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Die „K“ bleibt weltweit führend

Morgen startet mit der "K" die weltweit größte und wichtigste Messe für die Kunststoff- und Kautschukindustrie.

Das Erfreuliche zuerst: Die Messehallen sind ausgebucht, die Freifläche gut gefüllt, alle namhaften Aussteller vor Ort und „es sieht so aus, als wäre die K die erste Messe auf Prä-Covid-Standard“, fasste Messegeschäftsführer Erhard Wienkamp die Jubiläumsleistungsschau zusammen. 1952 erstmals an den Start, ist die Messe nun erwachsen geworden. Über 3.000 Aussteller aus 60 Ländern unterstreichen das Alleinstellungsmerkmal als Weltmesse Nr. 1 für Kunststoff und Kautschuk bis zum 26. Oktober.

Keine Frage. Kunststoff und Kautschuk sind elementare Bestandteile des modernen Lebens. Einzelne Produkte aufzuzählen, wäre Eulen nach Athen zu tragen. Deswegen stehen der Umgang mit ihnen und deren Produktion im Zentrum der Ausstellung. Oder wie Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Ausstellerbeirates, kurz zusammenfasste: „Rohstoff- und Energieverfügbarkeit, Kosten und Recycling.“

Freilich hat der Zeitenbruch die Kunststoff- und Kautschukindustrie ebenso wie andere Branchen getroffen. „In Europa und Deutschland brennt es“, meinte Reifenhäuser und verwies in diesem Zusammenhang auf die gestörte Zuverlässigkeit von Lieferketten und die Energie- und Rohstoffkosten, die „eine ernste Bedrohung für die Industrie“ darstellen. Dabei seien die Prognosen durchaus positiv. So rechne er in den Jahren von 2021 bis 2026 mit einem Branchenwachstum von 21 Prozent. In diesem Zusammenhang sieht Reifenhäuser die Bedeutung der K-Messe. „Sie hat größte und wichtigste Bedeutung für die Branche, weil in der Distanzzeit vorher kein Austausch möglich war.“ Nun könne in Düsseldorf eine „substanzielle Meinung“ gefunden werden „um über sinnvolle Investitionen zu sprechen.“

Keine Feierlaune

Auf die Euphorie Bremse trat Ingemar Bühler, Hauptgeschäftsführer PlasticsEurope Deutschland. „Die Stimmung ist alles andere als Feierlaune.“ Für Hochenergieproduktionsstätten seien die Kosten dramatisch gestiegen und die Situation werde schwierig. Kurzum: „Es sieht nicht rosig aus“, meinte er und befürchtet Einsparungen und eine verringerte Produktion. Dabei zeigte er sich zum Schluss doch kämpferisch: „Die Gaspreise und die Rohstoffkosten bestärken uns, um uns aus der Abhängigkeit zu lösen.“

Eine Erkenntnis verwundert dann doch, die Thorsten Kühmann, Geschäftsführer Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA, nonchalant zum Besten gab: „Wir müssen Kunststoffabfälle als Rohstoffquelle nutzen.“ Angesichts der Tatsache, dass die Kunststoffmesse ihren 70. Geburtstag feiert, eine überraschende Erkenntnis. Dabei soll die Digitalisierung helfen und zwar – auch angesichts des Fachkräftemangels – mit selbstoptimierenden Maschinen.

Wie Plastikmüll Herr werden?

Allerdings fehlte der Hinweis, wie der Plastikmüll zum Beispiel den Meeren entzogen und wieder in den Kreislauf gebracht werden könnte. Oder wie ein Kollege meinte, was wir im Oktober (Kunststoff-Messe) im Rhein versenken, fischen wir im Januar (boot, save the ocean) wieder aus dem Wasser.

Zweiter fehlender Hinweis: Dass Firmen aus dem Iran, derzeit nicht nur als Drohnenlieferant Putins angeprangert, in Düsseldorf willkommen werden, sollte zu einem zusätzlichen Gedankenaustausch führen.

Bildquellen

  • : Messe Düsseldorf / Constanze Tillmann
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