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Kolumnen & Glossen

120 gr. Zucker in 200 gr. Haribo-Konfekt

Ich habe es nicht glauben wollen! Vor einigen Tagen habe ich mir mal die Inhaltsstoffe einer Tüte Haribo-Konfekt angesehen. Mich hat der Schlag getroffen. In einem 200 Gramm-Beutel sind 120 Gramm Zucker verarbeitet.

Nie mehr esse ich Haribo-Konfekt! Ich habe mir die leere Tüte sofort auf meine Gewürzscheibe in der Küche geklemmt (siehe Foto). Ich will jeden Tag an diesen Mist erinnert werden.

Eltern mit Zucker füttern

Eltern, die ihren Kindern solche Zucker-Bomben schenken, sollten mit Gefängnis bestraft werden. Nicht bei Wasser und Brot. Sie sollten – wie Mastgänse – jeden Tag mit 1000 Gramm Haribo-Konfekt zwangsgefüttert werden.

Allerdings mache ich den Eltern nicht den größten Vorwurf. Wann liest man sich schon mal die Inhaltsstoffe einer Tüte Bonbons durch?! Ich esse diesen Mist ja auch schon Jahrzehnte. Und habe jetzt erst nachgesehen.

Verantwortungslose Manager

Ich halte es für kriminell, wenn man die Bevölkerung durch solche Zucker-Bomben verseucht. Es sind verantwortungslose Manager einer Lebensmittelindustrie, die nur auf den Profit und nicht auf die Gesundheit der Menschen achten.

Ich weiß: Von denen kommen jetzt die Argumente, dass ja alle Menschen volljährig sind und selbst entscheiden können. Auch solle man nur zwei Bonbons am Tag essen und nicht den kompletten Tüteninhalt innerhalb einer halben Stunden. So wie ich.

Unbedingt Inhaltsstoffe ansehen

Mein Tipp: Schaut, wie viel Zucker in Fertiggerichten, aber auch in Süssigkeiten und anderen Lebensmitteln versteckt ist. Nur wer sich informiert, kann diesen Fett- und Zucker-Fallen entgehen. Lasst euch nicht das Leben versauern, weil ihr den Zucker-Dealern auf den Leim geht.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch testete jüngst Joghurt und Frühstücksflocken für Kinder. Die zuckrigsten Flocken enthielten 37 Gramm Zucker auf 100 Gramm, die am wenigsten zuckrigen immerhin auch noch 12,9 Gramm Zucker.

Wir brauchen die Zucker-Ampel

„Haribo macht Kinder froh – und Erwachsene ebenso“, heißt der Werbespruch des Zuckervertreibers. Mir ist echt zum Kotzen bei 120 Gramm Zucker in 200 Gramm Haribo-Konfekt. Ein schönes und vor allem auch gesundes Leben gibt es nur ohne bzw. Nur mit sehr wenig Zucker. Auf ein Leben ohne Haribo-Zuckerbomben!

Ich hoffe, dass die Bundesregierung der Nahrungsmittel-Industrie endlich eine vernünftige Zucker- und Fett-Ampel verordnet. Man muss die Menschen vor dem Verzehr solcher Zucker-verseuchten Müllwaren warnen. Ich jedenfalls habe vor wenigen Tagen meine letzte Tüte Haribo-Konfekt gegessen. Ich hoffe, ich bekomme meine Zucker-Sucht in den Griff.

Bleiben Sie fröhlich. Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino…
Ihr Peter Jamin

Unser Autor arbeitet als Schriftsteller und Publizist sowie als Berater für Kommunikation seit Jahrzehnten immer wieder auch für ausgewählte Projekte. Sein soziales Engagement gilt der Situation von Angehörigen vermisster Menschen, auf deren Situation er in Büchern, TV-Dokumentationen und Artikeln seit mehr 20 Jahren aufmerksam macht. Mehr unter www.jamin.de

 

— Peter Jamin —

Bildquellen

  • haribo_3: Peter Jamin
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Kolumne Kann passieren

KOLUMNE KANN PASSIEREN

Andreas Ballnus erzählt in seiner Kolumne „Kann passieren“ reale Begebenheiten, fiktive Alltagsgeschichten und manchmal eine Mischung aus beidem. Diese sind wie das Leben: mal humorvoll, mal nachdenklich. Die Geschichten erscheinen jeweils am letzten Freitag eines Monats in business-on.de.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Beiträge, die von Andreas Ballnus erschienen sind.

Lesen Sie auch die  Buchbesprechung zur Antologie „Tierisch abgereimt“.

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