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Henkel steigert Gewinn trotz schwächelnder Kosmetiksparte

Der Düsseldorfer Henkel-Konzern hat im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von rund 20,1 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem organischen Umsatzwachstum von 7,8 Prozent gegenüber 2020. Besonders positiv wirkten sich die deutliche Nachfragebelebung im Industrie- und Friseurgeschäft aus. Im Konsumgütergeschäft hat sich 2021 die Nachfrage in vielen Kategorien im Vergleich zum Vorjahr 2020 zunehmend normalisiert. Vor allem Hygiene- und Reinigungsprodukte sowie Haarcolorationen waren 2020 besonders stark nachgefragt, während sich der Absatz von Styling-Produkten schwächer entwickelte. Zugleich belasteten im Geschäftsjahr 2021 die erheblich gestiegenen Rohstoff- und Logistikpreise sowie Währungseinflüsse die Profitabilität. Dank deutlich gestiegener Absatzmengen, umgesetzter Preiserhöhungen, eines aktiven Kostenmanagements sowie der laufenden Anpassung der Strukturen konnten die Auswirkungen auf das Ergebnis allerdings mehr als ausgeglichen werden. Das bereinigte Ergebnis stieg um 4,2 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Die bereinigte Umsatzrendite lag mit einem Wert von 13,4 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres und das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie erhöhte sich auf 4,56 Euro. Das entspricht einem deutlichen Anstieg um 9,2 Prozent bei konstanten Wechselkursen.

„Wir haben im Geschäftsjahr 2021 insgesamt eine gute Geschäftsentwicklung verzeichnet und die Umsetzung unserer strategischen Agenda in allen Bereichen konsequent vorangetrieben – trotz eines sehr schwierigen Geschäftsumfelds mit zum Teil massiven Störungen der globalen Lieferketten, Knappheit von wichtigen Rohstoffen sowie insgesamt außerordentlich stark steigenden Preisen“, so Carsten Knobel, Vorstandsvorsitzender von Henkel.

Carsten Knobel, Vorstandsvorsitzender der Henkel AG

Auf Basis dieser Ergebnisse schlägt Henkel den Aktionär:innen bei der anstehenden Hauptversammlung eine stabile Dividende von 1,85 Euro je Vorzugsaktie und 1,83 Euro je Stammaktie vor. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 40,5 Prozent, die somit leicht oberhalb der angestrebten Bandbreite von 30 bis 40 Prozent des bereinigten Jahresüberschusses liegt. Damit hat das Unternehmen seit Beginn der COVID-19-Pandemie eine stabile Dividende gezahlt.

Zudem hat Henkel Ende Januar 2022 ein Aktienrückkauf-Programm in einem Gesamtwert von bis zu 1 Milliarde Euro angekündigt und im Februar bereits die Umsetzung gestartet. Henkel plant, Vorzugsaktien in einem Gesamtwert von bis zu 800 Millionen Euro und Stammaktien in einem Gesamtwert von bis zu 200 Millionen Euro zurückzukaufen. Das Programm soll bis spätestens 31. März 2023 durchgeführt werden.

Neuer Unternehmensbereich „Henkel Consumer Brands“

„Wir arbeiten konsequent an der Umsetzung unserer strategischen Agenda. In vielen Bereichen haben wir sehr gute Fortschritte gemacht. In anderen Bereichen sehen wir noch weiteren Handlungsbedarf. Daher heben wir unsere Agenda für ganzheitliches Wachstum nun auf die nächste Stufe: Ende Januar haben wir bekanntgegeben, die Bereiche Laundry & Home Care und Beauty Care in einen neuen Unternehmensbereich ‚Henkel Consumer Brands‘ zusammenzuführen. Damit schaffen wir eine Multikategorie-Plattform mit insgesamt rund 10 Milliarden Euro Umsatz. Sie bietet ein breiteres Fundament, um unser Portfolio noch konsequenter zu optimieren und auf ein höheres Wachstums- und Margenprofil zu bringen. Das zeigt sich auch in unserer mittel- bis langfristigen finanziellen Ambition“, so Carsten Knobel. „Zudem setzen wir mit unserem neuen Venture-Fonds II mit einem Volumen von 150 Millionen Euro sowie unseren neuen Nachhaltigkeitszielen 2030+ wichtige Impulse in den Bereichen Innovation und Nachhaltigkeit. Und der neue Auftritt für unsere Unternehmensmarke bekräftigt mit seiner Offenheit und Dynamik unseren Purpose.“

Entwicklung der Unternehmensbereiche im Geschäftsjahr 2021

Der Umsatz des Unternehmensbereichs Adhesive Technologies stieg im Geschäftsjahr 2021 nominal um 11,0 Prozent und erreichte 9.641 Millionen Euro. Organisch erhöhte sich der Umsatz um 13,4 Prozent. Das bereinigte betriebliche Ergebnis lag mit 1.561 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahresniveau (1.320 Millionen Euro). Die bereinigte Umsatzrendite stieg um 100 Basispunkte und erreichte 16,2 Prozent. Hier wirkte sich insbesondere das prozentual zweistellige Umsatzwachstum positiv aus.

Der Umsatz des Unternehmensbereichs Beauty Care ging im Geschäftsjahr 2021 nominal um -2,0 Prozent zurück und erreichte 3.678 Millionen Euro. Organisch legte der Umsatz um 1,4 Prozent zu. Dabei machten sich unterschiedliche Entwicklungen bemerkbar. Während sich die deutliche Erholung des Friseurgeschäfts positiv auswirkte, war das Konsumentengeschäft insbesondere von einer Normalisierung der Nachfrage in der Kategorie Körperpflege beeinträchtigt und verzeichnete eine rückläufige Entwicklung. Das bereinigte betriebliche Ergebnis erreichte 351 Millionen Euro (Vorjahr: 377 Millionen Euro). Die bereinigte Umsatzrendite wies mit 9,5 Prozent (Vorjahr: 10,0 Prozent) eine rückläufige Entwicklung auf. Dies ging unter anderem auf höhere Investitionen in Marketing und Werbung sowie deutlich gestiegene Rohstoffpreise zurück.

Der Umsatz des Unternehmensbereichs Laundry & Home Care sank im Geschäftsjahr 2021 nominal um -1,5 Prozent und erreichte 6.605 Millionen Euro. Organisch stieg der Umsatz um 3,9 Prozent. Das bereinigte betriebliche Ergebnis lag mit 904 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau (1.004 Millionen Euro). Die bereinigte Umsatzrendite ging um 130 Basispunkte auf 13,7 Prozent zurück, maßgeblich getrieben durch die Auswirkungen erheblich gestiegener Rohstoff- und Logistikpreise.

Ausblick 2022

Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2022, der bereits Ende Januar veröffentlicht wurde, bleibt unverändert. Das Unternehmen erwartet unter Berücksichtigung einer hohen Marktunsicherheit und -volatilität sowie der Auswirkungen nochmals erheblich steigender Rohstoff- und Logistikkosten ein organisches Umsatzwachstum in der Bandbreite von 2 bis 4 Prozent, und eine bereinigte Umsatzrendite (EBIT-Marge) zwischen 11,5 und 13,5 Prozent.

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