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IT & Telekommunikation

Warum Sie ein VPN benötigen, wenn Sie von zu Hause aus arbeiten

Das Home-Office ist auch in kleinen und mittleren Betrieben angekommen. Immer mehr Firmen versuchen, Mitarbeiter zumindest teilweise auszulagern, um die Anzahl der Personen im Büro zu minimieren. Wie aber steht es mit der Datensicherheit, wenn Sie von zu Hause aus arbeiten? Damit die Übertragung von Daten aus dem Home-Office in die Firma sicher vonstattengeht, sollten Sie sich ein VPN einrichten.

Mit einem Virtual Private Network werden ihre Daten nicht nur verschlüsselt, sondern auch in einer sicheren Verbindung zwischen zwei Servern transportiert. Ein VPN ist aber nicht nur fürs Arbeiten von zu Hause aus sinnvoll: Damit können Sie Ländergrenzen überwinden und sich gegen Angriffe auf Ihre Daten wehren.

Mit einem VPN können Sie geblockte Inhalte ansehen

Sie haben vielleicht schon diese Meldung gesehen: „Diese Inhalte sind in ihrem Land nicht verfügbar.“ Meistens hat der Anbieter absichtlich oder unabsichtlich eine Webseite, einen Film oder ein Video nur für bestimmte Länder freigegeben. Das wird unter anderem über die IP-Adresse ihres Servers überprüft. Und hier kommt das VPN ins Spiel: Wenn Sie das kleine Video aus Amerika sehen wollen, dann wird das VPN Sie zunächst mit einem Server in den USA verbinden, von dem aus dann die Anfrage an die jeweilige Webseite geschickt wird. Diese sieht eine amerikanische IP-Adresse und gibt den Inhalt frei.

Eine andere Anwendungsmöglichkeit für ein VPN ist, die Lokalisierung absichtlich zu verändern. Wenn Sie zum Beispiel nach Zuliefern in Südamerika suchen, dann werden Ihnen über eine verschlüsselte VPN Verbindung eher Ergebnisse aus Brasilien und Argentinien angezeigt. Bei Streamingdiensten wie Youtube können Sie ebenfalls auf diese Weise verhindern, dass Ihnen nur deutsche Inhalte präsentiert werden, wenn sie Präsentationen von potenziellen internationalen Geschäftspartnern suchen.

Niemand muss wissen, wo Sie surfen

Es gibt darüber hinaus noch andere Gründe für eine VPN-Verbindung: Einer ist Ihre Anonymität. Wir hinterlassen heute unglaubliche Mengen an digitalen Spuren. Jede Webseite, die wir uns anschauen, merkt sich, wer wir sind – und wo wird sind. So kann jeder Betreiber einer Webseite ohne Probleme herausfinden, von wo Sie sich einloggen, mit welchem Computer Sie arbeiten und welche Bildschirmauflösung Sie haben. Nehmen Sie nur einmal an, Sie wollen wissen, was der Mitbewerber gerade so im Angebot hat. Der soll aber nicht wissen, dass Sie gerade von zu Hause aus arbeiten. Wenn Sie ein VPN benutzen, werden sowohl der Ort, an dem sie sich befinden, als auch die IP-Adresse anonymisiert. Der Webseite wird dann der Standort des Rechners mitgeteilt, der ihren Endpunkt der VPN-Verbindung darstellt. Es gibt immer noch Länder, die bestimmte Inhalte verbieten und entsprechende Domains oder IP-Adressen blockieren. Wenn Sie dieser Zensur entkommen wollen, dann können Sie mit einem VPN ein anderes Land als Standort wählen und so eine staatliche Zensur umgehen.

Ein anderer Sicherheitsaspekt ist der Schutz vor Angreifern. Selbst wenn Sie das Wi-Fi zu Hause mit einem Passwort geschützt haben, sind die herausgehenden Daten nicht immer verschlüsselt. Sie können abgefangen und gegen Sie verwendet werden. Bei einem VPN-Tunnel haben andere keine Einsicht, ob und welche Daten jemand verschickt. Damit können diese auch nicht abgehört werden. Die Daten sind so verschlüsselt, dass es selbst mit moderner Methode Tausende von Jahren dauern würde, den Code zu knacken. Wann immer Firmendaten im Spiel sind, kann die Sicherheit nicht groß genug sein.

VPN schützt vor neugierigen Providern

Schließlich schützt Sie ein VPN auch vor allzu neugierigen und auskunftsfreudigen Providern. Dann im Regelfall gehen alle Daten, die sie ungeschützt verschicken, durch die Rechner Ihres ISP (Internet Service Provider). Dieser kann die Daten speichern und etwa Werbetreibenden zur Verfügung stellen. Das dürfen zwar keine persönlichen Daten sein, aber zum Beispiel der Herkunftsort der Daten und welchen Computer Sie benutzten. Die Netzbetreiber können (und müssen) solche Übertragungsdaten auf Anfrage auch Regierungsbehörden zur Verfügung stellen. Allerdings gibt es für den Bürger keine Pflicht, sein Surfverhalten nachzuweisen. Durch das VPN – hier gibt es zahlreiche Dienste am Markt – stellen Sie sicher, dass niemand Ihre Daten einsehen und speichern kann.

Mit einem VPN sind Sie übrigens nicht nur mit Ihrem Computer auf der sicheren Seite. Sie können den verschlüsselten Datentunnel ebenso auf Smartphones und Tablets sowie unter Linux benutzen. Damit surfen und arbeiten Sie zu Hause immer sicher und sind unbeobachtet.

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Andreas Ballnus erzählt in seiner Kolumne „Kann passieren“ reale Begebenheiten, fiktive Alltagsgeschichten und manchmal eine Mischung aus beidem. Diese sind wie das Leben: mal humorvoll, mal nachdenklich. Die Geschichten erscheinen jeweils am letzten Freitag eines Monats in business-on.de.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Beiträge, die von Andreas Ballnus erschienen sind.

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