Influencer·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
15. Dezember 2022

Produkte für die Generation Z: Wie sich Influencer als Vorsteller und Tester einbinden lassen

Eine Vorstellung: Das ist die Gen Z

Die Boomer, die Generation X und die Millennials wurden inzwischen von der Generation Z abgelöst. Dabei handelt es sich um alle Menschen, die ungefähr zwischen 1998 und 2010 geboren wurden. Je nach Sprecher oder Autor schwanken die Jahreszahlen in der Definition. Doch meist sind die Jahrgänge zwischen dem Ende der 90er bis zum Ende der Nullerjahre gemeint. Darauf folgt übrigens die Generation Alpha mit den heutigen Kindern und Noch-nicht-Geborenen. Die sogenannten Alphas umfassen die Jahrgänge bis 2025.

Wer zur Generation Z gehört, ist wie in den anderen Generationen also eher schwammig definiert. Viel wichtiger als der Jahrgang ist, wie die einbezogenen Personen sozialisiert wurden. Daher sind bei diesem Begriff häufig nur Angehörige aus dem westlichen Kulturkreis gemeint, da die jungen Menschen in anderen Kulturen oft anders sozialisiert sind. Doch was macht die Sozialisation der heutigen Jugend aus? Im Vergleich zu ihren Vorgängern erhalten die Angehörigen der Gen Z (auch Zoomer oder Post-Millennials genannt) schon früh Zugang zu digitalen Medien und modernen Technologien wie Smartphones, Tablets und Konsolen.

Warum die Generation ausgerechnet Generation Z genannt wird, ist schwer zu erklären. Die Babyboomer erhielten diese Bezeichnung, weil sie besonders viele Kinder zur Welt gebracht haben. Der Name der Generation X beruht vermutlich auf dem Titel eines gleichnamigen Buches und sollte wohl eine Schlüsselrolle der damaligen Jugend verdeutlichen. Die Millennials werden auch als Generation Y bezeichnet, wobei das Y wie „Why?“ ausgesprochen wird. Die Millennials sind also dafür bekannt, alles zu hinterfragen. Auf X und Y folgt dem Alphabet zufolge das Z. Das könnte erklären, wieso die Zoomer so genannt werden.

Warum die Gen Z zurzeit so relevant ist

Anfang des Jahres 2023 sind die ältesten Zoomer ungefähr 25 und die jüngsten 13 Jahre alt. Zurzeit handelt es sich bei den Angehörigen der Generation Z also um diejenigen, die gerade mit den ersten eigenen Entscheidungen für sich anfangen oder langsam in die Berufswelt strömen. Mit 25 haben die meisten Menschen in Deutschland schon eine Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen und verdienen bereits ein gutes Gehalt. Die jüngsten Zoomer arbeiten noch nicht, doch sie erhalten in der Regel ein Taschengeld, mit dem sie sich Produkte kaufen können, die ihnen zusagen.

Die Generation Z ist zurzeit deswegen so relevant, weil sie wie die anderen Generationen eine große potenzielle Zielgruppe für zahlreiche Produkte darstellt. Da sich die Bedürfnisse der Gen Z von denen der älteren Menschen jedoch deutlich unterscheiden, müssen die Hersteller schon bei der Produktentwicklung an die Zoomer denken. Darüber hinaus ist es notwendig, die Waren auf eine besondere Art zu bewerben, damit die Jugendlichen und jungen Erwachsenen überhaupt auf sie aufmerksam werden. Wie bei jeder neuen Generation ist es auch bei dieser kompliziert, die Produkte zu vermarkten.

Diese Produkte interessieren die heutige Jugend

Was wollen die Zoomer eigentlich? Die Gen Z gilt vor allem als anspruchsvoll. Mit schlecht gemachten Produkten lässt sie sich kaum einfangen. Irgendetwas Besonderes sollte die Ware schon besitzen. Schlecht gemacht sollte hier übrigens nicht mit billig verwechselt werden: Unter den Zoomer finden sich ebenfalls Sparfüchse, die lieber mehr für wenig Geld einkaufen. Das zeigt die enorme Beliebtheit von Fast Fashion und Co. Dennoch ist ein erstaunlich großer Teil der Generation dazu bereit, für hochwertige Produkte mehr Geld auszugeben.

Dabei steht die Nachhaltigkeit in Form von umweltfreundlichen Produkten, klimaschonenden Transporten und die Fähigkeit zum Recycling oft hoch im Kurs. Selbst Verpackungsmaterialien wie Faltschachteln können diese Ansprüche erfüllen. Das lässt den allgemeinen Konsum in dieser Gruppe eher bedächtig wirken. Die jungen Menschen interessieren sich darüber hinaus für Gesundheitsthemen und stehen Technologien besonders aufgeschlossen gegenüber. Bisher gibt es schon zahlreiche Produkte, die in dieser Generation besonders gut ankommen. Neben hochmodernen Smartphones zählt dazu unter anderem Kleidung, die die Individualität unterstreicht. Wenn die Zoomer eines nicht sind, dann konform.

Was bei der Produktentwicklung und beim Marketing besonders zu beachten ist, könnte viele Hersteller freuen. Zwischen der Gen Z und den Millennials gibt es einige Überschneidungen, was die Kaufinteressen angeht. So interessieren sich auch die etwas Älteren für nachhaltige Produkte. Produzenten können sich dies zunutze machen, um den Absatzmarkt noch zu vergrößern.

So erreicht man die Gen Z am besten

Wer ein Produkt geschaffen hat, dass die Post-Millennials besonders interessiert, muss Wege finden, um die Zielgruppe zu erreichen. Dabei können sich Produzenten die Leidenschaft für Soziale Medien zunutze machen, die die Gen Z auszeichnet. Laut Statista nutzen rund 90 Prozent der Angehörigen Social Media mehrmals in der Woche und damit sieben Prozent häufiger als die Millennials und elf Prozent häufiger als die Boomer. Die beliebtesten Netzwerke der Zoomer sind:

  • Instagram
  • TikTok
  • Snapchat
  • YouTube

Facebook und Twitter sind also wie das klassische Fernsehen und das Radio eher bei den älteren Generationen verbreitet. Wer die Gen Z erreichen möchte, sollte sich daher vor allem auf diese vier sozialen Netzwerke konzentrieren. Die Plattformen erlauben es Unternehmen meist, Werbung gegen Gebühr zu schalten. Doch bei einfachen Anzeigen und klassischen Videospots sollte man es auf keinen Fall belassen.

Um die Zoomer mit ihrer wachsenden Kaufkraft zu locken, geht es hauptsächlich um neue Ideen. Nicht umsonst gilt die Generation als besonders technikaffin. Man spricht bei jungen Menschen, die im Zeitalter der digitalen Lösungen aufgewachsen sind, sogar von Digital Natives. Diese Eigenschaft sollte man gezielt ansprechen, zum Beispiel mit Influencern.

Wie Influencer der Gen Z Produkte schmackhaft machen

Das Wort Influencer kommt vom englischen Verb „to influence“, was so viel bedeutet wie beeinflussen, einwirken oder prägen. Ein Influencer ist demnach eine Person, die andere beeinflusst. In den meisten Fällen geht es um Kaufentscheidungen, doch das Influencen ist auch bei Meinungen gefragt. Alle möglichen Themengebiete sind denkbar: von Möbeln über Kleidung bis zu Technik. Moderne Influencer verfolgen die Tätigkeit zum Teil als Hauptberuf. Diese neue Berufsgruppe wirkt vor allem im digitalen Bereich, also im Internet. Sie ist auf den oben genannten Plattformen, die die Zoomer besonders häufig nutzen, sehr aktiv.

Unternehmen, die die Gen Z gezielt ansprechen möchten, können Influencer dazu nutzen, um die Aufmerksamkeit für ihre Produkte zu erhöhen. Influencer sind in der Regel offen für Kooperationen. Kommt es zu einem Vertrag, bewerben sie Produkte oder Dienstleistungen in ihren Kanälen. Das erfolgt hauptsächlich über selbst produzierte Texte, Bilder, Audios und Videos. Die Art und Weise wird häufig zwischen den Parteien abgesprochen. Es ist zum Beispiel möglich, dass der Influencer ein Unboxing-Video dreht. Er filmt sich dabei, wie er ein noch verpacktes Produkt öffnet und stellt es den Zuschauern ausführlich vor. Wer sich für solche Lösungen entscheidet, sollte beachten, dass auch das Verpackungsdesign über das Interesse der Zielgruppe entscheidet.

Bei allen Vorteilen gilt es, auch auf die Risiken zu achten. Influencer sind selbstverständlich auch ganz normale Personen mit Ecken und Kanten. Doch ein guter Ruf ist in dieser schnelllebigen Zeit leicht ruiniert. Nicht wenige Influencer mussten ihre Tätigkeit bereits aufgeben. Eine unpassende Meinungsäußerung im falschen Kontext kann dann auch den Ruf der Kooperationspartner beeinträchtigen. Andersherum lassen sich Influencer auch nicht auf jedes Unternehmen ein, das sie buchen möchte. Die beworbenen Produkte müssen zu der Person und ihrer Arbeit passen.

Teilen:
Weitere Artikel
Visuelle Flexibilität für aktive Unternehmer: Warum Monatskontaktlinsen so beliebt sind
Arbeitsleben
Visuelle Flexibilität für aktive Unternehmer: Warum Monatskontaktlinsen so beliebt sind

Moderne Unternehmer haben selten vorhersehbare Tage. Der Morgen beginnt vielleicht mit E-Mails in einem Café, gefolgt von Meetings in der ganzen Stadt, einer Trainingseinheit zwischendurch und späten Strategiegesprächen am Abend. In einem Lebensstil, der Anpassungsfähigkeit verlangt, muss auch die Sehkorrektur Schritt halten. Genau deshalb sind Monatskontaktlinsen für viele aktive Berufstätige zur bevorzugten Wahl geworden. Sie bieten ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Komfort, Leistung und Kosteneffizienz – ohne ständigen Austausch. Eine praktische Balance zwischen Komfort und Leistung Unternehmer schätzen Lösungen, die effizient und zugleich zuverlässig sind. Monatskontaktlinsen erfüllen genau diesen Anspruch. Im Gegensatz zu Tageslinsen, die jeden Abend ersetzt werden, sind Monatslinsen bei richtiger Pflege für eine Tragedauer von bis zu 30 Tagen ausgelegt. Dadurch entfällt das Mitführen zahlreicher Ersatzpackungen, während die Sehqualität konstant bleibt.

Lesen
Insolvenzwelle im Mittelstand? Ein Rechtsanwalt aus Dachau über die aktuelle Lage
Recht & Steuern
Insolvenzwelle im Mittelstand? Ein Rechtsanwalt aus Dachau über die aktuelle Lage

Wirtschaftliche Turbulenzen fordern den Mittelstand heraus Die deutsche Wirtschaft durchlebt turbulente Zeiten. Gestiegene Energiekosten, Lieferkettenprobleme und veränderte Marktbedingungen setzen mittelständische Unternehmen unter enormen Druck. Für eine rechtliche Einordnung haben wir mit Michael Seitz gesprochen, einem erfahrenen Rechtsanwalt in Dachau der Kanzlei Seitz. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Immer mehr Mittelständler kämpfen mit Liquiditätsengpässen. Gleichzeitig steigen die regulatorischen Anforderungen. Diese Gemengelage führt zu einer angespannten Situation, die ohne frühzeitige Gegenmaßnahmen existenzbedrohend werden kann. Unternehmen sehen sich gezwungen, ihre Geschäftsmodelle zu überdenken und Anpassungen vorzunehmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

5 Min. LesezeitLesen
Smart Glasses am Arbeitsplatz: Sind Ray-Ban Meta Smart Glasses das nächste Produktivitätstool?
Arbeitsleben
Smart Glasses am Arbeitsplatz: Sind Ray-Ban Meta Smart Glasses das nächste Produktivitätstool?

Der moderne Arbeitsplatz hat sich in den letzten zehn Jahren grundlegend verändert. Arbeitsplätze sind digitaler geworden, Meetings mobiler, Kommunikation permanenter. Zwischen E-Mails, Nachrichten, Anrufen und Kollaborationstools wird von Fachkräften erwartet, jederzeit erreichbar zu sein – ohne dabei den Fokus auf ihre eigentliche Aufgabe zu verlieren. Hier kommt Wearable-Technologie ins Spiel. Smart Glasses sind längst keine futuristischen Gadgets mehr, sondern entwickeln sich zu praktischen Werkzeugen für den Arbeitsalltag. Besonders viel Aufmerksamkeit erhalten derzeit die Ray-Ban Meta Smart Glasses, die klassisches Brillendesign mit integrierter digitaler Funktionalität verbinden. Doch können sie tatsächlich als Produktivitätstool im beruflichen Umfeld dienen? Ein genauerer Blick lohnt sich.

4 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite