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Region Düsseldorf und Mettmann

Interesse an Unternehmensgründungen ist ungebrochen

Anders als in großen Teilen des Bundesgebiets ist das Interesse an Unternehmensgründungen Gründungsinteresse in Düsseldorf und Mettmann nahezu ungebrochen. Die IHK Düsseldorf schreib diesen Umstand der starken wirtschaftlichen Situation der Region zu.

„Für den IHK-Bezirk Düsseldorf gehen wir von zunehmenden Gründungszahlen aus. Denn da gibt es einerseits die Gruppe derjenigen, die schon länger mit dem Gedanken spielt, ein eigenes Unternehmen aufzubauen und einen Jobverlust fürchtet. Andere hingegen sehen ohnehin optimistischer in die Zukunft und lassen sich auch durch die Corona-Pandemie nicht davon abhalten, ihren Traum von der Selbstständigkeit zu verwirklichen“, so Mathias Meinke, Gründungsexperte der IHK Düsseldorf, mit Blick auf den soeben veröffentlichten Gründerreport des Deutschen Industrie- und Handelskammertages DIHK.

Denn anders als in großen Teilen des Bundesgebiets sei das Gründungsinteresse in der Region Düsseldorf/Kreis Mettmann nahezu ungebrochen. Das zeige nicht zuletzt die Zahl der IHK-Existenzgründungsberatungen, die Ende September 2020 exakt auf Vorjahresniveau gelegen habe. Nahezu vollständig ausgebucht seien ebenfalls die seit Mai wieder angebotenen IHK-Gründungsseminare. Einzig die Anträge auf einzelne Fördermittel hätten im laufenden Jahr abgenommen. So beantragten Gründerinnen und Gründer rund 50 Prozent weniger Zuschüsse für die Inanspruchnahme einer externen Unternehmensberatung. Außerdem hätten sich Beratungen zum Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit um ein Drittel reduziert. Daraus könnte man auch einen zeitweisen Rückgang des Gründungsgeschehens ableiten, aber: „Die gleichbleibend hohe Zahl an Existenzgründungsberatungen legt nahe, dass hier nicht alles ‚aufgehoben‘, sondern vieles nur ‚aufgeschoben‘ wird“, so Meinke.

Bundesweit sieht es hingegen anders aus. Laut DIHK-Gründungsreport 2020 bremsten der durch Corona ausgelöste Nachfrageeinbruch und die wirtschaftliche Unsicherheit Unternehmensgründungen aus. Basis des Gründungsreports sind die Zahlen der Industrie- und Handelskammern (IHKs) aus der Beratung von Existenzgründerinnen und -gründern in Deutschland. Mehr als die Hälfte der IHKs rechnet danach mit weniger beziehungsweise deutlich weniger Unternehmensgründungen. 41 Prozent erwarten, dass das Gründungsgeschehen etwa auf gleichem Niveau bleibt und nur acht Prozent rechnen mit mehr, vier Prozent sogar mit deutlich mehr Gründungen. „Diese nahezu konträre Entwicklung ist einerseits der starken wirtschaftlichen Situation im Bezirk der IHK Düsseldorf zuzuschreiben. Andererseits verdeutlicht sie den echten Gründergeist und Optimismus vieler Existenzgründerinnen und -gründer. Denn jede Krise bietet nicht nur Risiken, sondern auch Chancen. So können die Änderung des Geschäftsmodells oder die Anpassung des Leistungsangebots dazu führen, gestärkt aus der Krise hervorzugehen“, so Meinke abschließend.

(Redaktion)


 


 

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