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Hamburger Morgenpost feiert 70. Geburtstag mit Senatsempfang

Seit 70 Jahren ist die Hamburger Morgenpost fester Bestandteil der Presselandschaft – in der Hansestadt und darüber hinaus. Im Festsaal des Hamburger Rathauses würdigte Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, die Bedeutung der Print-Ikone für die Öffentlichkeit.

Seit 70 Jahren ist die Hamburger Morgenpost fester Bestandteil der Presselandschaft – in der Hansestadt und darüber hinaus. Im Festsaal des Hamburger Rathauses würdigte Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, die Bedeutung der Print-Ikone für die Öffentlichkeit.

Rund 350 Beschäftigte der Morgenpost, viele ehemalige Mitarbeiter, Geschäftspartner und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Medien, blicken während der Feier im Festsaal des Hamburger Rathauses zurück auf 70 bewegte Jahre des Hamburger Traditionsblatts – und nach vorn, in die digitale Zukunft der Zeitung als reichweitenstarkes Nachrichtenportal im Norden.

„Als Deutschlands erste Boulevardzeitung hat die Hamburger Morgenpost ein Stück Pressegeschichte geschrieben. 70 Jahre sind eine lange Zeit, in der die Mopo durch ihre emotionale und meinungsstarke Berichterstattung auch zur Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt beiträgt“, so Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien. Und weiter: „Ich freue mich, dass wir in der Medienstadt Hamburg eine ausgeprägte Zeitungsvielfalt haben, von der die Morgenpost ein fester Bestandteil ist. Ich wünsche der Mopo, dass sie sich mutig und klug dem Wandel der Medienbranche stellt und sich dabei immer auch ihrer langen Tradition bewusst ist. Wir brauchen starke Medien, die niemandem nach dem Mund reden und von allen verstanden werden. Die Mopo hat als Boulevardzeitung mit Haltung einen festen Platz in unserer demokratischen Gesellschaft und gehört zu Hamburg wie der Michel und die Elbe.“

Frank Niggemeier, Chefredakteur Hamburger Morgenpost: „Die Mopo war immer in Bewegung. So ist sie zwar in die Jahre gekommen – aber in ihrem Herzen trotzdem immer jung geblieben. Wenn es eine Konstante in der Geschichte der Mopo gibt – dann ist das der Wandel. Wir haben in den letzten Jahren viel erreicht. Unsere Website mopo.de ist mit monatlich über 20 Millionen Visits das reichweitenstärkste regionale Nachrichten-Portal in Norddeutschland. Unser Ziel ist es, digital so stark zu werden, dass dieser Bereich künftig die Marke trägt.“

Ältestes Boulevardblatt Deutschlands

Die Mopo, die älteste deutsche Boulevardzeitung, berichtet meinungs- und bildstark über Politik und Gesellschaft und begleitet die Hamburgerinnen und Hamburger seit der ersten Ausgabe am 16. September 1949 durch den Alltag. Gegründet von dem SPD-eigenen Verlag Auerdruck und dem ersten Chefredakteur Heinrich Braune berichtet sie jeden Tag engagiert und mit Haltung über Themen, die Hamburg und darüber hinaus bewegen. Viele bekannte Journalisten und Journalistinnen haben für das Traditionsblatt gearbeitet. So leiteten unter anderem Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner und der spätere Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen und Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement die Zeitung für einige Jahre.

Die Mopo steht auch für die lange Tradition des Hamburger Medienstandorts. Die Zeitung hat in seiner langen Geschichte viele Veränderungen mitgemacht. Eigentümerwechsel: von 1986 bis 1999 etwa gehörte die Zeitung zu Gruner + Jahr, danach wurde sie an die Medienunternehmer Frank Otto und Hans Barlach verkauft. Seit 2009 gehört sie zur Kölner DuMont Mediengruppe. Standortwechsel: zunächst war die Mopo im Pressehaus am Speersort ansässig, von 1985 bis 2018 in Bahrenfeld in der Griegstraße. Die neuen Räumlichkeiten befinden sich in der Barnerstraße im Herzen von Ottensen.

Zukunft ungewiss

Seit Jahren kämpft die Mopo mit sinkenden Auflagen. In diesem Jahr stellte die Mopo aus Kostengründen ihre Nachtausausgabe ein, die viele Hamburger schon am Abend von den Mopo-Verkäufern etwa in Kneipen und Restaurants erhalten konnten. Die neue Strategie heißt „Online first“. Im Redaktionsalltag werden erst Beiträge auf die Website der Zeitung gestellt, danach die Printausgabe produziert.

Die Zukunft des Blattes ist derzeit ungewiss. Die Mopo stehe zum Verkauf, sagte Frank Niggemeier in Anwesenheit der beiden Hauptgesellschafter der DuMont Mediengruppe Isabella Neven DuMont und Christian DuMont Schütte, „wir sehen das als Chance“.

Seit längerem wird in Branchenkreisen darüber berichtet, dass die Kölner Mediengruppe ihre Regionalzeitungen verkaufen will. Dazu gehören neben der Mopo auch Titel wie „Kölner Express“, „Berliner Zeitung“ und „Mitteldeutsche Zeitung“.

 

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