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Flughafen Hamburg: 1,2 Millionen Euro extra für zusätzlichen Schallschutz

Am 1. Dezember 2019 startet das neue, freiwillige Lärmschutzprogramm von Hamburg Airport und Fluggesellschaften. Rund 1.600 Haushalte außerhalb der gesetzlichen Schutzzonen im Nahbereich des Startbahnkreuzes können erstmals davon profitieren.

Am 1. Dezember 2019 startet das neue, freiwillige Lärmschutzprogramm von Hamburg Airport und Fluggesellschaften. Rund 1.600 Haushalte außerhalb der gesetzlichen Schutzzonen im Nahbereich des Startbahnkreuzes können erstmals davon profitieren.

Hamburg Airport bietet laut Mitteilung gemeinsam mit den Fluggesellschaften, die regelmäßig von und nach Hamburg fliegen, ab 1. Dezember 2019 ein weiteres freiwilliges Lärmschutzprogramm an. Damit sollen Lärmschutzmaßnahmen für Häuser im Nahbereich des Flughafens finanziert werden, die erstmals an einem Programm teilnehmen können.

Das Fördergebiet umfasst einen Umkreis von 1.300 Metern um das Startbahnkreuz. 1.600 Haushalte außerhalb der bestehenden gesetzlichen Schutzzonen können mit dem neuen Programm zusätzlich gefördert werden. Für die Fördermaßnahmen stehen 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Die Laufzeit des Programms richtet danach, wie lange die finanziellen Mittel ausreichen, längstens jedoch bis Anfang 2022.

Im Fokus: Aufenthalts- und Schlafräume

Konkret sind die Fördermaßnahmen auf Aufenthalts- und Schlafräume ausgerichtet, heißt es in der Mitteilung. Gefördert werden unter anderem der Einbau von Schallschutzfenstern und automatischen Schließeinrichtungen für Fenster, aber auch die Installation von Schalldämmlüftern in Schlaf- und Kinderzimmern.

„Die Initiative zeigt, dass der Flughafen und die Fluggesellschaften das Thema Lärmschutz sehr ernst nehmen. Ich kann die Bürgerinnen und Bürger nur auffordern, das Angebot auch in Anspruch zu nehmen“, sagt Michael Westhagemann, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg.

Das neue, freiwillige Lärmschutzprogramm stärkt den passiven Schallschutz weit über die gesetzlichen Forderungen hinaus und ist ein Baustein des 16-Punkte-Plans vom Hamburger Senat. Dieser Maßnahmenkatalog stärkt den Dialog mit den Fluglärmbetroffenen und Nachbargemeinden.

„Zusammen mit unseren Airline-Partnern gehen wir einen Schritt weiter für noch mehr Schallschutz und fördern Haushalte außerhalb der gesetzlichen Schutzzone im Nahbereich“, sagt Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport. „Damit erweitern wir unser jahrelanges, gemeinsames Engagement für die Flughafen-Nachbarschaft.“

Auch Ralf Teckentrup, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Fluggesellschaften, unterstreicht die Bedeutung der gemeinsamen Initiative: „Die Fluggesellschaften möchten mit dem neuen Programm einen weiteren Beitrag dazu leisten, die Mobilitätsbedürfnisse unserer Bevölkerung mit den Interessen der Flughafen-Anwohner in Einklang zu bringen. Auch unser Ziel ist es, die in der Nähe des Flughafens Hamburg unvermeidlichen Belastungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren und die Anwohner so weit wie möglich zu entlasten.“

Ergänzung des aktuellen 9. Lärmschutzprogramms

Das freiwillige Förderprogramm ergänzt das aktuell laufende 9. Lärmschutzprogramm nach dem bestehenden Fluglärmgesetz. Bereits bearbeitete Anträge werden, auf Antrag des Eigentümers, vom Flughafen für eine weitere mögliche Förderung überprüft. Die rund 1.600 Haushalte, die für die freiwillige Förderung in Frage kommen, sowie die etwa 400 Haushalte als mögliche Zweitantragsteller, sollen per Flyer über die Details des neuen Programms informiert werden. Die Antragsunterlagen werden rechtzeitig auf der Internetseite von Hamburg Airport zum Herunterladen bereitgestellt.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Hamburg Airport: www.hamburg-airport.de/de/laermschutzprogramm.php

 

Bildquellen

  • pressefoto_laermschutzprogramm_hamburger_flughafen: Hamburg Airport
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