Wirtschaft·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
14. Februar 2022

AMZSCALE: Wenn Gründervisionen zur Realität werden

Viele Jugendliche träumen davon, Musiker oder Influencer zu werden und damit viel Geld zu verdienen. Die Osnabrücker Maurice Glißmann und Daniel Vogler hatten anderes im Kopf. Maurice interessierte sich schon immer für die Themen Unternehmertum, Finanzen und Erfolg. Daniel ließ sich von den Menschen in den USA, die ihn vor allem durch ihre Offenheit für Unternehmertum begeisterten, inspirieren. Sein Ziel damals: Nie einen Job annehmen, sondern immer der eigene Chef sein.

Wenn zwei wie Glißmann und Vogler aufeinandertreffen, kann dies eigentlich nur in einer vielversprechenden Geschäftsidee münden.

Entwicklung & Skalierung von Brands für den Amazon Marketplace

Nachdem sich die beiden im Rahmen eines Business-Mastermind für Top-Amazon-Seller kennengelernt hatten, erfolgte kurzerhand die Gründung ihres bis heute sehr erfolgreichen Startups. Der Grundgedanke war ursprünglich, selbst Marken aufzubauen und zu skalieren, also nicht in Unternehmen zu investieren, sondern in selbst entwickelte Marken. Die beiden Gründer des seit 2016 bestehenden Start-ups aus Osnabrück entwickelten in einem weiteren Schritt mit ihrem heute 127 internationale Mitarbeiter umfassenden Team eine Plattform, auf der sie Entwickler und Produzenten beim Aufbau ihrer Marke und der Skalierung begleiten. Diese Begleitung beginnt auf Wunsch mit der Suche nach Lieferanten und erstreckt sich bis zum Marken-Launch bei Amazon.

Daniel Vogler sagt: „Das Wachstum ist seit Jahren gigantisch. Corona hat nur beschleunigt, was wir im E-Commerce schon seit Jahren beobachten“. Auch das Unternehmen hat sich weiterentwickelt. Inzwischen bietet es sozusagen „schlüsselfertige“ Amazon-Marken an. Dadurch haben auch Investoren ohne umfassende Branchenkenntnisse die Möglichkeit, am Boom im Bereich E-Commerce zu partizipieren. Mit dieser Dienstleistung lösen die beiden Gründer das auf ihrer Homepage gegebene Versprechen, denn dort ist zu lesen:

„Wir bauen und skalieren profitable Marken für Investoren. Lass uns die schwere Arbeit machen.“

Öffnung bzw. Demokratisierung des E-commerce Marktes für Privatanleger

Normalerweise haben nur Großinvestoren die Möglichkeit, in Unternehmen oder Marken zu investieren. Das sollte nach Auffassung von Co-Gründer Daniel Vogler anders sein. Daher können Investoren mit viel oder wenig Kapital neuerdings sogenanntes Working Capital zur Verfügung stellen. Dazu kaufen sie sich mit Hilfe von Security-Token Anteile an vielversprechenden Marken. Diese werden in Form digitaler, auf der Blockchain gespeicherter Genussscheine ausgegeben.

Mit AMZSCALE INVEST haben Maurice Glißmann und Daniel Vogler ein Instrument für Investitionen geschaffen. Für die Investoren wird die Beteiligung vereinfacht. Amazon-Marken können die Plattform nutzen, um unkompliziert Kapital für die Weiterentwicklung ihres Unternehmens einzusammeln. Durch das neue Modell gibt es keine langwierigen und oft nervenaufreibenden Verhandlungen und keine Termine beim Notar. Man erwirbt unkompliziert und direkt auf der Plattform die Beteiligung an der ausgewählten Marke.

Auf Wunsch übernimmt das Team für die Amazon-Marken die Verwaltung der Investoren, die Erstellung der notwendigen Investorenberichte, die Organisation von Gew. innausschüttungen sowie der Abstimmungen, an denen Investoren beteiligt sind.

Zukunftsvisionen und Wachstum

Die Öffnung des Marktes für Privatanleger soll nach dem Willen der Gründer aber noch nicht das Ende der Vision sein. Daher steht selbstredend der Ausbau der Plattform im Fokus. Für das Jahr 2022 ist geplant, mit einer wachsenden Zahl an existierenden Marken zusammenarbeiten. So wird diesen die Gelegenheit gegeben, mithilfe der zur Verfügung stehenden Plattform-Module, z. B. die Warenfinanzierung (Capital-as-a-Service) oder den Token-basierten Investment-Marktplatz sehr viel schneller zu wachsen.

Darüber hinaus sind für die nächsten Jahre strategische Akquisitionen geplant. Im Zuge dieser Planungen steht das Unternehmen mit Software-Tools und Dienstleistern im E-Commerce-Segment in Kontakt. So sollen die besten Lösungen gefunden werden, um das Ziel einer One-Stop-Solution-Plattform zu realisieren. Auch auf der Verkaufsseite wollen die beiden Gründer aktiv werden und selbst entwickelte Marken sowie Dienstleistungen an die großen Aggregatoren veräußern, etwa an Thrasio oder Seller X.

Fragt man die beiden Gründer nach ihrer wichtigsten Erkenntnis, dann lautet die Antwort: „Wir schaffen mit AMZSCALE genau die Lösungen, die wir gerne gehabt hätten, als wir vor vielen Jahren unsere ersten Brands aufgebaut haben.“ Die Anforderungen im Bereich E-Commerce werden sich weiter entwickeln und AMZSCALE wird daran arbeiten die jeweils adäquaten Lösungen dazu zu entwickeln.

Bildquellen:
    Teilen:
    Weitere Artikel
    Warum ein guter Passwort-Manager für Unternehmen unverzichtbar ist
    Business
    Warum ein guter Passwort-Manager für Unternehmen unverzichtbar ist

    Passwörter als unterschätztes Sicherheitsrisiko Digitale Konten und Anwendungen sind aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken. E-Mail-Postfächer, Cloud-Dienste, Onlineshops, Banking-Systeme und interne Plattformen erfordern meist eigene Zugangsdaten. Mit der wachsenden Zahl an Accounts steigt jedoch auch die Gefahr, dass Passwörter mehrfach verwendet, zu einfach gewählt oder unsicher abgelegt werden. Gerade für Unternehmen kann daraus ein erhebliches Sicherheitsrisiko entstehen. Wird ein Zugang kompromittiert, können nicht nur einzelne Konten betroffen sein. Unter Umständen erhalten Angreifer Zugriff auf sensible Unternehmensdaten, Kundendaten oder interne Systeme. Ein durchdachtes Passwort-Management sollte deshalb ein fester Bestandteil der IT-Sicherheitsstrategie sein.

    3 Min. LesezeitLesen
    Vertragsmanagement digitalisieren: Warum Unternehmen ihre Verträge neu denken sollten
    Business
    Vertragsmanagement digitalisieren: Warum Unternehmen ihre Verträge neu denken sollten

    Verträge gehören zum Fundament jedes Unternehmens. Sie regeln Geschäftsbeziehungen mit Kunden und Lieferanten, definieren Zahlungsbedingungen, Laufzeiten und Verantwortlichkeiten und können im Streitfall entscheidend sein. Trotzdem werden Verträge in vielen Unternehmen noch immer über verschiedene Ordner, E-Mail-Postfächer, Netzlaufwerke oder Tabellen verwaltet. Mit zunehmender Vertragsmenge wird dieses Vorgehen unübersichtlich und kann unnötige Risiken verursachen. Vom Dokumentenarchiv zum aktiven Vertragsmanagement Nach der Unterzeichnung beginnt für Unternehmen die laufende Vertragsverwaltung. Dazu gehören die Überwachung von Fristen, die Kontrolle vereinbarter Leistungen und die rechtzeitige Prüfung von Verlängerungen. Gerade automatische Vertragsverlängerungen können zum Problem werden, wenn Kündigungsfristen nicht rechtzeitig beachtet werden.

    4 Min. LesezeitLesen
    Interview mit REFINUM: Worauf es bei Stein-, Terrassen- und Parkettpflege ankommt
    Expertentalk
    Interview mit REFINUM: Worauf es bei Stein-, Terrassen- und Parkettpflege ankommt

    Ob Terrasse, Eingangsbereich oder Parkett im Büro: Oberflächen prägen den ersten Eindruck eines Hauses oder Unternehmens und werden im Alltag stärker beansprucht, als viele Eigentümer annehmen. Verschmutzungen, Bewuchs oder Kratzer lassen sich dabei nicht mit ein und derselben Methode behandeln was im schlechtesten Fall mehr schadet als nützt. Im Interview ordnet REFINUM, ein Betrieb für Oberflächenaufbereitung aus der Region München, ein, welche Fragen vor einer professionellen Aufbereitung geklärt werden sollten, worin sich Innen- und Außenflächen unterscheiden und wo die Grenzen pauschaler Reinigungsversprechen liegen. Material und Verschmutzung zusammen denken business-on.de: Warum lassen sich Naturstein, Terrazzo, fugenlose Flächen und Holz nicht mit derselben Methode reinigen?

    6 Min. LesezeitLesen
    Zur Startseite