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Interview mit Stephen Markus: Was Manager und Spitzensportler verbindet

Stephen Markus

Die soeben erschienene Studie „It’s all about success“ des Online Research Instituts Marketagent hat Topmanager und Spitzensportler mit dem Rest der Bevölkerung verglichen und viele Gemeinsamkeiten entdeckt. Ob Manager auch die besseren Sportler sind, dazu befragte Susan Tuchel den Personaltrainer Stephen Markus, der seit 2020 das Fitnessstudio „Muskelyoga“ in Düsseldorf betreibt.

business-on: Erfolg ist (auch) Einstellungssache – so ein Ergebnis der Studie. Topmanager und Spitzensportler zeigten in der Befragung ähnliche Persönlichkeits- und Einstellungsmuster sowie eine sehr hohe intrinsische Motivation, um auf der Erfolgsleiter oben zu stehen. Sie unterstützen als Personal Trainer Manager und Führungskräfte bei ihrem Training. Wollen Manager auch beim Sport führend sein?

Stephen Markus: Sie bringen auf jeden Fall eine sehr hohe Leistungsbereitschaft mit. Immerhin betreiben 64 Prozent der Führungskräfte in Deutschland nach einer Studie der Max Grundig Klinik regelmäßig Sport. Dieser Wert nimmt auch bei älteren Managern nicht ab. Das sind die guten Nachrichten. Weniger gut ist, dass gerade diese Berufsgruppe oft sehr verbissen an das Thema Sport herangeht. Ich kenne Managerinnen und Manager, die sich morgens ins Auto setzen, in die Tiefgarage des Büros fahren, dort den ganzen Tag sitzen und abends dann geradezu verbissen trainieren, um „in shape“ zu bleiben, aber über Rücken-, Knie- oder Schulterschmerzen klagen.

business-on: Bis auf das verbissen klingt das doch ganz in Ordnung. Was stört Sie am Manager-Sport?

Stephen Markus: Nehmen wir z. B. Tennis, Squash oder Golf spielen. Das sind Sportarten, in denen nur bestimmte Muskelgruppen beansprucht werden. In unserem Alltag und in unseren täglichen Bewegungsabläufen sind wir meist auch einseitig unterwegs. Rechtshänder beanspruchen diese Seite stärker, das bedeutet auch, dass die Muskulatur dort stärker ausgeprägt ist. Dann geht es am Wochenende auf den Tennis- oder Golfplatz und wieder wird die rechte Seite mehr gefordert.

business-on: Zu welchen Konsequenzen führt das?

Stephen Markus: Es kommt zu Verspannungen und Schmerzen und weil Manager wie Manager denken, verstärken sie ihre sportlichen Anstrengungen, um die Schmerzen wieder loszuwerden, kommen aber immer weiter in einen Teufelskreislauf hinein, weil sie nicht erkennen, dass hier asymmetrisches Training gegen ihre Beschwerden hilft.

business-on: Und das funktioniert wie?

Stephen Markus: Beim Krafttraining, das wegen des altersbedingten Muskelabbaus im Laufe eines Sportlerlebens eine zunehmend größere Rolle spielen sollte, gönnt man der schwächeren Seite einfach einen Satz mehr. Auch asymmetrische Übungen wie Ausfallschritte, einarmige Zugbewegungen, asymmetrisches Rumpftraining und einarmiges Drücken sind sehr gut geeignet, um die beiden Körperhälften unterschiedlich zu fordern. Ich nenne dieses Trainingsprogramm „Bring dich aus dem Gleichgewicht“. Durch diese Trainingsform werden neue Impulse gesetzt, werden Sehnen, Bänder, Gelenke und die Muskulatur gestärkt und gleichzeitig wird die Körperwahrnehmung signifikant verbessert. Das geht am besten im Einzelcoaching, weil ich dann mit individuellen Kraft- und Ausdauerübungen sehr gezielt die muskulären Dysbalancen angehen kann. Mein Ziel ist es, für jeden Kunden einen Trainingsplan aufzustellen, den er ohne Probleme auch zuhause durchführen kann. Wer sich regelmäßig aus dem Gleichgewicht bringt, hat weniger Schmerzen und tut seinem Körper und seinem Geist sehr viel Gutes. Und das wirkt sich auch auf die Lebensqualität, die Platzreife auf dem Golfplatz und die Leistungsfähigkeit im Beruf aus.

Susan Tuchel

 

Susan Tuchel

Susan Tuchel, Journalistin, Autorin und PR-Beraterin in Düsseldorf, nimmt gesellschaftliche Trends, politische und wirtschaftliche Entwicklungen ins Visier.

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