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Vishay baut Chipproduktion in Itzehoe für 300 Millionen aus

Kaufvertrag für städtisches Grundstück in Itzehoe unterschrieben. Der Baubeginn für die neue Fabrik soll im nächsten Jahr erfolgen.  

Leif Hennigsen (rechts), Geschäftsführer der Vishay Siliconix Itzehoe GmbH, bei der Feier zum 25. Firmenjubiläum im Gespräch mit ehemaligen und langjährigen Mitarbeitern. Foto: Vishay Itzehoe

Der US-amerikanische Chiphersteller Vishay will seine Chipproduktion im schleswig-holsteinischen Itzehoe für rund 300 Millionen Euro ausbauen. Dort hat sich die Vishay Siliconix Itzehoe GmbH als Teil des internationalen Konzerns vor einem Vierteljahrhundert zum weltweiten Halbleiter-Produzenten entwickelt.

Baustart der neuen Fabrik gleich neben der jetzigen Produktionsstätte soll im kommenden Jahr sein. Der Kaufvertrag zwischen der Stadt Itzehoe und Vishay für ein drei Hektar großes Grundstück ist bereits unterschrieben. „Mit dieser Fläche kann das Unternehmen den Platzbedarf, den die neue Chipfabrik und zusätzlich benötigte Raumkapazitäten beanspruchen, direkt am Standort decken”, teilte das Unternehmen dazu Ende Juli mit.

Elektroautos als Wachstumstreiber

Mit dem Ausbau des Standortes sollen im Rahmen der ersten Ausbauphase rund 150 neue Arbeitsplätze für unterschiedliche Qualifikationen geschaffen werden. „Die Produktionserweiterung zielt darauf ab, den zukünftigen Bedarf der Automobilindustrie zu decken, da Vishay über eine solide Kundenbasis in Deutschland und Europa verfügt“, so Vishay-Manager Tilo Bormann laut Mitteilung. Von der anzunehmenden weiteren Verbreitung der Elektroautos und auch von der notwendigen Infrastruktur wie Ladestationen verspricht sich das Unternehmen „ein weiteres überdurchschnittliches Wachstum”.

Derzeit beschäftigt die Vishay Siliconix mehr als 470 Mitarbeitende in Itzehoe. Das Unternehmen entwickelt und fertigt dort Halbleiterbauelemente für den Einsatz in der Automobil-, Industrie- und Unterhaltungselektronik. Die Produkte werden unter anderem bei Start-Stopp-Generatoren, Systemen zur Motorsteuerung, Entertainment-Systemen und Anti-Blockier-Systemen angewendet.

Bei der Stadt Itzehoe sieht man sich unterdessen als „echte Adresse für Unternehmen der Zukunftstechnologien“. Vishay habe große Anteile daran, dass Itzehoe als Technologiestandort in den vergangenen Jahren immer bedeutender geworden ist, wird der stellvertretende Bürgermeister Ralph Busch zitiert.

25-jähriges Bestehen

Die Investitionsentscheidung und Zukunftspläne von Vishay boten denn auch bei der firmeninternen Feier zum 25. Jubiläum in Itzehoe, die coronabedingt mit einem Jahr Verzögerung stattfand, viel Gesprächsstoff. Vor rund 300 Mitarbeitenden, geladenen Gästen aus Partnerunternehmen, lokaler Wirtschaft und Politik, sagte Geschäftsführer Leif Hennigsen laut Mitteilung vom 29. August: „Jetzt liegt wieder ein großer Schritt vor uns mit dem Bau der 12-Zoll-Fab. Wir freuen uns darauf, in Itzehoe einen Beitrag dafür zu leisten, dass Europa unabhängiger wird von Produzenten in anderen Teilen dieser Welt.“

Bildquellen

  • Leif Henningsen und Kollegen: Vishay Itzehoe
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