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Jamin-Kolumne: Guantánamo – Endlich schließen!

Auf einen Cappuccino: Die Jamin-Kolumne

Montage TAZ / Jamin

Der Bundestag hat sich am 27. Januar 2022 erstmals in einer halbstündigen Debatte mit einem Antrag der Fraktion Die Linke zum Gefangenenlager Guantánamo befasst. Die Linksfraktion fordert aus Anlass des zwanzigjährigen Bestehens des Gefangenenlagers, dass es umgehend geschlossen werden soll.

Der Antrag wurde im Anschluss zur weiteren Beratung in den Menschenrechtsausschuss überwiesen. Die Linke konnte sich mit ihrem Wunsch nach sofortiger Abstimmung nicht durchsetzen.

Antrag im Bundestag

Guantánamo sei demnach bis heute in Betrieb und Stätte für Menschenrechtsverletzungen, Ungerechtigkeit, fehlende Rechtsstaatlichkeit und die Aushöhlung des Völkerrechts, heißt es in dem Antrag der Linken-Fraktion. Dort werde das globale Menschenrechtssystem in Frage gestellt, indem Gesetze, internationale Grundsätze und Normen missachtet würden.

Aktuell würden in dem Lager weiterhin fast 40 Menschen unter Missachtung rechtsstaatlicher Prinzipien gefangen gehalten. Deshalb soll die von US-Präsident Joseph Biden angestrebte endgültige Schließung des Lagers begrüßt werden. Ob über die Vorlage direkt entschieden wird, oder ob diese zur weiteren Beratung in die Ausschüsse überwiesen wird, ist noch offen.

Story zu Guantánamo

Ich habe mich bereits 2006 in einer Kurzgeschichte mit dem Thema Guantánamo befasst. Die Story wurde in dem Buch „Feinschmecker + Zeitschmecker“ im Düsseldorfer Droste-Verlag veröffentlicht. Das Buch ist nur noch im modernen Antiquariat zu kaufen. Darum veröffentliche ich hier die Story komplett – einschließlich eines Rezepts, das zum Konzept des Buches gehörte.

Peter Jamin: Zwei Paare und ein G-Punkt

Es war im Frühjahr dieses Jahres, als ich für einige Tage nach Rom flog. Ich mag die Stadt wegen der jungen Frauen und der alten Gebäude und wegen der originellen Jazzclubs wie dem „Alexanderplatz“, die beides in sich vereinen, und ganz sicher auch wegen der schmackhaften, italienischen Küche.

In Trastevere, einst ein Arbeiter-, heute ein Amüsierviertel, kenne ich einige Lokale, in denen der Teller Spaghetti fünf Euro und der Liter Rotwein a la Casa nicht mehr kostet. Im „Augusto“, so heißt eines dieser Lokale am Piazza de` Renzi, verkehren nicht nur Touristen, sondern auch manche Einheimische, wenn sie abends Hunger auf eine kleine, saubere Mahlzeit und etwas Geselligkeit haben.

Junge Paare an Tischen

Bevor ich dort einkehre, besuche ich gern die „Bierreri Artu“. Das ist ein rustikal dekoriertes Lokal mit einem düsteren, offenen Kamin, dessen Holzfeuer den Raum bei feuchter Witterung im Frühjahr mit wohliger Wärme versorgt. Eine Wohltat, wenn der kalte Wind um das Kolosseum und die anderen historischen Bauwerke Roms streicht, als käme er geradewegs aus dem sibirischen Kühlschrank.

Auch gibt es in diesem Lokal am Abend kostenlos ein kleines Buffet mit Salaten und Leckereien wie mit Ziegenkäse gefüllten, kleinen Tomaten oder in Olivenöl und frischem Salbei eingelegte Pilze, wohl um den Verzehr von gar nicht so teuren, guten Cocktails und Rotweinen zu fördern. An den Tischen sitzen junge Paare, die sich lieb und noch nicht so lange das Leben gemeinsam geschultert haben, als dass die Enttäuschungen die gemeinsamen Hoffnungen unter sich schon begraben hätten.

Das Lächeln einer Frau

Bei meinem letzten Besuch saß ich an einem der kleinen, viereckigen Holztische mit Blick auf den Fernsehapparat, der – wie in vielen italienischen Kneipen und Bars – das wohl wichtigste Möbelstück darstellt. Selbst wenn gerade einmal kein bedeutendes Vorort-Fußballspiel übertragen wird, sorgt das Fernsehen für eine Geräuschkulisse. Spärlich bekleidete Samba-Tänzerinnen aus dem Straßenkarneval in Brasilien schaukelten an diesem Abend ihre Brüste und Hüften über den Bildschirm.

Doch ich verlor schnell das Interesse an ihnen, als sich zwei junge Frauen an dem Tisch unter dem Fernsehgerät nieder ließen. Nackte Körper können mit dem Charme und dem Lächeln und den fröhlichen Augen einer Frau nicht konkurrieren. Mir gefiel besonders die junge Frau mit dem roten Haar, die, wie ich später erfuhr, Mareike hieß. Die andere, Antje, besaß das hellblonde Haar, das vor allem von Italienern bevorzugt wird.

Knie gegen Oberschenkel

Die beiden Frauen, Holländerinnen, kamen zu meinem Bedauern schon bald mit zwei jungen Männern, Deutschen wie ich, ins Gespräch. Diese saßen am Nachbartisch, prosteten den Frauen mit ihre Chianti Classico zu und schoben dann Scherze über holländischen Käse, über rote Tulpen und schwere Hollandräder von Gazelle nach.

Auch wenn die recht plattdeutschen Avancen nicht wirklich auf ein begeistertes Echo stießen, so führten sie doch dazu, dass die Vier bald gemeinsam an einem Tisch saßen und die Männer sich anschickten, vertraulich zu werden. Etwa wie zufällig über die Hand Mareikes zu streicheln, ein Knie gegen ihren Oberschenkel zu drücken oder ihr tief in die Augen zu schauen.

Flirten mit Tempo

Ich beobachtete das mit Wehmut, denn ich hatte mich in Mareikes Lachen verliebt, das sie mir gelegentlich wie kleine Botschaften von Tisch zu Tisch schickte, als wollte sie mir sagen: Spiel. Mit. Mir.

Das hätte ich gerne getan, wenn sich nicht die Beziehung zwischen den beiden Deutschen und den Holländerinnen schneller entwickelt hätte, als das Spitzenfeld eines Fahrradrennens zur echten Form finden kann. Die jungen Männer waren Formel-Eins-Fahrer des Flirtens. Übertreibungen wie „Für sie hätte ich gern den Garten des Kolosseum gebaut“ wurden noch übertrumpft durch Erkenntnisse wie „Bei den römischen Miss-Wahlen hätte Caesar persönlich für sie gegen die Gladiatoren gekämpft“.

Kriegslist aus Liebe

Ich wollte schon aufgeben und ins „Augusto“ zum Essen wechseln, als ich mich erinnerte, dass ich am Morgen ein Zwei-Euro-Stück auf den Marmorboden des Trevi-Brunnen versenkt hatte, was ja nicht nur der Finanzkasse von Rom, sondern vor allem Liebenden Glück bringen soll.

Nun ist es ja glücklicherweise eine schöne Sitte im „Bierreri Artu“, den Gästen ein kaltes Buffet zu servieren. Ich legte nun meine Gänge zum Buffet so, dass ich immer hinter oder neben einem der Vier zu stehen kam. Während wir uns an den Speisen bedienten, wechselte ich mal mit den Holländerinnen, mal mit den Deutschen ein paar Worte. Geistreiche Kommentare, die insgeheim eine Liebeskriegslist waren.

Keine Gerichtsverhandlung

Ich verwickelte sie in kurze Gespräche über das Hochsicherheitsgefängnis der amerikanischen Militärs in der Guantánamo-Bucht auf Kuba, dieser unsäglichen Unrechtsschmiede, entsprungen amerikanischer Großmannssucht. Die Dialoge mit den Holländerinnen waren etwa folgender Art:

„Haben Sie schon von Guantánamo gehört?“

„Wieso?“

„Amnesty International hat gerade darauf hingewiesen, dass sich viele der über 500 Gefangenen mit Selbstmordgedanken tragen. Manche werden schon seit vier Jahren ohne Gerichtsverhandlung festgehalten.“

Die Dialoge mit den Deutschen verliefen so:

„Schmeckt Ihnen das gute römische Essen noch?“

„Wieso?“

„In Guantánamo werden Häftlinge zwangsernährt. 200 Gefangene verweigern die Nahrung. Die Militärs nennen so etwas ‚freiwilliges Fasten‘. Die Zwangsernährung heißt im offiziellen Militärjargon ‚innere Ernährung’. Schläge bezeichnen die Soldaten als ‚leichten, nicht gesundheitsschädlichen Kontakt’.“

Zurück an meinem Tisch tat ich so, als konzentrierte ich mich auf meine kleinen Speisen, belauschte aber insgeheim den Gesprächsverlauf am Nachbartisch. Das Wechselspiel der Worte drehte sich dort nicht mehr um die neue Mode der Dreiviertel langen Hosen für Mädchen oder die Gigabits der iPods. Sie sprachen nun über das Schicksal von Männern, die an Füßen und Händen gefesselt, in roten Drillich-Anzügen gekleidet hinter Gittern auf einem Stück Niemandsland der Insel Kuba eingesperrt sind. Oft Jahrelang. Ohne Privatsphäre. Ohne Rechtsbeistand. Ohne Gerichtsverhandlung.

Wer regiert Guantánamo?

Ich selbst hatte zu Guantánamo schon vor längerer Zeit eine Theorie entwickelt, die inzwischen auch einige Völkerrechtler beschäftigte. Die Regierung der USA hatte ja wiederholt bestätigt, dass für sie die Verfassung der Vereinigten Staaten wie auch eine zivile Gerichtsbarkeit in der Guantánamo Bay nicht gilt. Mit welcher Staatsform haben wir es aber auf Guantánamo Bay zu tun, fragte ich? Es handelt sich bei diesem Teil der Erde offensichtlich um einen rechtsfreien Raum, ein staatliches „Niemandsland“. Aber da hier eine Regierung herrscht, nämlich die der USA, und Militärrichtlinien ähnlich Gesetzen gelten und das Land von Menschen bewohnt wird, muss es sich hier ja um eine Art Staat handeln.

„Möglicherweise herrscht hier also eine Militärdiktatur“, sagte ich zu Mareike, als sie wieder einmal neben mir stand und sich ein Tellerchen mit Mai-Krabben-Salat füllte. Sie sah mich zwar ein wenig irritiert von der Seite an, aber ich spürte, dass sie von meinem Engagement gegen das Unrecht beeindruckt war.

Bush: Demokrat und Diktator

„In der Guantánamo Bucht gilt nach Auskunft der amerikanischen Regierung nur Militärrecht, und die Regierung dieses Staatsgebildes wurde von dessen Bewohnern, nämlich Strafgefangenen und ihren Bewachern, nicht in einem demokratischen Verfahren gewählt“, fuhr ich fort, „auch werden hier Menschen gefoltert, von Angehörigen und Rechtsbeistand jahrelang isoliert, jahrelang ohne Gerichtsverhandlung eingesperrt und ihrer demokratische Rechte beraubt.

Das sind die Kriterien, die eine Diktatur auszeichnen, und so bleibt die Frage zu klären, wer die Diktatoren sind? Die Militärs oder die Mitglieder der amerikanischen Regierung, die letztlich in der Guantánamo Bay das Sagen haben? Ist Georg Bush, der amerikanische Präsident, womöglich sowohl Demokrat wie Diktator in Personalunion?“

Erotische Ziele im Blick

Ich erwartete von der Diskussion am Nachbartisch zu diesem Thema keine bedeutenden Erkenntnisse. Vielmehr hoffte ich, dass mich jeder Satz, der über Guantánamo gewechselt wurde, meinen egoistisch-erotischen Zielen näher bringen würde. Diese Taktik firmiert in meinem Repertoire der Liebeslisten unter der Bezeichnung „G-Punkt“.

Ich weiß, manche stellen sich darunter etwas anderes vor als ich. Aber da kaum jemand weiß, was wirklich unter einem G-Punkt zu verstehen ist und erst recht kaum jemand die Stelle kennt, wo dieser G-Punkt ganz genau liegt, habe ich die populäre Bezeichnung für meine Kriegslist reserviert.

G-Punkt namens Guantánamo

Mein G-Punkt befindet sich auf Kuba – Guantánamo. An ihm scheiden sich die Geister. Die Guten – aus meiner Sicht – sind gegen Guantánamo, und die Bösen sind dafür. Wenn vier Menschen zusammen sind, also etwa zwei Holländerinnen und zwei Deutsche, gibt es meistens zwei Meinungen. Ich musste also nur die Diskussion um Guantánamo mit ein paar markanten Hinweisen anheizen, so dachte ich, und Mareike mit den richtigen Einflüsterungen auf meine Seite ziehen.

Meine Taktik hatte Erfolg. Aus dem Liebesgeplänkel der ersten Verbrüderungsphase entwickelte sich am Nachbartisch ein Kriegsschauplatz. Meine Holländerin, Mareike, deren Landsleute ohnehin den Ruf haben, toleranter als die Deutschen zu sein, äußerte sich von Buffet-Gang zu Buffet-Gang kritischer über das Tun der Amerikaner. Etwa so:

Eine gesetzestreue Zone

Mareike: „In der jüngeren Geschichte moderner Rechtsstaaten gibt es kein vergleichbares Verhalten einer Regierung. Rechtsanwälte nennen das Strafgefangenenlager inzwischen ‚Amerikas gesetzesfreie Zone’.“

Michael: „Der amerikanische Verteidigungsminister bezeichnet die Terroristen aber als die ‚Schlimmsten der Schlimmen’. Da hat er recht.“

Mareike: „Warum haben sie die Terroristen dann nicht vor ordentliche Gerichte in den USA gestellt und wegen ihrer kriminellen Handlungen verurteilt?“

Antje: „Terrorismus ist mit rechtsstaatlichen Mitteln eben schwer nachzuweisen.“

Guantánamo: Kerkerhaft

Sven: „Das rechtfertigt aber nicht eine jahrelange Kerkerhaft ohne vorherige Verurteilung.“

Mareike: „Sogar hohe amerikanische Gerichte haben Guantánamo als rechtswidrig verurteilt.“

Michael: „Die westliche Welt führt einen Krieg gegen den Terror, sage ich. Die Amerikaner verteidigen unsere Freiheit.“

Wann immer sich in diesen Auseinandersetzungen eine Annäherung oder gar eine Versöhnung anbahnte, nutzte ich wieder einen Gang zum Buffet, um die Diskussion konträr voranzutreiben. Etwa mit Hinweisen wie diesem: „Brutale Verhörpraktiken, die bis zur Folter reichen, nennt man in Guantánamo ‚verbesserte Vernehmungsmethoden’.“

Populistische Farce

Schlauer hätte eine Diskussion über Guantánamo auch im Bundestag nicht geführt werden können, zumal, wenn man bedenkt, dass Politiker dort vieles nicht sagen, was sie wissen oder denken, um dem amerikanischen Freund nicht weh zu tun.

Zum Höhepunkt der Diskussion bezeichnete Mareike dank meiner Einflüsterungen am Buffet sogar das Engagement der UN-Menschenrechtskommission für eine Abschaffung von Guantánamo als einen Rohrkrepierer und Bundeskanzlerin Merkels Hinweis, das Lager bald zu schließen, als scheinheilige, populistische Farce. Sie sah mich dabei so warm an, dass ich versucht war, zu ihr hinüber zu gehen, sie an die Hand zu nehmen und mit ihr in die Katakomben von Rom zu fliehen.

Leidenschaft trotz Guantánamo

Im Verwirrspiel meiner Gefühle gefangen, war mir jedoch entgangen, dass sich zwar die gewünschten zwei Meinungen gebildet, aber gleichzeitig die Nationen gespaltet und zwei Paare gebildet hatten. Ein sanfter Souffleur wie ich konnte da nicht gewinnen. Die Leidenschaft einer hitzigen Diskussion fördert mehr die Liebe als es zärtliche Blicke aus der Distanz vermögen. Auch hatte ich nicht bedacht, dass sowohl Gute wie Böse dazu neigen, sich mit Gleichgesinnten zu vereinen.

Auf dem absoluten Höhepunkt des Diskurses sprangen Sven und Mareike wie auf Kommando und empört von ihren Stühlen auf, zogen sich wütend die Mäntel über und verließen das Lokal.

Ich war von dieser Entwicklung so überrascht, dass ich nicht reagierte. Auch nicht, als Mareike, die für mich durch ihre Wildheit nur noch schöner und begehrenswerter geworden war, den Kopf noch einmal durch die Pendeltür streckte und rief: „Wenn Ihr die Weltherrschaft der Amis wollt, dann lasst sie so weiter machen.“

Kein Triumph der Gefühle

Daraufhin sprangen auch Antje und Michael von ihren Sitzen auf, warfen ein paar Geldscheine für die Zeche auf den Tisch und rauschten durch die Tür ab in die kalte Frühlingsnacht.

Ich sah den beiden Paaren durch die Fensterscheibe nach. Sie eilten eng umschlungen in entgegengesetzte Richtungen fort. Ich blieb allein zurück am Ort des Tribunals, das eigentlich mit einem Triumph der Gefühle für mich und Mareike enden sollte.

Rezept: 

Pici con ragù / Handgemachte Spaghetti mit Fleischsauce

 

Zutaten für die Nudeln für zehn Personen: ca. 800g Mehl, 1 Ei, 2 El Olivenöl, 1 Tl Salz, 1 L lauwarmes Wasser, etwas Öl, Maisgrieß

Zutaten für die Sauce: 2 kleine Zwiebeln, 3 Knoblauchzehen, 2 kleine Mohren, 1 Bund glatte Petersilie, 5 El Olivenöl, 500g Hackfleisch (gemischt Kalb, Rind, Schwein), 2 Dosen geschälte Tomaten (à 420g), 4 El Tomatenmark, 2 Gläser Rotwein, 2 Lorbeerblatt, Handvoll Salbei, Salz, Pfeffer, Oregano, Parmesan zum reiben

Zubereitung: Das Mehl in eine weite Rührschüssel häufen, in die Mitte einen Krater drücken, dort hinein die übrige Zutaten geben -jedoch nur einen kleinen Schuss Wasser. Zunächst mit dem Rührlöffel mischen, dabei so viel Wasser zufügen, wie nötig scheint. Schließlich mit den Händen energisch durchkneten – der Teig sollte fest, aber elastisch sein.

Den Teig zu einer Kugel formen, mit Öl einpinseln und eine Viertelstunde zugedeckt ruhen lassen. Zum Pici-Formen schmale Teigstreifen abschneiden, mit der Handfläche flach rollen, dabei mit der linken Hand ziehen, so dass rund gerollte, aber dünne Nudeln daraus werden. Die fertige Pici mit Maisgrieß bestreuen, damit sie nicht zusammenkleben bleiben. Pici in Salzwasser nicht zu weich kochen.

Das Würzgemüse sein fein hacken und in einem weiten flachen Topf im heißen öl andünsten. Das Hackfleisch zufügen und unter Rühren krümelig braten. Tomaten samt Saft zufügen, Rotwein, Lorbeerblatt und Salbei. Mit Salz, Pfeffer und Oregano nach Geschmack würzen.

Ohne Deckel leise köcheln lassen – mindestens eine Stunde, je länger umso besser. Falls zu viel Flüssigkeit verkochen sollte, immer wieder einen Schuss Wasser, Wein oder Brühe angießen. Zum Pici mit reichlich Parmesan servieren.

Bleiben Sie fröhlich. Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino…

Ihr Peter Jamin

 

Peter Jamin (© Michael Seelbach)

Peter Jamin arbeitet als Schriftsteller und Journalist. Er veröffentlichte – neben Kolumnen und Artikeln – mehr als 30 Bücher zu gesellschaftlich relevanten wie unterhaltsamen Themen. Darüber hinaus arbeitete er als Autor und Regisseur von Fernsehdokumentationen und -serien. Etliche Bücher schrieb er als Ghostwriter prominenter Zeitgenossen. Mit seinem Schwerpunktthema „Vermisst“ befasst er sich seit rund 30 Jahren; unterhält auch ein „Vermisstentelefon“ zur Beratung von Angehörigen Verschwundener. Ausgezeichnet wurde Jamins Arbeit u.a. mit dem „GdP-Stern“ der Gewerkschaft der Polizei „in besonderer Würdigung seiner herausragenden journalistischen Leistungen“. Infos zum Autor unter jamin.de.

Bildquellen

  • Peter Jamin: Michael Seelbach
  • Guantanamo: TAZ / Jamin
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