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Jamin-Kolumne: Der Ostbahnhof als Rätselspiel

Auf einen Cappuccino: Die Jamin-Kolumne

Berlin Ostbahnhof

An manchen Bahnhöfen sieht man ja vor lauter Werbung die Beschilderungen zu den Bahnsteigen und Zügen nicht. Besonders extrem ist das im Ostbahnhof in Berlin.

Da finden im Moment sehr umfangreiche Bauarbeiten des Hallendachs statt. Das Problem: Manche Aufgänge und Aufzüge zu den Bahnsteigen sind komplett gesperrt. Der Weg zum Gleis wird zum Rätselspiel.

Richtigen Tunnel finden

Ein Beispiel findet sich am Bahnsteig 7. Hier bietet sich beispielsweise ein Zug zur Fahrt von Berlin Ostbahnhof nach Düsseldorf Hauptbahnhof an. Wenn man ihn denn rechtzeitig findet.

Wer allerdings im Westtunnel den Aufgang zum Bahnsteig 7 benutzen möchte, steht statt vor Stufen vor einer Bretterwand. Und vor einem irritierender Hinweis, dass man einen anderen Tunnel nehmen solle.

Im Navigator navigieren

Nun könnte man sich im DB-Navigator den richtigen Aufgang zeigen lassen. Dazu braucht man aber viel Zeit, um durch den Navigator zu navigieren. Eine direkte Wegbeschreibung gibt es an dieser Bretterwand nicht. Selbst wenn man dann zurück zum Hauptgang geht, erschließt sich dem Kunden der Weg zu einem möglichen Aufgang zum Bahnsteig 7 nicht.

Mit Glück stolpert man vielleicht über ein Hinweisschild am Fußboden, wenn gerade einmal keine Menschen darauf stehen oder gehen, oder man läuft gegen ein quer stehendes Hinweisschild mitten im Hauptgang. Die Angaben darauf ähneln allerdings mehr den Hieroglyphen einer Pyramide, denn einem Fußgänger-Leitsystem.

Das Problem geschildert

Ich habe einem Mitarbeiter der Bahninformation in der Haupthalle das Problem geschildert. Und ihn gebeten, meine Beschwerde doch an die zuständige Stelle weiterzuleiten.

Damit dieses Hindernis für zukünftige Bahnreisende doch beseitigt wird. Eine Lösung wäre ja schnell herzustellen, in dem man an der Bretterwand eine vernünftige Leitinformation anbringt.

Desinteresse im Gesicht

Aber ich bin sicher, dass nichts geschehen wird. Das Interesse des Bahnmitarbeiters an meinen Ausführungen war nicht sehr groß. Desinteresse erkennt man ja meist am Gesichtsausdruck eines Menschen – und daran, ob er sich vielleicht eine Notiz macht.

Auch konnte ich nach einer Woche, bei einer zweiten Reise nach Berlin, noch keine Änderungen feststellen. Vielleicht sollte die Bahn ihre Informationsmitarbeiter mal bei den Werbeagenturen in die Lehre schicken, die ihre Bahnhöfe mit Werbung zukleistern.

Bleiben Sie fröhlich. Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino…

Ihr Peter Jamin

 

Peter Jamin (© Michael Seelbach)

Peter Jamin arbeitet als Schriftsteller und Journalist. Er veröffentlichte – neben Kolumnen und Artikeln – mehr als 30 Bücher zu gesellschaftlich relevanten wie unterhaltsamen Themen. Darüber hinaus arbeitete er als Autor und Regisseur von Fernsehdokumentationen und -serien. Etliche Bücher schrieb er als Ghostwriter prominenter Zeitgenossen. Mit seinem Schwerpunktthema „Vermisst“ befasst er sich seit rund 30 Jahren; unterhält auch ein „Vermisstentelefon“ zur Beratung von Angehörigen Verschwundener. Ausgezeichnet wurde Jamins Arbeit u.a. mit dem „GdP-Stern“ der Gewerkschaft der Polizei „in besonderer Würdigung seiner herausragenden journalistischen Leistungen“. Infos zum Autor unter jamin.de.

Bildquellen

  • Peter Jamin: Michael Seelbach
  • Ostbahnhof_Berlin: Jamin
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