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Startups

Start-up gewinnt 100.00 Euro für Smartphone-App zur Nagelgesundheit

Das KI-gestützte Tool Nailvision verbindet künstliche Intelligenz und klinisches Wissen zur Behandlung von Nagelerkrankungen.

Das Team Nailvision hat den neunten Businessplan-Wettbewerb am Hasso-Plattner-Institut gewonnen.

„Nagelerkrankungen zählen in Deutschland zu den Volkskrankheiten. Bereits jeder vierte Deutsche leidet darunter. Insbesondere bei immunschwachen Patientinnen und Patienten kann es zu folgenschweren Komplikationen kommen”, sagt Simon Shabo, Arzt und Mitbegründer von „Nailvision“. Dank der Smartphone-App könnten Erkrankte künftig ein zuverlässiges Diagnose- und Monitoring-Tool an ihrer Seite haben.

Für ihre Geschäftsidee, mittels eines KI-gestützten Tools Nagelerkrankungen frühzeitig zu erkennen und Patientinnen und Patienten bei ihren Behandlungen im Alltag zu unterstützen, gewannen Simon Shabo, Konstantin Dobler und Nataniel Mülller jetzt den neunten Businessplan-Wettbewerb am Hasso-Plattner-Institut (HPI). Wie das Institut mitteilte, hatten sich insgesamt 18 Gründerteams an dem in mehreren Ausscheidungsrunden stattfindenden Wettbewerb beteiligt.

Zentrale Anlaufstelle für die Behandlungsunterstützung von Nagelerkrankungen

Das Tool Nailvision nutzt künstliche Intelligenz (KI) zur Untersuchung, Überwachung und Unterstützung von Patientinnen und Patienten bei der Behandlung ihrer Nagelerkrankungen. „Durch die Kombination unserer Smartphone-basierten Bildanalyse mit einem intelligenten medizinischen Fragebogen ist unsere App in der Lage Krankheiten zu erkennen und deren Schweregrad zu bestimmen. So können wir im Anschluss klinisch validierte Behandlungsverfahren empfehlen“, erklärt Konstantin Dobler.

Durch die Integration von KI und klinischem Wissen soll Nailvision künftig zur zentralen Anlaufstelle für das Screening und die Behandlungsunterstützung von Nagelerkrankungen werden. Damit wäre das Gründerteam weltweit der einzige Anbieter, der dies mittels KI automatisiert anbieten kann.

Für ihre Idee wurden dem Gründerteam Nailvision laut Angaben ein Preis im Wert von 100.000 Euro zugestanden. Dieser enthalte neben den personenbezogenen Stipendien im Umfang von bis zu 50.000 Euro, ein Investmentangebot des HPI Seed Funds von 50.000 Euro und ein einjähriges Business-Coaching der HPI School of Entrepreneurship (E-School).

Zwei weitere Finalisten: Cultway und Neopolis

Mit Nailvision hatten es noch die beiden Teams Cultway und Neopolis mit ihren Geschäftsideen in die diesjährige Finalrunde geschafft. Die Geschäftsidee von Cultway unterstützt Museen dabei, ihr Wissen digital erlebbar zu machen. Dazu entwickelt das Team einen Baukasten, mit dem Museen schnell und einfach Multimedia-Guides erstellen können. Mit der zugehörigen App können sich Nutzende die Inhalte als Begleitung zu ihrem Besuch im Museum oder von zu Hause als digitale Ausstellung anschauen. Durch Storytelling-Elemente und ein interaktives Format will das Start-up auch Menschen für Kultur begeistern, die bislang nur selten ins Museum gehen.

Das Gründerteam Neopolis hat sich zum Ziel gesetzt, die Digitalisierung in Branchen mit hohem Anteil an konzeptueller Textarbeit voranzutreiben. Mit ihrer Legal-Tech-Software wollen sie Unternehmen, Abteilungen und Kanzleien befähigen, strukturiert und kontrolliert mit externen Parteien an professionellen Textdokumenten zu arbeiten. Das Tool ermögliche vor allem das asynchrone Zusammenarbeiten und biete seinen Nutzenden Kontrolle über die Textarbeit sowie eine erhöhte Transparenz über die gesamte Dokumentenhistorie. Dank des Hostings in Deutschland und einer Zwei-Faktor-Authentifizierung werde, nach HPI-Angaben, zudem die Sicherheit und die DSGVO-Konformität gewährleistet.

Bildquellen

  • Nailvision_HPI: K. Herschelmann / Hasso-Plattner-Institut HPI
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