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Start-up Mushlabs mit Pilzwurzeln auf internationaler „Big Things“-Liste

Das junge Biotech-Unternehmen aus Hamburg schaffte es in die jährliche Liste „Next Big Things in Tech“ des US-amerikanischen Magazins „Fast Company“. Dort werden Technologien vorgestellt, die das Potenzial haben, die Gesellschaft zu verändern.

Entwickeln eine vielversprechende Technologie im Lebensmittelbereich: (v. l.) die Mushlabs-Gründer Dr. Mazen Rizk, Cathy Hutz und Dr. Thibault Godard. Foto: Maria Feck

 Mushlabs, nach eigenen Angaben eines der führenden europäischen Unternehmen im Bereich der Myzel-Fermentation, wurde in die zweite jährliche Liste der „Next Big Things in Tech“ von „Fast Company“ aufgenommen. Die Liste hebt technologische Innovationen hervor, die die Zukunft ganzer Branchen verändern werden – von Landwirtschaft und Umwelt bis hin zu Produktivität und künstlicher Intelligenz. In diesem Jahr sind 83 Technologien von etablierten Unternehmen, Start-ups und Forschungsteams aus aller Welt in der Liste vertreten. Das gab die Mushlabs GmbH in einer Unternehmensmitteilung bekannt.

Mushlabs entwickelt mithilfe von Fermentation und der Kraft des Pilzreichs die nächste Generation nachhaltiger Lebensmittel. Das Ziel sei es, ein nachhaltigeres und widerstandsfähiges Lebensmittelsystem aufzubauen. Um dies zu erreichen, kultiviert das Unternehmen das Myzel von Speisepilzen in großen Stahltanks (Fermentern). Das geerntete Myzel wird in wenigen Schritten und mit einer Handvoll natürlicher Zutaten zu köstlichen Lebensmitteln verarbeitet. Die Fermentation ist laut Mushlabs eine der effizientesten und nachhaltigsten Methoden der Lebensmittelproduktion weltweit.

Dank seiner hohen Kontrollierbarkeit benötigt der Prozess nur einen Bruchteil der Ressourcen und keine Pestizide oder Düngemittel, die für die Soja- und Fleischproduktion verwendet werden. Mushlabs hat laut Angaben zudem eine Technik entwickelt, um Nebenströme aus der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft als Futter für ihr Myzel zu nutzen. Ein weiterer Vorteil: Fermenter können überall auf der Welt installiert und eingesetzt werden. Deshalb plant Mushlabs den Aufbau eines dezentralen Systems zur Lebensmittelproduktion, in dem das Unternehmen lokale Nebenströme aufwertet und gemeinsam mit renommierten Partnern köstliche, nachhaltige und gesunde Lebensmittel erzeugt, die den lokalen Gewohnheiten und Anforderungen entsprechen.

„Das Lebensmittelsystem ist aus dem Gleichgewicht geraten. Was wir brauchen, sind integrative Lösungen, die das traditionelle Lebensmittelsystem verändern und den Verbrauchern helfen, gesündere und nachhaltigere Entscheidungen zu treffen. Mushlabs hat die Technologie, um dies zu erreichen”, sagt Dr. Mazen Rizk, Gründer und CEO von Mushlabs.

Das Start-up wurde 2018 in Berlin gegründet. Aktuell bezieht das Unternehmen seinen neuen Hauptsitz in Hamburg und umfasst knapp 50 Mitarbeitende aus über 20 verschiedenen Ländern.

Bildquellen

  • Mushlabs-Gründer: Maria Feck / Mushlabs GmbH
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