, macht Linsenmaier deutlich. Das demokratisch legitime Beteiligungsinstrumentarium sei breit genug, es brauche keine Gewalt, keine Blockaden und keine weitere Eskalation in der Protestbewegung. Stattdessen brauche es mehr Sachlichkeit, mehr Dialog und eine Anerkennungskultur. „Nachhaltigkeit geht nur zusammen, wenn die Menschen, Organisationen und Institutionen, Unternehmen und Aktivisten zusammenarbeiten. Die Transformation wird für alle eine massive Herausforderung und schmerzliche Einschnitte mit sich bringen. Umso mehr muss man zusammenrücken“, so Linsenmaier abschließend.

Bildquellen:
    Teilen:
    Weitere Artikel
    Elektrosicherheit im Betrieb: Wie DGUV V3 und E-Check vor Ausfällen schützen
    Personal
    Elektrosicherheit im Betrieb: Wie DGUV V3 und E-Check vor Ausfällen schützen

    Ohne Strom steht der Betrieb still. Ob Server im Büro, Kassen im Verkauf oder Maschinen in der Halle die heutigen Arbeitsabläufe sind stark von elektrischen Geräten abhängig. Eine zuverlässige Stromversorgung ist die absolute Basis für produktives Arbeiten. Doch wo täglich Strom fließt, entstehen oft unsichtbare Gefahren. Ein kleiner Defekt an einem Kabel oder ein unbemerkter Kurzschluss kann weitreichende Folgen haben. Ein plötzlicher Ausfall legt nicht nur die Arbeit lahm, sondern verursacht oftmals auch finanzielle Schäden. Genau hier setzt die betriebliche Elektrosicherheit an. Sie ist keine lästige Pflichtaufgabe, sondern ein wichtiger Teil des unternehmerischen Risikomanagements. Wer mögliche Gefahrenquellen im Blick behält, sorgt für sichere Abläufe und stärkt die langfristige Stabilität des gesamten Betriebs.

    4 Min. LesezeitLesen
    Renditeobjekt Heizungskeller: Wie sich Wärmepumpe, Sanierung und Fördermittel wirtschaftlich auszahlen
    Verbraucher
    Renditeobjekt Heizungskeller: Wie sich Wärmepumpe, Sanierung und Fördermittel wirtschaftlich auszahlen

    Die Energieversorgung von Gebäuden rückt zunehmend in den Fokus wirtschaftlicher Überlegungen. Der Heizungskeller spielt dabei eine entscheidende Rolle für den langfristigen Werterhalt von Immobilien und Betriebsstätten. Steigende Energiekosten und veränderte gesetzliche Vorgaben machen eine vorausschauende Planung notwendig. Eine Heizungsmodernisierung ist heute kein reiner Kostenfaktor mehr. Vielmehr handelt es sich um eine strategische Investition in die wirtschaftliche Zukunft eines Gebäudes. Damit sich dieser Schritt auszahlt, ist eine genaue Kalkulation gefragt. Es gilt, die anfänglichen Ausgaben, den langfristigen Nutzen und die verfügbaren staatlichen Förderungen sorgfältig aufeinander abzustimmen.

    4 Min. LesezeitLesen
    Der reibungslose Standortwechsel: Ein Leitfaden für den Büroumzug ohne Betriebsunterbrechung
    Business
    Der reibungslose Standortwechsel: Ein Leitfaden für den Büroumzug ohne Betriebsunterbrechung

    Ein neues Büro ist für jedes Unternehmen ein wichtiger Schritt. Oft wächst das Team, es werden modernere Arbeitsflächen benötigt oder die internen Abläufe haben sich gewandelt. Ein solcher räumlicher Wechsel bringt stets frische Impulse für den Arbeitsalltag. Gleichzeitig gibt es dabei eine spürbare Herausforderung: Der normale Geschäftsbetrieb muss reibungslos weiterlaufen. Ein stillstehender Betrieb kostet Geld, verzögert laufende Projekte und beeinträchtigt den gewohnten Service für die Kundschaft. Die Erreichbarkeit muss zu jedem Zeitpunkt gesichert sein. Das Ziel ist es daher, den Umzug so zu gestalten, dass die tägliche Arbeit nicht unterbrochen wird. Das gelingt mit einer durchdachten Vorbereitung und einer klaren Struktur. Wer im Vorfeld die richtigen logistischen und organisatorischen Schritte plant, meistert den Wechsel an den neuen Standort sicher und entspannt, ohne dass das Kerngeschäft darunter leidet.

    5 Min. LesezeitLesen
    Zur Startseite