Connect with us

Hi, what are you looking for?

Aktuell

Jamin-Kolumne: Ohne den Bombenhagel der Alliierten auf deutsche Städte lebten wir in einem Hitler-Staat

Auf einen Cappuccino: Die Jamin-Kolumne

©Jüdische Gemeinde Düsseldorf / Collage Peter Jamin

Wir alle kennen diese Fakten: Da wurde berichtet, dass Israel Hunderte Angriffe gegen die Hamas in Gaza geführt habe. 8.000 Raketen schoss wiederum die Hamas in Richtung Israel. Ausgelöst wurde der Krieg durch ein Massaker an mehr als 1.200 meist israelischen Zivilisten und der Entführung von mehr als 240 Geiseln.

Die Terroristen der Hamas verstecken sich seitdem mit ihren Raketen und anderen Waffen und Munition nicht nur in einem weitverzweigten Tunnelnetz im Gazastreifen. Sie suchen bevorzugt auch Schutz unter oder neben Krankenhäusern, Schulen oder anderen Orten, wo sich zivile Palästinenser aufhalten.

Hamas: eine feige Mörderbande

Wir wissen auch, dass viele Tausende Palästinenser im Gazastreifen selbst Geiseln der Terroristen sind. Die Hamas benutzt die eigenen Bürger als Schutzschild vor den Angriffen der Israelis.

Das ist besonders hinterhältig. Diese feige Mörderbande hat nicht einmal den Mut, zu ihren Taten zu stehen. Sie verstecken sich hinter Kindern und Jugendlichen, hinter Alten und Kranken.

Viele Palästinenser schuld

Wobei man in diesem Zusammenhang auch beachten muss, dass rund 30 Prozent der Palästinenser die Terror-Organisation Hamas 2007 als ihre Regierung gewählt haben. Eine Partei wie die Fatah geriet so auf der politischen Bühne der Palästinenser ins Abseits.

Insofern ist also ein Drittel der Palästinenser natürlich nicht unschuldig daran, dass ihre „Regierung“ jetzt von Israel mit härtesten Maßnahmen verfolgt wird und ihre Häuser in Schutt und Asche gelegt werden. Sie haben ihnen die mörderische Macht auch durch ihre Wahl verliehen.

Hamas gleicht den Nazis

Ich betone das ausdrücklich, weil die Hamas und die Nazis eins gemeinsam haben: Sie nahmen und nehmen auch den unschuldigen, guten Teil des eigenen Volkes in Geiselhaft. Und weil ich daran erinnern möchte, was Deutschland im Zweiten Weltkrieg erlebt hat.

Natürlich waren nicht alle Deutschen eingefleischte, stramme Nazis. Aber der überwiegende Teil des Volkes gehörte entweder zur Wehrmacht, stand im Dienst des Nazi-Staats oder gehörte zu den Parteikadern der Nationalsozialisten. Viele Deutsche waren darüber hinaus Mitläufer oder insgeheim Gegner der Nazis.

Auch gute Deutsche starben

Viele Deutsche leisteten auch schon in Friedenszeiten, als Auflehnung gegen Hitler und seiner Mörderbande noch möglich gewesen wäre, keinen Widerstand.

Sie marschierten vielmehr mehr und mehr im Gleichschritt mit der SA. Und viele gute Deutsche wurden – wie insgesamt mehr als sechs Millionen Juden – von den Nationalsozialisten ermordet.

Keine Palästinenser schonen

In diesen Tagen fordern nun viele Politiker und andere Meinungsführer in der Welt die Israelis auf, die Palästinenser im Gaza zu schonen. Doch die israelische Regierung hat gar keine andere Wahl, als den Krieg gegen die Hamas weiterzuführen.

Ein Waffenstillstand etwa würde der Terrororganisation und den hinter ihr und ihren Zielen stehenden Hunderttausenden Palästinensern (von rund 2 Millionen) Kraft geben, weiterhin schwere Angriffe gegen Israel zu führen. Das Ziel der Hamas-Kerntruppe von rund 50.000 Kämpfern ist unwidersprochen die totale Vernichtung Israels.

Hamas will totalen Krieg

„Wollt ihr den totalen Krieg?“, hat Joseph Goebbels einst die Deutschen unter großem Jubel gefragt. Die Hamas hat für einen totalen Krieg gegen Israel Hunderttausende Anhänger unter den Palästinensern gefunden. Sie kündigt den totalen Krieg, die totale Vernichtung Israels, seit vielen Jahren an. Und unter diesen Umständen soll Israel seine Waffen schweigen lassen?

Im Zweiten Weltkrieg haben die alliierten Truppen mit großem Aufwand und vielen eigenen Opfern die deutschen Städte bombardiert. Sie haben eine breite Kriegsfront gegen die Wehrmacht aufgebaut. Erst durch gewaltige Kriegshandlungen, die unter der deutschen Zivilbevölkerung großes Leid anrichteten, wurde Deutschland besiegt. Deshalb leben wir heute nicht in einem Hitler-Staat.

25.000 Tote in Dresden

Insgesamt wurden im Zweiten Weltkrieg im Nazireich Deutschland mehr als eine Million Zivilisten getötet. Allein der Einsatz von Bomben durch die Alliierten kostete im Zweiten Weltkrieg vom 1. September 1939 bis zum 8. Mai 1945 geschätzt 600.000 deutschen Zivilisten das Leben. Einen großen Teil der Bombenlast trugen die nördlich und westlich gelegenen Städte in der Bundesrepublik.

Allein in Dresden wurden in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 rund 25.000 Menschen bei Fliegerangriffen getötet.  In Hamburg starben dabei rund 48.600 Menschen. Rund 6.000 Zivilisten verloren im Zweiten Weltkrieg in Düsseldorf bei Fliegerangriffen ihr Leben.

Viele Tote sind mitschuldig

Die meisten Deutschen – abgesehen vermutlich von den AfD-Höcke-Fans – sind den alliierten Streitkräften sicherlich heute dankbar, dass sie das Land von der Diktatur der Nazis befreit haben. Ich denke, dass die Welt morgen den Israelis dankbar sein wird, dass sie diesen Krieg gegen die Hamas mit großer Kraft geführt haben.

Auch wenn Tausende Palästinenser – Hamas-Anhänger*innen wie unschuldige palästinensische Mitbürger*innen – diesen Angriffen zum Opfer fallen werden. Ja, die Welt bedauert den Tod der Unschuldigen, die Israelis auch und auch ich bedauere die vielen unschuldigen Opfer – vor allem den Tod und das Leid der Kinder und Jugendlichen.

Tote Hamas-Anhänger*innen

Aber unter den toten Frauen, Männern und Alten sind 30 Prozent Hamas-Anhänger, die ihre Mitmenschen in diese Situation gebracht haben. Und es sind darunter auch viele Mörder, die 50.000 Hamas-Kämpfer*innen, die – allen Göttern von Mohammed bis Jesus Christus sei Dank – jetzt sterben werden.

Ja, der Krieg ist schrecklich. Ein blutiges Geschäft. In jedem Krieg sterben Unschuldige. Das bedaure ich genauso wie viele andere Millionen Menschen auf der Welt. Aber das Böse, der Terrorismus, muss ausgerottet werden. Viele gute Menschen sind für einen Frieden in Deutschland während der Nazi-Zeit gestorben.

Sterben für den Frieden

Viele gute Palästinenser werden noch für einen Frieden in Nahost sterben. So wie viele gute Israelis im Kampf gegen die Hamas-Mörderbande noch getötet werden. Israel führt heute nicht nur einen Krieg für sein eigenes Land. Die israelischen Truppen kämpfen an ihren Grenzen auch gegen einen internationalen Terrorismus.

Der hat immer wieder auch in Europa und anderen Orten der Welt zugeschlagen und blutige Schlachtfelder hinterlassen. Etwa in Berlin oder Paris. Und er bedroht weiterhin die zivilisierte Welt. Die Terrororganisationen nennen sich u.a. Islamischer Staat, Hamas, Boko Haram, Taliban, Al-Quaida oder Hisbollah.

Islamistischen Terror zerschlagen

Wir müssen ehrlich sein: Jetzt besteht eine große Chance, zumindest einen Teil des internationalen islamistischen Terrors erfolgreich zu bekämpfen. Dazu bedarf es der geschlossenen Solidarität des Westens. Es ist darum gut, dass die deutsche Bundesregierung endlich die Hamas und nahestehende Organisationen in Deutschland verboten hat.

Palästinenser, die in deutschen Städten wie Düsseldorf oder Berlin mit Sympathien für die Hamas demonstrieren, müssen gestoppt werden. Deutsches Geld darf nicht mehr in den Kassen der Hamas oder anderer Terrororganisationen fließen.

Nicht den Mördern glauben

Terrorismus ist – neben der Großmachtsucht und Kriegslust von Staaten wie Russland – eine große Gefahr für den Frieden in der Welt. Wir sollten Israel dankbar sein, dass der kleine Staat, der nicht einmal ein Achtel der Bevölkerung der Bundesrepublik hat, jetzt so entschieden gegen den Terror im Nachbarland kämpft.

Ja, viele Palästinenser können uns leidtun, sollten unsere Anteilnahme haben. Aber wir sollten davon absehen, die Informationen der Hamas zu zivilen Opfern oder Raketen-Einschlägen auf Gaza in den Medien zu veröffentlichen. Mörder töten – Mörder lügen. Den Statistiken der Hamas und ihrer Verbündeten darf man nicht trauen.

Lügen der Nazis gehört

Wir Deutsche können auch dabei hervorragend mitreden. Die Lügen der Nazis haben unsere Eltern aus den Volksempfängern gehört und geglaubt. Propaganda hieß das gestern, Fake News heißt das heute.

Wir, die Nachkriegsgenerationen, sind dankbar, dass uns die Alliierten Kräfte – Amerikaner, Engländer, Russen und viele andere Nationen – vom Nazijoch befreit haben.

Viele Gute werden sterben

Wer in Freiheit und Frieden leben möchte, muss Opfer bringen. Eine Million gute Deutsche (oder vielleicht auch mehr) sind dafür während des Nationalsozialismus gestorben.

Viele Tausende gute Palästinenser werden noch dafür sterben. Und viele gute israelische Soldaten und Zivilisten werden zu Tode kommen. Um sie trauer’ ich schon heute …

PS: Ich habe HIER FÜR ISRAEL GESPENDET und diese PETITION AN BUNDESKANZLER OLAF SCHOLZ mit unterschrieben. Erstunterzeichner sind: ● Jüdische Studierendenunion Deutschland● Junges Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft● freier Zusammenschluss von student*innenschaften e.V.● Junge Liberale e.V.● Grüne Jugend Bundesverband● Junge Union Deutschlands● Jusos● Ring Christlich-Demokratischer Studenten● Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen●Juso-Hochschulgruppen● Verband Jüdischer Studierender Hessen● Bund Jüdischer Studierender Baden e.V.●Jüdische Allianz Mitteldeutschland● Jüdische Studierendenunion Württemberg● Verband Jüdischer Studenten in Bayern e.V.● Jüdischer Studierendenverband NRW e.V.● Verband Jüdischer Studierender Nord e.V.● Jüdischer Studierendenverband Rheinland-Pfalz und Saarland

Bleiben Sie fröhlich. Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino …

Ihr Peter Jamin

Bildquelle: ©Jüdische Gemeinde Düsseldorf / Collage Peter Jamin

 

Peter Jamin (© Michael Seelbach)

Peter Jamin arbeitet als Schriftsteller und Journalist. Er veröffentlichte – neben Kolumnen und Artikeln – mehr als 30 Bücher zu gesellschaftlich relevanten wie unterhaltsamen Themen. Darüber hinaus arbeitete er als Autor und Regisseur von Fernsehdokumentationen und -serien. Etliche Bücher schrieb er als Ghostwriter prominenter Zeitgenossen. Mit seinem Schwerpunktthema „Vermisst“ befasst er sich seit rund 30 Jahren; unterhält auch ein „Vermisstentelefon“ zur Beratung von Angehörigen Verschwundener. Ausgezeichnet wurde Jamins Arbeit u.a. mit dem „GdP-Stern“ der Gewerkschaft der Polizei „in besonderer Würdigung seiner herausragenden journalistischen Leistungen“. Infos zum Autor unter jamin.de.

Bildquellen

  • Peter Jamin: Michael Seelbach
  • Spende Israel ©Jüdische Gemeinde Düsseldorf: ©Jüdische Gemeinde Düsseldorf / Collage Peter Jamin
Werbung

Lokale Wirtschaft

Ja, meinte Ulrich Spaan, er könne sich das schon vorstellen, dass eine KI als Berater (oder in) Shopping Queen im gleichnamigen Format beim TV-Sender...

Aktuell

Wie verbringt ein Schauspieler seinen Tag? Das wollten Josephine Lensing und Giulia Fischer für ihr Filmprojekt bei der Jungen Filmwerkstatt Düsseldorf dokumentieren. „Ich interessierte...

Aktuell

Die Landeshauptstadt Düsseldorf startet mit der Provinzial Versicherung ein neues „Smart Park & Ride“-Angebot in Düsseldorf Wersten. Im Parkhaus der Provinzial können Pendler nach...

Aktuell

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten NGG rät Gastronomie-Beschäftigten in Düsseldorf zu einem genauen Blick auf ihre Jahreslohnabrechnung. „Jeder sollte einmal prüfen, ob er im vergangenen Jahr...

Aktuell

Es war der politischste Rosenmontag seit Jahren. Dass Wagenbauer Jacques Tilly seine Häme und Gedanken der Welt- und Lokalpolitik als Narrenspiegel vorhält, nun denn,...

Weitere Beiträge

Aktuell

Verhandlungssache – die Kolumne von Verhandlungsprofi Ivan Bigiordi

Werbung