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Hamburger Wirtschaft: Einige Branchen stecken noch tief in der Krise

Konjunkturumfrage der Handelskammer Hamburg zum zweiten Quartal 2021 ergibt nachdrücklichen Aufwärtstrend. Allerdings bewertet jeder fünfte Befragte seine Lage als schlecht.

Handelskammer Hamburg

Die Hamburger Wirtschaft erholt sich erstmals nachdrücklich seit Beginn der Corona-Pandemie. Das ergab die aktuelle Konjunkturumfrage der Handelskammer Hamburg vom 22. Juni bis 8. Juli 2021, an der sich 609 Unternehmen beteiligten. Das Geschäftsklima der Hamburger Wirtschaft sprang demnach von 97,3 (Index-)Punkten im Frühjahr auf nunmehr 113,0 Punkte im Sommer 2021.

Die an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen waren nach ihrer Einschätzung hinsichtlich ihrer aktuellen und künftigen Geschäftslage, ihrer Personal- und Investitionsplanungen sowie ihrer Exportaussichten befragt worden. Sie bewerten ihre aktuelle Geschäftslage laut Angaben positiver als noch vor drei Monaten und blicken deutlich optimistischer auf die kommenden 12 Monate. Demnach befinden sich 35,2 Prozent der Unternehmen in einer guten wirtschaftlichen Lage. 43,2 Prozent der Unternehmen gaben an, in einer befriedigenden beziehungsweise saisonüblichen Lage zu sein. 21,6 Prozent sahen sich in einer schlechten Lage.

Vorkrisenniveau Ende 2019 übertroffen

Mehr als die Hälfte der Betriebe, konkret 57,3 Prozent, rechnet in den kommenden zwölf Monaten mit einer gleichbleibenden Geschäftslage. 27,6 Prozent rechnen mit einer Verbesserung und 15,1 Prozent mit einer Verschlechterung. Im Ergebnis führt die Bewertung der Unternehmen laut Mitteilung dazu, dass das Geschäftsklima der Hamburger Wirtschaft erstmals wieder das Vorkrisenniveau Ende 2019 übertrifft.

„Die Erholung der Hamburger Wirtschaft insgesamt darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass einige Branchen noch tief in der Krise stecken und eine nachhaltige Verbesserung noch in weiter Ferne ist“, betont Astrid Nissen-Schmidt, Vizepräses der Handelskammer Hamburg. Schwierig ist es nach wie vor für die Gastronomie. Die Unternehmen dieser Branche bewerten ihre aktuelle Geschäftslage fast ausschließlich als schlecht, zudem sind die Aussichten auf die kommenden zwölf Monate alles in allem pessimistisch. „Gerade für die Unternehmen mit viel Personenkontakt sind die Corona-Maßnahmen weiterhin ein großes Hemmnis für die Geschäftslage“, so Astrid Nissen-Schmidt.

Von Corona-Krise in Fachkräfte-Krise?

Neben diesen ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist ein anderes Geschäftsrisiko erstmals seit der Krise wieder im Fokus der Unternehmen: der Fachkräftemangel. Der anhaltende Aufwärtstrend in vielen Branchen und Unternehmen führt voraussichtlich zu Mehreinstellungen bei jedem fünften Unternehmen.

„Personaleinstellungen und mehr Investitionen sind ein gutes Signal der Hamburger Wirtschaft“, so die Vizepräses der Handelskammer Hamburg. „Entscheidend ist aber, dass die Unternehmen geeignetes Fachpersonal finden oder selbst ausbilden. Der Ausbildungsmarkt ist durch die fehlende Berufsorientierung junger Menschen schwer getroffen. Wir müssen dafür sorgen, dass wir nicht von der Corona-Krise in eine Fachkräfte-Krise kommen.“

Den Konjunkturbericht der Handelskammer Hamburg können Sie hier einsehen: https://bit.ly/3elhpQL

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