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NRW-Statistik: Einzelhandel gewinnt, Gastgewerbe verliert dramatisch

Die Umsätze im nordrhein-westfälischen Einzelhandel lagen im Dezember 2020 real, also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, um 1,9 Prozent höher als im Dezember 2019. Im Gastgewerbe lagen die Umsätze im gleichen Zeitraum hingegen um 68,7 Prozent niedriger. Die Zahlen wurden vom Statistischen Landesamt IT.NRW ermittelt.

Überdurchschnittliche Verluste bei Modehändlern

Wie das Amt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, stiegen die Umsätze im Einzelhandel nominal um 3,1 Prozent. Die höchsten Umsatzsteigerungen gegenüber Dezember 2019 verbuchten der Versand- und Internet-Einzelhandel (+36,8 Prozent) sowie der Einzelhandel mit Fahrrädern, Fahrradteilen und -zubehör (+31,5 Prozent). Überdurchschnittliche Umsatzsteigerungen wurden auch im Einzelhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten (+24,5 Prozent) sowie im Einzelhandel mit Metallwaren, Anstrichmitteln, Bau- und Heimwerkerbedarf (+16,6 Prozent) verzeichnet. Dagegen mussten sowohl der Einzelhandel mit Bekleidung (−38,9 Prozent) als auch der Einzelhandel an Verkaufsständen und auf Märkten (−34,2 Prozent) überdurchschnittlich hohe Umsatzeinbußen hinnehmen.

Für das Gesamtjahr 2020 ermittelten die Statistiker für den NRW-Einzelhandel eine reale Umsatzsteigerung von 4,0 Prozent; nominal stiegen die Umsätze gegenüber dem Jahr 2019 um 5,2 Prozent. Die Beschäftigtenzahl im Einzelhandel stieg im Dezember 2020 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 0,7 Prozent (Vollzeitbeschäftigte: unverändert; Teilzeitbeschäftigte: +1,1 Prozent). Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl stieg im Jahr 2020 um 0,2 Prozent, wobei sich die Zahl der Vollzeitbeschäftigten um 0,7 Prozent verringerte und die der Teilzeitbeschäftigten um 0,8 Prozent erhöhte.

NRW-Gastgewerbe: Umsätze sanken im Dezember um fast 70 Prozent

Der Lockdown sorgt für dramatische Umsatzeinbußen im NRW-Gastgewerbe © Andrea Damm / pixelio.de

Die Umsätze im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe lagen im Dezember 2020 real um 68,7 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Nominal sanken die Umsätze um 67,1 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat (November 2020) verringerte sich der Umsatz um 10,5 Prozent. Die Beschäftigtenzahl im Gastgewerbe lag im Dezember um 25,0 Prozent unter dem Ergebnis von Dezember 2019. Einen überdurchschnittlichen Beschäftigtenrückgang gab es mit −50,3 Prozent im Bereich der ausschankgeprägten Gastronomie.

In der Beherbergung war der Umsatz im Dezember real um 83,4 Prozent niedriger ein Jahr zuvor. Im Vergleich zu November 2020 verringerte sich der Umsatz um 21,3 Prozent. Die Gastronomieunternehmen verbuchten um 63,6 Prozent niedrigere Umsätze als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum Vormonat sank der Umsatz um 8,7 Prozent.

Im von der Pandemie besonders betroffenen Hotelgewerbe lag der Umsatz im Dezember 2020 real um 85,3 Prozent niedriger als vor einem Jahr; im Vergleich zu November 2020 sank der Umsatz um 23,9 Prozent. Auch in der ausschankgeprägten Gastronomie verringerte sich der Umsatz (−84,5 Prozent gegenüber 2019; −27,7 Prozent gegenüber dem Vormonat). Alle Wirtschaftszweige des Gastgewerbes wiesen auch im Dezember 2020 eine negative Umsatzentwicklung auf. Die Rückgänge nähern sich dem Niveau der Verluste von April 2020 mehr und mehr an.

Für das Gesamtjahr 2020 ermittelten die Statistiker für das nordrhein-westfälische Gastgewerbe ein reales Umsatzminus von 40,2 Prozent gegenüber dem Jahr 2019; nominal sanken die Umsätze um 37,9 Prozent.

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