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Reisen

Nach der Krise: Wie wird sich die Hotelbranche verändern?

Die Pandemie hat das Hotel- und Gaststättengewerbe besonders hart getroffen. Ein Grund zum Aufgeben ist das für die Branche allerdings noch lange nicht, auch wenn einige Veränderungen vermutlich von dauerhafter Natur sein werden.

Julia Sudnitskaya / istock.com

Vorerst kein Umschwung: Hotels weiter mit großen Umsatzrückgängen

Die Corona-Krise wird als einschneidendes Ereignis in die Geschichte eingehen – das steht bereits jetzt außer Frage. Die in vielen Aspekten negativen Folgen der Pandemie dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es aus wirtschaftlicher Perspektive nicht nur Verlierer gab. An Beispielen mangelt es nicht: Allen voran Fahrradteile, aber auch Trainings- und Fitnesszubehör sowie Computer- und Office-Zubehör konnten sich über eine deutlich höhere Nachfrage freuen. Diese bedeutete logischerweise mehr Umsatz, wenn auch mit einem Wermutstropfen. Denn Märkte wie die Fahrradbranche, die sich schon vor der Krise im Wachstum befanden, konnten den explosionsartigen Trend in der Folge nicht einmal voll ausschöpfen, da die Nachschubmöglichkeiten schlicht nicht ausreichend waren.

Andere Unternehmen mussten dagegen das exakte Gegenteil erfahren. So verbuchte das Gastgewerbe 2020 verglichen mit den Vorjahresmonaten einen Umsatzrückgang um teils mehr als 70 Prozent; selbst in den lockerungsbedingt „milderen“ Monaten von Juli bis September waren es rund 20 Prozent. Angesichts solcher Zahlen fällt selbst Zweckoptimismus zunächst schwer. Doch zum Glück gibt es bei nüchterner Betrachtung dennoch Grund zur Hoffnung.

Einen Indikator dafür liefert die Auswahl an Tagungshotels auf Buchungsplattformen wie Allocabo. Diese hat sich nämlich augenscheinlich nicht verringert. Eher umgekehrt, wirkt das Sortiment so groß wie nie zuvor und scheint sich darauf vorzubereiten, die Krise eines Tages mit umso mehr Schwung hinter sich zu lassen. Wann genau das sein wird, das steht aktuell noch in den Sternen – viel wird vom Voranschreiten der Impfquote sowie von bestimmten politischen Entscheidungen abhängen.

So ist es realistisch betrachtet möglich, dass auch Frühjahr und Sommer 2021 noch unter die Zeit der vollen Einschränkungen fallen werden; die Statements zum kommenden Osterfest sind jedenfalls recht eindeutig. Spätestens Richtung Herbst sollte es dann allerdings deutlich bergauf gehen, wenn es nach den aktuellen Prognosen geht.

Effizientere Hotels als Folge der Krise?

Für das Gaststättengewerbe wird dann weit mehr als ein Jahr im Krisenmodus vergangen sein. Und auch wenn viele Experten auf einen Aufschwung im Anschluss hoffen, nicht zuletzt im Bereich der Tagungshotels und solcher im Einzugsgebiet großer Messen, könnte die Branche mit einem dauerhaft veränderten Gesicht wieder erscheinen. So werden Regionalität und Inlandsreisen vermutlich auch nach der Coronakrise an Stellenwert gewinnen; dasselbe gilt für das Bedürfnis nach Hygienekonzepten und Sicherheit. In diesen Punkten wurde der Mensch nun schließlich über Monate sensibilisiert, eine neue Risikowahrnehmung ist da nur konsequent.

Zugleich steht fest, dass es in der Hotellerie nur begrenzten Nachholbedarf gibt. Die entgangenen Einnahmen seit 2020 lassen sich also nicht einfach zu einem späteren Zeitpunkt ausgleichen. Um die Wirtschaftlichkeit möglichst schnell wieder herzustellen, ist deswegen umso mehr Effizienz gefragt. Dies ruft digitale Lösungen auf den Plan, da Automatisierungen – etwa bei Vorgängen wie dem Check-In – zwar unpersönlicher und weniger individuell sind, dafür jedoch schnelle und funktionierende Prozesse ermöglichen.

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Andreas Ballnus erzählt in seiner Kolumne „Kann passieren“ reale Begebenheiten, fiktive Alltagsgeschichten und manchmal eine Mischung aus beidem. Diese sind wie das Leben: mal humorvoll, mal nachdenklich. Die Geschichten erscheinen jeweils am letzten Freitag eines Monats in business-on.de.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Beiträge, die von Andreas Ballnus erschienen sind.

Lesen Sie auch die  Buchbesprechung zur Antologie „Tierisch abgereimt“.

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