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Buchtipp

Du kannst Geld!

Jeder will es, aber einen guten Ruf hat es trotzdem nicht: Geld. Wie wir ein positives Mindset für Geld aufbauen und wie wir es in ein ethisch-bewusstes Leben sinnvoll einbauen (und nutzen), zeigt Philipp J. Müller in seinem Buch „Geldrichtig“.

Geld stinkt. Geld macht nicht glücklich. Und Geld versaut sowieso den Charakter. Haben wollen wir es trotzdem, denn Geld öffnet Türen, macht sexy und glücklich. So weit, so schlecht. Es ist Zeit, um neu über Geld zu denken und zu sprechen. In den vergangenen Jahren hat sich in unserem westlichen Wirtschaftssystem so einiges getan, die Glaubenssätze und die Strukturen unseres Geldsystems funktionieren nicht mehr: Die Rente hat, so wie wir sie kannten, keine Zukunft mehr, die Märkte funktionieren nicht mehr nach bekannten Prinzipien, Menschen hinterfragen den Konsum und die Herkunft von Produkten und Krisen wie die aktuelle Pandemie zeigen, auf welch wackeligen Beinen so manches Finanzkonstrukt baut.

Insbesondere die technologischen Fortschritte der vergangenen Jahre machen jetzt aber auch vieles möglich: „Wenn es um Geld, Unternehmertum und Freiheit geht, dann gab es nie eine bessere Zeit als jetzt“, ist sich Philipp J. Müller sicher, „da draußen verdienen Menschen Geld mit Dingen, von denen ich nicht mal weiß, wie sie heißen. Ich habe vor einiger Zeit eine Pferdephysiotherapeutin kennengelernt. Sie lebt mit 6.000 Euro Nettoeinkommen im Monat. Am Stadtrand, wo es viele wohlhabende Leute mit Pferden gibt. Sie massiert Pferde!“ Genauso gibt es heute viele Macher, die ein reines Online-Business aufbauen, durch ihren Youtube-Kanal Geld verdienen oder ein Start-Up erfolgreich aufbauen. Hier liegen also auch viele Chancen, die jeder nutzen kann, wenn er es nur versteht, eine positive Beziehung zu Geld aufzubauen.

Als Geldpersönlichkeit Eigenverantwortung übernehmen

Hier setzt Philipp J. Müller an. Er ist der Inhaber und Geschäftsführer der einzigen in Deutschland staatlich anerkannten Finanzakademie und er kann laut eigener Aussage nur „Geld und Familie“. In seinem Ratgeber stellt er die Basics vor, die die Grundlage für ein gesundes Verhältnis zu Geld sind. Dabei geht es aber nicht darum, passives Einkommen zu generieren (Müller: „Gibt es nicht.“) oder an der Börse stinkreich zu werden (Müller: „Kleinkindertraum“). Es geht vielmehr darum, mit seinem Geld sinnvoll und ethisch umzugehen und – wenn zu wenig davon da ist – eine langfristige Strategie zu entwickeln, um mehr Geld einzunehmen.

Ob als Azubi, Student/in, Selbstständige/r oder Angestellte/r: Müller gibt die Infos und Tipps an die Hand, die eigentlich jeder im Laufe seines Lebens erlernen sollte. Deshalb fordert der Unternehmer auch, dass Geld einen viel größeren Stellenwert im Schulunterricht erhält: Wie sollen junge Menschen ein Gefühl für Geld bekommen, wenn sie niemand strukturiert darüber unterrichtet? So passiert es, dass Kinder von Menschen mit Schulden oftmals selbst Schulden machen. Und wer es nicht anders kennt, als von der Hand in den Mund zu leben, wird sich schwertun, größere Visionen für mehr finanzielle Freiheit zu entwickeln.

Geben und nehmen

Philipp J. Müller predigt nicht den Ausstieg aus dem Kapitalismus. Er möchte erreichen, dass jeder eine Geldpersönlichkeit entwickelt, die das Spiel versteht, um es für eigene und gesellschaftliche Zwecke zu nutzen. „Die Kombination aus Kapitalismus, freier Marktwirtschaft und Demokratie mit der ethisch-moralischer Eigenverantwortung des Einzelnen ist für mich die sinnvollste und für jeden gangbare Variante“, sagt er, „wir müssen nicht in einer Ellenbogengesellschaft leben, sondern wir können einen Nutzen stiften, indem wir Menschen dienen und helfen. “

Roter-Reiter-Fazit: New Pay, finanzielle Unabhängigkeit von Frauen und neues Wirtschaften: Philipp J. Müller schließt mit seinem Ratgeber „Geldrichtig“ eine weitere Lücke in der aktuellen Diskussion um einen neuen Umgang mit Geld in einem sich stark verändernden Werte- und Wirtschaftssystem. Eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die mit dem Wertewandel bei sich selbst beginnen möchten.

Das Buch: Philipp J. Müller, „Geldrichtig. Einkommen erhöhen, moralisch handeln, persönliche Freiheit leben“, geschrieben von einem Selfmademan-Millionär mit Bodenhaftung, GABAL Verlag GmbH, 288 Seiten, ISBN 978-3-86936-997-6

 

— Christiane Kürschner / roter-reiter.de —

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Kolumne Kann passieren

KOLUMNE KANN PASSIEREN

Andreas Ballnus erzählt in seiner Kolumne „Kann passieren“ reale Begebenheiten, fiktive Alltagsgeschichten und manchmal eine Mischung aus beidem. Diese sind wie das Leben: mal humorvoll, mal nachdenklich. Die Geschichten erscheinen jeweils am letzten Freitag eines Monats in business-on.de.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Beiträge, die von Andreas Ballnus erschienen sind.

Lesen Sie auch die  Buchbesprechung zur Antologie „Tierisch abgereimt“.

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