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Studie zur Arbeitgeberattraktivität veröffentlicht

Soziale Nachhaltigkeit ist für Unternehmen in der Logistikbranche ein wirksames Instrument, um dem Nachwuchs- und Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Zu dem Ergebnis kommt eine jüngst veröffentlichte Studie.

Soziale Nachhaltigkeit ist für Unternehmen in der Logistikbranche ein wirksames Instrument, um dem Nachwuchs- und Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Zu dem Ergebnis kommt eine jüngst veröffentlichte Studie.

Die Logistik-Initiative Hamburg hat gemeinsam mit dem Institut für Verkehrsplanung und Logistik der Technischen Universität Hamburg (TUHH) die Studie „Maßnahmen zur sozialen Nachhaltigkeit aus der Sicht von Logistikunternehmen und potentiellen Nachwuchskräften“ initiiert, um Faktoren zur Arbeitgeberattraktivität innerhalb der Logistikbranche zu ermitteln. Im Rahmen der Themenwoche „Menschen machen Logistik“ im Juni 2020 wurden die Studienergebnisse vorgestellt.

Corporate Social Responsibility als Kriterium für Wettbewerbsfähigkeit

Nachhaltigkeit wird für Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette immer bedeutsamer und Corporate Social Responsibility (CSR) zunehmend zum Kriterium für Wettbewerbsfähigkeit. Diese fortschreitende Entwicklung sei der Anlass für die beiden Arbeitskreise Nachhaltigkeit und Personal & Qualifizierung der Logistik-Initiative Hamburg im April 2019 gewesen, eine Studienarbeit beim Institut für Verkehrsplanung und Logistik der TUHH in Auftrag zu geben. Erklärtes Ziel der Studie: für junge Arbeitnehmer bedeutungsvolle Aspekte der sozialen Nachhaltigkeit zu identifizieren und daraus mögliche Maßnahmen für Arbeitgeber abzuleiten.

„In einem Workshop beider Arbeitskreise haben Personalverantwortliche herausgearbeitet, welche Aspekte und Maßnahmen zur sozialen Nachhaltigkeit sie für wichtig erachten. Daraus leitete sich die Frage ab, ob sich die Sicht der Unternehmen mit den sich verändernden Einstellungen der jungen Generation deckt, die zur Gewinnung von Nachwuchskräften umworben wird“, erläutert Prof. Dr. Claus Muchna, Studiengangleiter an der Hamburger Fernhochschule und stellvertretender Leiter des Arbeitskreises Personal & Qualifizierung, die Hintergründe zur Entstehung der Studie.

Die Studie wurde am Institut für Verkehrsplanung und Logistik der TUHH unter der Leitung von Prof. Dr. Ing. Heike Flämig und ihrem wissenschaftlichen Mitarbeiter Marcel Steffen, M. Sc betreut. Die Gesamtstudie ist untergliedert in drei Teilstudien und die Ergebnisse sind im Rahmen von studentischen Qualifikationsarbeiten entstanden. Neben einer Bachelorarbeit zur „Charakterisierung von Maßnahmen der internen unternehmerischen sozialen Nachhaltigkeit“, befassten sich die beiden Studienarbeiten im Anschluss zum einen mit dem Thema „Sozialen Maßnahmen, um (Logistik-)Unternehmen für Arbeitnehmer attraktiv(er) zu gestalten“ und zum anderen mit „Maßnahmen der sozialen Nachhaltigkeit in Unternehmen der Logistikbranche“. Hierfür wurden mithilfe einer Onlinebefragung Schüler und Studierende zwischen 17 und 24 Jahren in ihrer Wahrnehmung als zukünftige Berufseinsteiger befragt und Experteninterviews mit neun Unternehmen der Logistikbranche geführt.

„Das Bewusstsein der Relevanz von Maßnahmen der sozialen Nachhaltigkeit war bei allen interviewten Unternehmen vorhanden und die Thematik wurde als elementarer Bestandteil im unternehmerischen Handeln verstanden. Für mich persönlich spielen solche Aspekte bei der Wahl eines zukünftigen Arbeitgebers auf jeden Fall auch eine zentrale Rolle“, so Maria König, an der Studie beteiligte Bachelor-Studierende im Studiengang „Logistik und Mobilität“ der TUHH.

Junge Beschäftigte legen großen Wert auf Karrierechancen, gutes Arbeitsklima, Gesundheit

Grundsätzlich lasse sich aus den Datenerhebungen ableiten, dass junge Arbeitnehmer großen Wert auf Faktoren wie Einstiegs- und Entwicklungschancen, gutes Arbeitsklima und Gesundheit legen, während das Image des Unternehmens weniger relevant zu sein scheine, so die Logistik-Initiative. Bei den Unternehmen habe sich unter anderem herausgestellt, dass kleine und kostengünstige Maßnahmen häufig eine große Wirkung erzielen und es große Unterschiede bei der Schwerpunktsetzung der angebotenen Maßnahmen gebe, die in direktem Zusammenhang mit der Unternehmensgröße stünden.

Erkennbares altersspezifisches Nutzerverhalten der Arbeitnehmenden

Eine der wesentlichsten Erkenntnisse der Forschungsarbeit sei ein erkennbares altersspezifisches Nutzerverhalten auf Seiten der Arbeitnehmenden und die daraus resultierende Handlungsempfehlung für Unternehmen, Maßnahmen der sozialen Nachhaltigkeit lebensabschnittsgerecht zu gestalten. Die beiden Arbeitskreise Nachhaltigkeit und Personal & Qualifizierung der Logistik-Initiative wollen aufbauend auf den Studienergebnissen weitere Strategien herausarbeiten, um Logistik-Unternehmen zukünftig noch besser und zielgerichteter bei der Akquisition von jungen Berufseinsteigern sowie bei der Fachkräftebindung zu unterstützen und die Attraktivität der Branche zu steigern.

Weitere Information und die Ergebnisse der Teilstudien: www.hamburg-logistik.net und https://t1p.de/ks5o

 

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