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Nebenjob Nikolaus - was man wissen sollte

Es ist wieder soweit –Studenten, Rentner und Saisonarbeiter verwandeln sich im Dezember in mehr oder weniger glaubhafte Nikolaus-, Weihnachtsmann- und Christkind-Darsteller. Was es über den Klassiker unter den Studentenjobs zu wissen gibt, sagen ARAG Experten.

Arbeitsvermittlungen bieten Jobs an

Viele Arbeitsagenturen bieten zur Advent- und Weihnachtszeit eine Nikolaus- und Weihnachtsmannvermittlung an. Die Vermittlung beginnt meist im November. In einigen Universitätsstädten ist auch das Studentenwerk eine Anlaufstelle, so zum Beispiel in Berlin, wo im letzten Jahr alleine mehr als 5.000 Buchungen vermittelt wurden. Die Vermittler nehmen neben den Anfragen von Familien auch Einsätze bei Firmenfeiern oder in Krankenhäusern entgegen. Außerdem betreuen sie Bewerber, die den Job machen möchten.

Casting für den Nikolaus?

Einen guten Draht zu Kindern brauchen die Nikoläuse, Weihnachtsmänner und Christkinder auf jeden Fall. Darüber hinaus müssen sie vertrauenswürdig sein; dann werden sie mit Kostüm und gegebenenfalls falschem Bart ausgestattet. Viele Vermittlungen haben mittlerweile einen kleinen Theaterfundus. Darsteller sollten außerdem gut deutsch sprechen und einige Weihnachtslieder im Repertoire haben. Auch müssen sie sich gut in die Situation in den jeweiligen Familien einfühlen können. Damit das alles gelingt, machen einige Vermittlungsstellen ein Casting und schulen Darsteller in einem Workshop.

Was ist für den Nikolaus finanziell drin?

Aus den finanziellen Dingen hält sich die Arbeitsagentur heraus. Was zwischen Auftraggeber und Bewerber vereinbart wird, ist deren Sache. Die Höhe der Gage oder wie der Auftritt bei der Bescherung im Detail ablaufen soll, besprechen die Beteiligten also im Vorfeld. In der Regel liegt der Verdienst aber zwischen 30 und 50 Euro pro Auftritt. Beim Berliner Studentenwerk zum Beispiel verdienten Weihnachtsmänner im vergangenen Jahr für einen Auftrag nach Abzug der Vermittlungsgebühr rund 26 Euro. 300 bis 400 Euro kann man Heiligabend durchaus nach Hause bringen; das ist für Studenten doch ein ordentlicher Verdienst.

Auch der Nikolaus sollte gut versichert sein

Wer einen Job als Nikolaus oder Weihnachtsmann annimmt, sollte sich vorher Gedanken über seinen Versicherungsschutz machen. Denn gerade in der kalten Jahreszeit ist es schnell passiert: Schwer bepackt mit einem Sack voller Geschenke rutscht der Nikolausdarsteller auf dem Weg zu seinem Auftritt im Schnee aus und verletzt sich dabei. Auf den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung kann der Darsteller dann nicht bauen. (Pflicht-)Versichert sind dort nämlich nur Tätigkeiten im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses. Nikolausjob fällt sicherlich nicht darunter!

(Esther Brandt)


 


 

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