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Corona-Pandemie sorgt für Innovationsschub bei norddeutschen Unternehmen

Jedes zweite Unternehmen im norddeutschen Groß- und Außenhandel und bei den unternehmensnahen Dienstleistern hat in der Corona-Krise seine Innovationsbemühungen intensiviert oder wird diese in Zukunft sogar ausbauen.

Zu den größten Innovationsmaßnahmen gehören Digitalisierungsprojekte wie Investitionen in die IT-Infrastruktur, Prozessinnovationen und die Automatisierung von Geschäftsprozessen. Zu dem Ergebnis kommt eine Umfrage, die der AGA Unternehmensverband zwischen dem 27. Oktober und 12. November 2020 unter seinen Mitgliedsunternehmen durchführte.

„Der Lockdown hat viele Unternehmen zu weiteren Innovationen angeregt. Wir sehen jetzt noch klarer, dass Händler und Dienstleister, die digital unterwegs sind, einen Wettbewerbsvorteil haben. Dank großer Investitionen war für viele Digitalisierung im Schnelldurchlauf möglich. Diese Investitionen zahlen sich aus und helfen dabei, unsere Unternehmen zukunftssicher aufzustellen“, sagt AGA-Hauptgeschäftsführer Volker Tschirch. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (54 Prozent) werden ihre Investitionsausgaben in den nächsten zwei Jahren noch erhöhen, ein Viertel der norddeutschen Unternehmen haben bereits eine eigene Innovationsabteilung oder wollen eine aufbauen. Konkrete Projekte seien digitale Lagerlogistik, Einführung von ERP-Systemen zur Projektsteuerung, Big Data oder auch völlig neue Produkte, wie beispielsweise die Entwicklung digitaler Tinten für innovative Anwendungen.

„Kleine und mittlere Unternehmen haben sich auch in der Corona-Pandemie agil und krisenfest gezeigt. Neuen Herausforderungen begegnen unsere Händler und Dienstleister mit modernen Lösungen und Ideen“, so Volker Tschirch. Julie Christiani, AGA-Geschäftsführerin Innovation, ergänzt: „Dazu gehören neben den Klassikern der IT-Infrastruktur und Automatisierung insbesondere auch die interne Kommunikation und Themen wie Produktentwicklung oder die Schaffung von neuen Stellen und Themenfeldern.“

Hilfreich ist es, wenn Unternehmen hervorragend vernetzt sind, denn Inspiration für Innovationen holen sich die befragten Unternehmen laut eigenen Angaben auf Netzwerkveranstaltungen, Weiterbildungen und über Accelerator-Programme. Aber auch der Unternehmernachwuchs ist ein gefragter Sparringspartner: 21 Prozent der norddeutschen Händler und Dienstleister kooperieren bereits mit Start-ups, 17 Prozent setzen bei der Entwicklung neuer Produkte auf Start-ups.

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