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Beiersdorf-Bilanz 2020: Trotz Umsatzrückgang Marktanteile ausgebaut

Mit einem Konzernumsatz von 7,025 Milliarden Euro blieb die Hamburger Beiersdorf AG im letzten Geschäftsjahr 8,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. 2021 sind zusätzliche Investitionen in Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Wachstumsmärkte geplant.

Blick in die Nivea-Produktion der Beiersdorf AG.

Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf, zu dem Marken wie Nivea, Tesa, Eucerin und Hansaplast gehören, hat 2020 einen Konzernumsatz von 7,025 Milliarden Euro erzielt. Nominell entspricht das einem Rückgang von 8,2 Prozent gegenüber 2019. „Organisch”, das heißt aus eigener Kraft bzw. ohne Sondereffekte, lag der Umsatz im Berichtszeitraum um 5,7 Prozent unter Vorjahresniveau. Damit habe sich der Konzern in einem deutlich rückläufigen Markt gut behaupten können, heißt es in der Mitteilung der Geschäftszahlen 2020, die das Unternehmen Mitte Februar veröffentlichte.

Demnach wurde die Geschäftsentwicklung durch die weltweiten pandemiebedingten Restriktionen und Reisebeschränkungen „erheblich beeinträchtigt”, vor allem im zweiten Quartal. Der Gewinn je Aktie sank 2020 von 3,40 Euro auf 2,73 Euro – ein Minus von 19,7 Prozent.

Unabhängig vom Umsatzrückgang habe Beiersdorf nach eigenen Angaben sein Investitionstempo zur Umsetzung der Unternehmensstrategie „C.A.R.E.+” aufrechterhalten und damit in allen Hautpflegekategorien Marktanteile gewonnen. Durch hohe Investitionen und gestiegene Ausgaben in diesen Bereichen sank das betriebliche Ergebnis (Ebit) ohne Sondereffekte entsprechend auf 906 Millionen Euro gegenüber 1,095 Milliarden Euro im Vorjahr. Auch die Ebit-Umsatzrendite ohne Sondereffekte verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozentpunkte auf 12,9 Prozent.

Gute Umsatzentwicklung bei Eucerin und Aquaphor

Der Umsatz im bedeutendsten Unternehmensbereich Consumer sank im Geschäftsjahr 2020 organisch um 6,6 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Abgefedert wurde der Rückgang nach Beiersdorf-Angaben durch die sich gut entwickelnden Marken Eucerin und Aquaphor. Diese verzeichneten ein Wachstum von 8,3 Prozent. Bei der Kernmarke Nivea musste Beiersdorf ebenfalls einen Umsatzrückgang von 6,0 Prozent hinnehmen. Dennoch habe die Marke in mehr als der Hälfte der Länder Marktanteile gewonnen, so der Konzern.

Im Bereich Healthcare, der im Wesentlichen das Pflastergeschäft abbildet, lag der Umsatz organisch 5,9 Prozent unter Vorjahresniveau. Im herausfordernden Marktumfeld konnte sich vor allem die Marke Hansaplast sehr gut behaupten und ihre Marktanteile in zwei Drittel der Länder ausbauen.

Bei der Luxuskosmetikmarke La Prairie waren die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie besonders deutlich zu spüren: Die Kosmetikmarke verzeichnete einen organischen Umsatzrückgang von 23,9 Prozent. Hintergrund seien das deutlich geringere Reiseaufkommen und die damit verbundenen Auswirkungen auf das wichtige Travel-Retail-Geschäft. Trotz zwischenzeitlicher Erholung der Umsatzrückgänge im Jahresverlauf und eines zweistelligen Wachstums in China konnte das starke Vorjahresniveau den Angaben zufolge nicht erreicht werden.

Tesa: Erholung im dritten und vierten Quartal

Das Geschäft der Beiersdorf-Tochter Tesa hat sich dagegen laut Beiersdorf erholt. Nach einem schwierigen ersten Halbjahr sei Tesa vor allem durch Verbesserungen in den Bereichen Electronics sowie der „Do-it-yourself“-Sparte im dritten und vierten Quartal wieder gewachsen. Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2020 bei 1,325 Milliarden Euro und sei damit bis auf 1,5 Prozent an das Vorjahresniveau von 1,379 Milliarden Euro herangekommen.

Stefan de Loecker, Vorstandsvorsitzender der Beiersdorf AG, auf der Bilanzpressekonferenz 2021.

Auf die Geschäftsentwicklung für das Jahr 2021 blickt Beiersdorf optimistisch. „Wir haben in diesem Jahr noch einige Unsicherheiten. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir mit dem Anlauf der Impfungen in vielen Ländern bis Ende des Jahres deutliche Verbesserungen sehen werden“, so Stefan De Loecker, Vorstandsvorsitzender der Beiersdorf AG. Zusätzliche Investitionen in Höhe von 300 Millionen Euro in Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Wachstumsmärkte in den nächsten fünf Jahren sollen eine positive Geschäftsentwicklung befördern.

Bildquellen

  • Beiersdorf-BPK-stefan-de-loecker: Beiersdorf AG
  • Nivea Produktion 56126-screen: Beiersdorf AG
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