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Aurubis und Codelco wollen nachhaltigere Kupferindustrie aufbauen

Die Unternehmen haben ein umfangreiches Kooperationsabkommen für mehr Metalle aus verantwortungsvoller Produktion abgeschlossen. Der Fokus liegt auf Umweltschutz, Gesundheit und Innovationen abgeschlossen.

Abkommen zur Zusammenarbeit für eine nachhaltigere Kupferwertschöpfungskette: (von links) Aurubis-CEO Roland Harings und Codelco-CEO Rubén Alvarado. Foto: Aurubis AG

Aurubis, Multimetall-Hersteller und Kupferrecycler, und der chilenische Bergbaukonzern Codelco, weltweit größter Kupferproduzent, haben am 12. Februar 2024 in Santiago de Chile ein umfassendes Kooperationsabkommen unterzeichnet. Ihr gemeinsames Ziel laut Aurubis-Pressemitteilung ist es, „im Einklang mit den Bedürfnissen von Umwelt und Mensch entlang der Lieferkette die Produktion von Kupfer, dem Metall der Energiewende sowie weiteren Elementen weiter zu verbessern”.

Bereits Anfang 2023 hatten Codelco und Aurubis anlässlich der Erneuerung der deutsch-chilenischen Rohstoffpartnerschaft in Chile bekanntgegeben, dass sie eine Zusammenarbeit für eine nachhaltigere Kupferwertschöpfungskette beabsichtigen und hierfür eine Absichtserklärung unterzeichnet.

Die Kooperation umfasst nach Angaben im Kern sechs Arbeitsbereiche. Erstens technische Projekte für eine umweltschonendere Produktion in Chile. Zweitens ein Mitarbeiter-Austauschprogramm, unter anderem zur Förderung des Verständnisses für eine nachhaltige Lieferkette. Die Partner planen, drittens, die kommerziellen Aktivitäten auszubauen, um mehr Metalle für die europäische Energiewende zu sichern. Die weiteren Arbeitspakete beziehen sich auf den Austausch über die ESG-Entwicklung, insbesondere mit Fokus auf das Nachhaltigkeits-Gütesiegel ‚The Copper Mark‘, Innovationen und neue Prozesse zur Dekarbonisierung, den Ausbau von Kreislaufwirtschaft sowie Recycling in Chile.

Weltweit steigender Kupferbedarf

Aurubis sieht nach Angaben langfristige Beziehungen mit Geschäftspartnern aus der Minenindustrie wie Codelco, die gemeinsame Werte teilen, als wichtige Strategie an, um den global stark steigenden Bedarfen nach verantwortungsvoll produzierten Metallen nachzukommen. „Auch wenn das wachsende Multimetall-Recycling eine immer stärkere Rolle einnimmt: Primärrohstoffe werden auch in Zukunft benötigt, um den zusätzlichen Metallbedarf für die grüne Transformation zu decken. Beide Unternehmen stärken mit dieser Strategie die europäische und globale Wirtschaft und macht sie gegenüber Lieferketten-Disruptionen noch unabhängiger und widerstandskräftiger”, heißt es in der Mitteilung.

„Gemeinsam mit unseren Rohstoffpartnern weltweit setzen wir neue Standards für eine nachhaltige Kupferproduktion“, erklärt Roland Harings, Vorstandsvorsitzender der Aurubis, die in Hamburg ihren Konzernsitz hat. Diese Partnerschaft sei in der Kupferbranche ein Novum und gleichzeitig eine Einladung an alle Lieferketten-Akteure, sich anzuschließen. „Die Herausforderungen für die globale Kupferindustrie sind groß, der Wandel gelingt uns nur gemeinsam.“

Den ökologischen Fußabdruck der Kupferindustrie so weit wie möglich zu reduzieren, das kommt allen Seiten zugute“, sagt Rubén Alvarado, Vorstandsvorsitzender von Codelco. „Wir wollen sicherstellen, dass wir als Hersteller die Mineralien, die essenziell sind für die globale Transformation hin zu grünen Energien, auf immer nachhaltigere Weise gewinnen. Die umweltschonende Produktion ist für uns ein zentrales Ziel, und auf dem Weg dahin ist die Kooperation mit Aurubis ein wichtiger Treiber.

Ein maßgeschneidertes Fachkräfte-Austauschprogramm soll ab April 2024 dazu beitragen, sich mit den Themen im Umwelt- und Arbeitsschutz sowie Gesundheit vertiefend zu beschäftigen und das gegenseitige Verständnis für eine nachhaltige Lieferkette zu steigern.

Bildquellen

  • Aurubis-Codelco-Kooperation: Aurubis AG
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