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TUHH: Aerogele-Forschungsprojekt erhält Ralf-Dahrendorf-Preis

„AeroAlle“ will der Öffentlichkeit den Werkstoff Aerogele durch kreative Kommunikation nahebringen.

Aerogele in einem Schaukasten am Institute of Thermal Separation Processes, TUHH

Ein Team der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und seine internationalen Partner gehören zu den fünf Preisträgern des diesjährigen „Ralf-Dahrendorf-Preis für den Europäischen Forschungsraum”. Mit dieser Auszeichnung werden laut Mitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „herausragende Ergebnisse europäischer Forschungszusammenarbeit“ gewürdigt. Mit einer Förderung bis zu 50.000 Euro erhalten die Preisträger die Möglichkeit, bürgernahe Konzepte der Wissenschaftskommunikation umzusetzen.

Aerogele – Multitalente in der Alltagsanwendung

Das preisgekrönte Hamburger Projekt „AeroAlle“ dreht sich um Aerogele. Dabei handelt es laut TUHH-Information um einen „der vielversprechendsten Werkstoffe der Zukunft”. Die leichtesten aller Feststoffe bestehen fast ausschließlich aus luftgefüllten Nanoporen und eignen sich daher optimal als Wärmedämmung oder für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie und der Biomedizin.

Das Team der Technischen Universität Hamburg vom Institut für Thermische Verfahrenstechnik und der Nachwuchsinitiative „Kinderforscher an der TUHH“ des Instituts für Technische Biokatalyse will nun unter dem Titel „AeroAlle“ die breite Öffentlichkeit über Aerogele und deren Anwendung informieren.

Prof. Dr.-Ing. Irina Smirnova, Professorin und Leiterin des Instituts für Thermische Verfahrenstechnik und Vizepräsidentin Forschung an der TU Hamburg, vor der Versuchsanlage zur Herstellung von Aerogelen

Professorin Irina Smirnova leitet das Institut für Thermische Verfahrenstechnik an der TU Hamburg. Aerogele sind ein Schwerpunkt ihrer Arbeit: „Dieses leichte Material begeistert mich auch nach über zwanzig Jahren Forschung, weil es sich für so vieles eignet“, sagt die Verfahrenstechnikerin. Als Dämmstoff lassen Aerogele beispielsweise im Gegensatz zu herkömmlichen Dämmmaterialien Luft und Feuchtigkeit passieren, ohne ihre isolierende Wirkung einzubüßen.

Pilotanlage im Großlabor

Um die Herstellungskosten und damit die Prozesse schneller und das Material kostengünstiger zu machen, initiierte die TU-Professorin ein Aerogel-Cluster mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft im Rahmen eines Energieeffizienzprogramms. Das Ergebnis des vierjährigen Clusters ist unter anderem eine Pilotanlage im Großlabor der TU-Verfahrenstechnik. Damit kann die Kinetik der Trocknungsprozesse verschiedenster Aerogele für industrielle Anbieter und Universitäten getestet werden.

„AeroAlle“

„Aerogele sind der Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannt, daher möchten wir die Sichtbarkeit dieser spannenden und zukunftsträchtigen Forschung gezielt unterstützen“, sagt Irina Smirnova. Dafür arbeitet das TU-Institut mit der Nachwuchsinitiative „Kinderforscher an der TUHH“ des Instituts für Technische Biokatalyse zusammen.

Auf der Website www.kniffelix.de sollen aktive Experimente und Lernspiele vor allem Jugendlichen Einblicke in die europäische Forschung zu Aerogelen vermitteln und ihnen den Austausch mit Forschenden ermöglichen. So will das Projekt „AeroAlle“ Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler schon während ihrer Schulzeit für eine ingenieurwissenschaftliche Berufs- oder Studienwahl begeistern.

Die vier weiteren Preisträger und ihre Projekte

Die Ozeanbeobachtung am Geomar Helmholtz-Zentrum trägt laut Bundesministerium für Bildung und Forschung dazu bei, sich vor den Gefahren durch Naturkatastrophen zu schützen. Aus dem Forschungsprojekt „AtlantOS“ werden nun Spiele entwickelt – analog als Familienkartenspiel und digital als Einzelspiel.

Wie Menschen ihre eigene Stadt interaktiv und kreativ mitgestalten und ihren eigenen Bedürfnissen anpassen können, zeigt das Projekt U_Code an der Technischen Universität Dresden. Die Beteiligungsplattform ‚Urban Collective Design Environment‘ ermöglicht es, verschiedene Interessengruppen einzubeziehen.

Die Universität Leipzig und 15 Forschende an verschiedenen europäischen Einrichtungen stoßen mit ihrem Projekt einen interaktiven Austausch in der Gesellschaft zu dem Thema an, wie Kinder, die während Kriegen von ausländischen Soldaten und einheimischen Müttern geboren wurden, aufwachsen und leben.

Das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration mit seinen Partnern aus acht Ländern plant mit der Unterstützung des Ralf-Dahrendorf-Preises nachhaltige Digitalisierung auf der Internationalen Funkausstellung 2022 auf interaktive Weise zu vermitteln.

Bildquellen

  • irina_smirnova_3353_c_Eva Haeberle: Eva Häberle
  • Aerogele_TUHH_C_Eva Haeberle: Eva Häberle
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