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Buchtipp

Leben und Gesellschaft nach Corona

Der Soziologe und Führungsexperte Georg Vielmetter beschreibt in seinem Buch „Die Post-Corona-Welt“ die mögliche Entwicklung in Wirtschaft, Gesellschaft und Alltag nach der Pandemie. Dazu zeichnet er im ersten Teil die Entwicklung der Pandemie nach, wobei er auch auf die Ursachen einer Zoonose, also dem Überspringen eines tierischen Krankheitserregers auf den Menschen, eingeht. Das ist kenntnisreich geschrieben und wird mit unzähligen Anmerkungen und Quellenangaben belegt.

Nun geht es dem Verfasser aber nicht nur darum, den Gang der Ereignisse zu erzählen. Vielmehr zeigt er auf, welche tiefergehende Ursachen es überhaupt ermöglicht haben, dass sich eine Pandemie entwickeln konnte. Und deswegen sind auch zahlreiche Anregungen zur Selbstreflexion Teil des Buchs. Denn es sind auch Gewohnheiten und Verhaltensmuster in uns allen, die zu diesem globalen Ereignis beigetragen haben. Dieser erste Teil schließt dann mit den zehn Lehren ab, die sich aus Sicht des Autors ziehen lassen.

Der Blick nach vorn – Entwicklungen nach Corona

Während die Kapitel im ersten Teil aufeinander aufbauen und somit linear gelesen werden sollten, um ihre Inhalte zu verstehen, können die Leserinnen und Leser des zweiten Teils, der sich mit der möglichen Entwicklung der Welt nach Corona beschäftigt, die Inhalte herausgreifen, die sie am meisten interessieren.

Wie bei allen Prognosen und Vorausschauen steht natürlich nicht fest, dass alle skizzierten Entwicklungen denn auch tatsächlich genauso eintreten werden. Der Autor liefert aber viele Quellen und Einschätzungen mit, die die Entwicklungen zumindest sehr wahrscheinlich machen. Er richtet seinen Blick auf politische, gesellschaftliche, ökonomische und organisatorische Entwicklungen. Dabei zeigt er in den verschiedenen Kapiteln stets die beiden extremen Positionen auf, zwischen denen sich das Pendel des ferneren Verlaufs bewegen könnte. So können sich die Leser nicht nur eine eigene Meinung bilden, sondern auch konkret etwas dafür tun, um die Zukunft aktiv zu beeinflussen.

Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann den Umstand, dass ein intensiveres sprachliches Lektorat das Buch noch besser gemacht hätte. Fehlende Konsonanten in einer Überschrift beispielsweise, wären bei etwas mehr Zeit sicherlich aufgefallen.

Management-Journal-Fazit: Das Buch von Vielmetter ist klug und durchdacht. Hier versucht sich niemand an Wahrsagerei, sondern stellt auf Basis von Fakten die mögliche nähere Zukunft vor. Lesenswert!

Das Buch: Georg Vielmetter, „Die Post-Corona-Welt. Wie wir die Zeichen der Pandemie lesen und die Trends der Zeit für uns nutzen“, Campus Verlag GmbH, 2921 ISBN 3593514737

 

— Stephan Lamprecht —

 

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Lesen Sie auch die  Buchbesprechung zur Antologie „Tierisch abgereimt“.

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