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Desy: wo Schulklassen Physik begreifen können

Seit 20 Jahren ermöglicht das Forschungszentrum Desy mit seinem Schülerlabor Schülerinnen und Schülern, unter Anleitung die Forschungsarbeit in den Naturwissenschaften durch eigene Experimente kennenzulernen.

1997 öffnete physik.begreifen als eines der ersten Schülerlabore in Deutschland seine Pforten. Seither lädt das Deutsche Elektronen-Synchrotron (Desy) Schulklassen ins Forschungszentrum in Hamburg-Bahrenfeld ein, um gemeinsam mit angehenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in eigenen Laboren zu experimentieren. Am 22. September 2017 feierte das Desy-Schülerlabor sein 20-jähriges Bestehen und damit auch eine spannende Verbindung von Forschung und Unterricht.

Große Nachfrage nach Praktikumsplätzen

„Bei uns können Schülerinnen und Schüler eigenständig experimentieren und erleben wie Forschung funktioniert“, sagte Prof. Helmut Dosch, Vorsitzender des Desy-Direktoriums. „Es ist uns ein besonderes Anliegen und eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe zugleich, den Nachwuchs für Naturwissenschaften zu begeistern.“ Die Nachfrage sei laut Pressemitteilung nach wie vor „immens“: Die Praktikumsplätze des Schülerlabors seien schnell ausgebucht, obwohl die Kapazität von 1.300 Teilnehmern im Jahr 1997 auf etwa 6.000 im Jahr 2016 habe erhöht werden können.

„Das Schülerlabor ,physik.begreifenʻ bei Desy ist ein wunderbares Beispiel für die Zusammenarbeit einer erstklassigen Forschungseinrichtung und der Behörde für Schule und Berufsbildung“, sagte Hamburgs Schulsenator Ties Rabe auf der Jubiläumsfeier des Desy-Schülerlabors. Seine Behörde unterstützt das Projekt von Beginn an. „Wir legen besonderen Wert darauf, dass die Schülerinnen und Schüler selbstständig arbeiten und dabei physikalischen Phänomenen auf den Grund gehen“, betonte Karen Ong, die Leiterin des Schülerlabors physik.begreifen. „Dabei darf man auch Fehler machen, das gehört dazu.“

Von „Vakuum“ bis „Radioaktivität“

Das Konzept von physik.begreifen verbindet Unterricht und Forschung: Die Schülerinnen und Schüler verlassen für einen Tag den Schulalltag und experimentieren selbstständig in einem eigens für sie eingerichteten Forschungslabor. Das Experimentierangebot reicht vom Thema „Vakuum“ für die 4. bis 6. Klasse, über „Radioaktivität“ für die 9. und 10. Klasse bis hin zu den Themen „Quantenphysik“ und „Teilchen und Felder“ für die Oberstufe. Es passt damit zum Lehrplan, aber die Lösungswege und -techniken entsprechen denen von Forschern.

Desy-Schülerlabore in Hamburg und Zeuthen

Mehr als 88.000 Schülerinnen und Schüler haben bislang an den Experimentiertagen teilgenommen. Heute kommen fast täglich zwei Schulklassen ins Schülerlabor, auch in den Ferien gibt es Angebote. „,physik.begreifenʻ war das erste Schülerlabor in der Helmholtz-Gemeinschaft und hat einen echten Trend gesetzt“, erklärte Desy-Forschungsdirektor Prof. Joachim Mnich. „Mittlerweile sind fast 30 Schülerlabore an Helmholtz-Zentren angesiedelt und der Bedarf, das Interesse an Naturwissenschaften und Technik zu fördern, ist nach wie vor hoch.“ Auch Desy unterhält inzwischen jeweils ein Schülerlabor an seinen Standorten in Hamburg und in Zeuthen.

(Redaktion)


 


 

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