News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
24. Juli 2022

Wie sich Apotheken vor Ort für das E-Rezept rüsten

In Apotheken kommt neuerdings das E-Rezept zum Einsatz. Dieses ist mittlerweile gesetzlich vorgeschrieben und ersetzt das klassische Rezept vollständig. Die Vorteile des E-Rezepts liegen deutlich auf der Hand. Die überwiegende Mehrheit der Patienten nutzt mittlerweile das Smartphone. Das E-Rezept ermöglicht eine komplett digitale Abwicklung und ist dabei noch praktischer als das klassische Rezept. Fehlerquellen werden vermieden und die Geschwindigkeiten, was die Verwaltung und das Backoffice angeht, zeigen sich deutlich erhöht.

Eine kurze Phase der Eingewöhnung für lang anhaltenden Erfolg

Natürlich bedeutet die Umstellung auf das E-Rezept eine Umgewöhnung, nicht nur für die Patienten, sondern auch für die Apotheken, die mitunter ihre Systeme grundlegend umstellen müssen. Allerdings bedeutet es in diesem Fall auch die Chance, etwa die interne Verwaltung zu modernisieren. Der Apotheker Christoph Bertram von Sanicare geht genauer darauf ein, wie sich Apotheken auf das E-Rezept einstellen, welche Vorteile dieses bietet und welcher Software sich bedient wird, um reibungslose Abläufe zu garantieren.

Der erfahrene Apotheker möchte dabei gleichzeitig betonen, dass das E-Rezept niemanden ausschließen möchte. Natürlich darf und kann es nicht die Voraussetzung sein, dass jeder über ein geeignetes Smartphone verfügt. Das stellt auch weiterhin kein Problem dar, schließlich funktioniert das Herzstück des Rezepts, der Code, auch dann, wenn er in ausgedruckter Form vorliegt. Das E-Rezept verhindert fortan, dass die Handschrift mancher Ärzte nicht mehr entziffert werden kann und selbst, wenn einmal ein bestimmtes Präparat nicht vorrätig sein sollte, finden sich dank der Schnittstelle zum Digitalen schnell die passenden Lösungen. Vielleicht gibt es zu Beginn das ein oder andere Problem, das die Bedienung und die Nutzung der benötigten Software angeht, doch derartiges regelt sich schnell und schon nach Monaten wird es aufgrund der deutlichen Vorteile keine weiteren Diskussionen mehr geben. Der Verbrauch an Papier wird deutlich reduziert und der Aufwand der Apotheken reduziert sich deutlich.

Nachhaltigkeitsziele, die jeden betreffen

Aktuelle Studien zeigen, dass etwa Managementgehälter nicht immer an Nachhaltigkeitsziele gebunden sind. Gerade deshalb sind Projekte, wie die vorgeschriebene Umstellung auf das E-Rezept für alle gesetzlich Versicherten, zu begrüßen. Nachhaltigkeit, das geht nur in der breiten Masse und wer sich die Zahlen der größten Branchen in Deutschland und weltweit ansieht, der erkennt, welche Rolle die Pharmaindustrie und damit die Apotheken spielen.

Die Digitalisierung in der Medizin ist bereits spürbar, doch noch immer muss viel getan werden, bevor sich die positiven Effekte spüren lassen. Natürlich wird den Patienten bei einer Umstellung etwas abverlangt, doch ist das im Verhältnis zu den zu erwartenden Erfolgen zu verschmerzen. Bei der voranschreitenden Digitalisierung kommt es dennoch darauf an, dass dadurch niemand von guter Medizin und einer nachhaltigen Versorgung ausgeschlossen wird. Gerade hinsichtlich des demografischen Wandels, der eine immer ältere Bevölkerung bedeutet, gilt es, darauf zu achten, dass die eingeschlagenen Wege auch von den Ältesten mitgegangen werden können. Gerade diejenigen, die am stärksten von guter Versorgung und der Medizin abhängig sind, müssen am Ende von der Modernisierung und der schrittweisen Umstellung profitieren. Gelingt das, dann stehen die Zeichen für die Branche und die flächendeckende Versorgung gut.

Teilen:
Weitere Artikel
Worauf Patienten heute bei der Wahl ihrer Zahnarztpraxis achten, ein Interview aus Murnau
Business
Worauf Patienten heute bei der Wahl ihrer Zahnarztpraxis achten, ein Interview aus Murnau

Eine gute Zahnarztpraxis in Murnau zeichnet sich heute durch moderne Technik, transparente Beratung, kurze Wege bei Zahnersatz und persönliche Betreuung aus. Die Wahl der richtigen Praxis ist längst mehr als eine Frage der Entfernung zum Wohnort. Wie sich dieser Anspruch im Alltag umsetzen lässt, zeigt ein Blick nach Oberbayern. In der beliebten Zahnarztpraxis in Murnau sprechen wir über Trends, Patientenerwartungen und die Frage, warum ein eigenes Dentallabor heute wieder ein Standortvorteil sein kann. Interview: Vom Routinetermin zum Vertrauensverhältnis – Moderne Zahnheilkunde in Murnau Die moderne Zahnmedizin hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Hightech-Verfahren, ganzheitliche Ansätze und der Wunsch nach mehr Transparenz prägen heute den Praxisalltag. Unsere Redaktion sprach mit Dr. Kai Uwe Lau, Dr. Martina Zeyer und Dr. Gero Böthig von der Zahnarztpraxis in Murnau am Staffelsee darüber, was eine zeitgemäße Patientenbetreuung auszeichnet, wie die Praxis der Zukunft aussieht und warum ein eigenes Labor ein echter Standortvorteil ist.

5 Min. LesezeitLesen
„Metall ist ehrliches Material" – Doris Wilhelm-Höfler im Interview über Handwerk, Verantwortung und drei Generationen Familienbetrieb
Business
„Metall ist ehrliches Material" – Doris Wilhelm-Höfler im Interview über Handwerk, Verantwortung und drei Generationen Familienbetrieb

Was hält einen Familienbetrieb über mehrere Generationen zusammen? Für Doris Wilhelm-Höfler, Chefin der seit 1946 bestehenden Wilhelm Bauschlosserei in München, sind es Kontinuität, Meisterqualität, Fleiß und der Mut zur Veränderung. Im Gespräch erklärt sie, warum Metallbau heute mehr ist als Schweißen und Schrauben, wie ein Meisterbetrieb in Feldkirchen bei München gegen Preisdruck besteht und was private wie gewerbliche Auftraggeber bei der Wahl ihres Metallbaubetriebs beachten sollten. Handwerk in der dritten Generation: Zwischen bewährter Qualität und neuen Kundenerwartungen business-on.de: Frau Wilhelm-Höfler, Ihr Betrieb existiert seit 1946. Was hält ein Familienunternehmen so lange am Leben?

4 Min. LesezeitLesen
Gerüstbau für Unternehmen: Worauf Betriebe bei Sanierungs- und Fassadenprojekten achten sollten
Business
Gerüstbau für Unternehmen: Worauf Betriebe bei Sanierungs- und Fassadenprojekten achten sollten

Ob Fassadensanierung, Dacherneuerung oder die Montage einer Photovoltaikanlage: Sobald Unternehmen an ihrer Gewerbeimmobilie arbeiten lassen, steht früh die Frage nach dem passenden Gerüst im Raum. Die Antwort auf die Frage, worauf Betriebe dabei achten sollten, lässt sich auf wenige Punkte bringen: ein sicheres, fachgerecht geprüftes Gerüst, einen erfahrenen Anbieter mit qualifiziertem Personal, eine individuelle Planung sowie eine verlässliche Abstimmung von Ablauf und Terminen. In der Praxis wird der Gerüstbau allerdings häufig als bloße Nebensache abgehakt mit spürbaren Folgen für Sicherheit, Zeitplan und Budget. Dabei bildet das Gerüst die Arbeitsgrundlage für nahezu alle nachfolgenden Gewerke. Warum Gerüstbau für Unternehmen mehr ist als eine Nebensache Für viele Betriebe ist der eigene Gebäudebestand ein Dauerprojekt: Fassaden müssen saniert, Dächer instand gehalten, technische Anlagen erweitert werden. Bei all diesen Vorhaben ist das Gerüst weit mehr als eine bloße Behelfskonstruktion aus Stahlrohr. Es ist die Plattform, auf der Dachdecker, Maler, Fassadenbauer oder Monteure über Wochen hinweg täglich arbeiten. Steht das Gerüst nicht rechtzeitig, ist es falsch dimensioniert oder unzureichend gesichert, gerät der gesamte Bauablauf ins Wanken: Gewerke warten, Termine kippen, Kosten steigen.

6 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite