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Job & Karriere

Arbeitgeber unter der Lupe

Nicht nur Unternehmen können ihren zukünftigen Arbeitnehmer mit Hilfe von sozialen Netzwerken analysieren. Jetzt geht es auch umgekehrt. Mit dem Aufkommen von Job-Bewertungsportalen stehen zunehmend Unternehmen unter Beobachtung.

Nicht nur Unternehmen können ihren zukünftigen Arbeitnehmer mit Hilfe von sozialen Netzwerken analysieren. Jetzt geht es auch umgekehrt. Mit dem Aufkommen von Job-Bewertungsportalen stehen zunehmend Unternehmen unter Beobachtung.

Wer sein Feedback über den eigenen Arbeitgeber abgibt, liegt damit im Trend. Mit Job-Bewertungsportalen wird Arbeitnehmern ermöglicht ihren Arbeitgeber zu bewerten. Auf den meisten Plattformen kann nach folgenden Kriterien abgestimmt werden: Arbeitsatmosphäre, Kollegenzusammenhalt und Vorgesetztenverhalten. Auch in den Bereichen Gehalt sowie Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten kann der Arbeitgeber bewertet werden.

Die vier größten Arbeitgeber-Bewertungsportale sind:

Kununu.com gehört zum Karriere-Netzwerk Xing und ist mit 434.000 Bewertungen das größte Bewertungsportal im deutschsprachigen Raum. Bewertungen können hier für Jobs, Ausbildungsstelle und dem Bewerbungsverfahren von Unternehmen abgegeben werden. Unternehmen haben die Möglichkeit sich ein eigenes Unternehmensprofil anzulegen, um auch selbst aktiv zu werden.

meinChef.de
Auf diesem Bewertungsportal können etwa 10.000 Arbeitgeber beurteilt werden. Neben den Unternehmen können auch die Chefs der einzelnen Abteilungen bewertet werden. Auf der Startseite der Plattform werden die Top-Chefs und die Top-Unternehmen präsentiert. Eine Stellenbörse und ein umfangreicher Gehaltsvergleich sind mit in der Plattform integriert.

bizzWatch ist ein Meinungsportal auf dem User ihr Unternehmen und ihre Chefs bewerten können. Die Bewertungen werden mit einem Durchschnittswert angezeigt. Kommentare und Einträge von Geschäftsführern werden nur im eingeloggten Zustand sichtbar.

Jobvoting ist das erste Arbeitgeber-Bewertungsportal in Deutschland. Im Jahr 2006 ging es an den Start. Mittlerweile verzeichnet das Portal 100.000 Unternehmen in ihrer Datenbank. Jobvoting verfügt neben der Arbeitgeberbewertung auch über Web 2.0-Funktionen wie zum Beispiel ein Jobforum, Gehaltsvergleich, Stellenanzeigen und Umfragen.

Auffällig ist, dass auf den verschiedenen Job-Bewertungsportalen die meisten Bewertungen des Arbeitgebers durchaus positiv sind. Einige negative Aspekte gibt es wie zum Beispiel auf dem Portal kununu.com „Schreckliche Vorgesetzte (egozentrisch, & autoritär), banale Aufgaben (Lager sortieren), unklare Kommunikation untereinander (und Lästereien).

Wie sollten Unternehmen auf negative Bewertungen reagieren?
Negative Bewertungen sind natürlich für Unternehmen problematisch. Kritiken sollten Unternehmen als Chance sehen etwas zu verändern.

Hier ein paar Tipps:

  • Ignorieren Sie negative Kritikpunkte nicht, sondern sehen Sie sie als Zeichen für Ihre Glaubwürdigkeit. Nur positive Bewertungen machen misstrauisch, dass diese nicht ernst gemeint oder auch gekauft sein könnten.
  • Ist die Kritik gerechtfertigt, haben Sie die Möglichkeit ein Kommentar neben der Bewertung ihres Mitarbeiters hinzuzufügen und ihm darzulegen wie die Mängel behoben werden können oder ihn um ein persönliches Gespräch bitten.

Wie aussagekräftig sind Bewertungen?

Bewertungen auf den unterschiedlichen Portalen werden von Nutzern mit Hilfe von Punkten, Sternen und Noten vergeben. Dabei mischen sich ihre Bewertungen mit den Selbstdarstellungen der Arbeitgeber. Von„ Alles super bei meiner Firma“ bis zum „Gehalt und Arbeitsklima ist schlecht“ sind alles dabei. Bewertungsportale leben von der Vielzahl der Nutzer. Erst durch eine sehr hohe Anzahl und viele aktuelle Bewertungen (gemessen an der Unternehmensgröße), ist es möglich ein annäherndes Bild der Zufriedenheit der Mitarbeiter zu erhalten.

Fazit: Wer unzufrieden mit seinem Job ist, sollte das Gespräch mit dem Chef suchen, anstatt sein Unmut in solchen Portalen niederzuschreiben. Auch wenn jeder Vierte Nutzer im Netzt sich auf solchen Portalen aufhält, sollten die Bewertungen kritisch betrachtet werden. Dies geht aus der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Bitkom unter 778 Internetnutzern hervor.

Quelle: www.anerkunng-sozial.de; www.internetworld.de

 

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Andreas Ballnus erzählt in seiner Kolumne „Kann passieren“ reale Begebenheiten, fiktive Alltagsgeschichten und manchmal eine Mischung aus beidem. Diese sind wie das Leben: mal humorvoll, mal nachdenklich. Die Geschichten erscheinen jeweils am letzten Freitag eines Monats in business-on.de.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Beiträge, die von Andreas Ballnus erschienen sind.

Lesen Sie auch die  Buchbesprechung zur Antologie „Tierisch abgereimt“.

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