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Hamburger City: So soll die Innenstadt attraktiver werden

Ein Runder Tisch und die neu ernannte Innenstadtkoordinatorin Prof. Elke Pahl-Weber sollen die Entwicklung der City vorantreiben.

Innenstadtkoordinatorin Prof. Elke Pahl-Weber wird an der Schnittstelle zwischen Behörden, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur tätig sein und die verschiedenen Aktivitäten und Akteure bündeln. Foto: Senatskanzlei Hamburg/Jan-Niklas Pries

Am 15. Juni 2022 war die Auftaktsitzung des Runden Tisches Innenstadt, der auf Initiative von Hamburgs Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher eingerichtet worden war. Der „Runde Tisch Innenstadt” soll bestehende Projekte bündeln, Impulse für innovative Ideen setzen, bei der Umsetzung helfen und eine Bewertung der Gesamtentwicklung vornehmen. Als neue zentrale Ansprechpartnerin und Koordinatorin wird Elke Pahl-Weber den weiteren Prozess der Innenstadtentwicklung begleiten und moderieren.

„Handlungskonzept Innenstadt” von 2020

„Unsere Innenstadt ist die Visitenkarte Hamburgs. Ihre Attraktivität als zentraler Ort des gesellschaftlichen Lebens und des Einzelhandels soll auch in Zukunft erhalten bleiben. Dazu muss sich die Innenstadt fortlaufend den Trends und Anforderungen der Zeit anpassen. Hierzu bestehen bereits viele Planungen und Aktivitäten, die sich auf unterschiedliche Themenfelder beziehen“, sagt Tschentscher in der Senatsmitteilung zur Auftaktveranstaltung.

Das 2020 vorgelegte „Handlungskonzept Innenstadt“ sieht laut Angaben zahlreiche Maßnahmen für mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt vor. Dazu gehören demnach mehr Fußgängerzonen, ein Business Improvement District (BID) Rathausquartier oder die Aufwertung des Burchardplatzes und des Hopfenmarktes. Mit dem Programm „Frei_Fläche: Raum für kreative Zwischennutzung“ hat der Senat einen Fonds zur Vermeidung von Geschäftsleerständen im Einzelhandel bereitgestellt, um kulturelle und kreative Zwischennutzungen in der Innenstadt und in den bezirklichen Zentren zu ermöglichen.

Bundesmittel beantragt

Die konkreten nächsten Schritte bei der Weiterentwicklung der Hamburger Innenstadt umfassen einen Prozess für ein neues Leitbild sowie die Pilotierung von innovativen Nutzungsideen. Dafür hat Hamburg Bundesmittel im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ beantragt, heißt es in der Mitteilung. Damit solle unter anderem das Projekt „Verborgene Potenziale“ umgesetzt werden, das im Herzen der Stadt mehr Raum für Wohnen, Gastronomie und Kultur schaffen sowie weitere Pilotprojekte initiieren will.

Der Senat hat bereits den Hamburger Neustartfonds City & Zentren um eine dritte Tranche erhöht. Zusätzlich zur bisherigen Fördermittelsumme von 1,6 Millionen Euro stehen weitere 500.000 Euro zur Verfügung. Ziel sei es, „den Neustart in den Quartieren und der Innenstadt nach den wirtschaftlichen Einbußen infolge der Corona-Pandemie weiter zu fördern.”

Stellungnahme Handelskammer Hamburg

Malte Heyne, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg, begrüßt die Initiative „Runder Tisch Innenstadt“ in einem Statement. Die Wirtschaft stehe mit dem Bündnis für die Innenstadt bereit, „den hierfür notwendigen Transformationsprozess und die notwendigen Maßnahmen aktiv mit Manpower und Ressourcen zu unterstützen”.

Bei den drei Leitprojekten des Senats aus dem Handlungskonzept Innenstadt (Autofreier Jungfernstieg, Umgestaltung Burchardplatz und Entwicklung Hopfenmarkt mit archäologischem Fenster) handele es sich um „wichtige baulich-gestalterische Maßnahmen”. Ein Konzept zu einer breiten inhaltlich-funktionalen Neuausrichtung der Innenstadt mit der Schaffung neuer Besuchsanlässe müsse aber deutlich weiter gefasst sein. Zahlreiche Ideen für entsprechende Projekte lägen bereits auf dem Tisch. „Alle Stakeholder der Innenstadt sind aufgefordert, Weitere vorzuschlagen, von denen die besten umgesetzt werden müssen.“

Bildquellen

  • Prof. Elke Pahl-Weber: Senatskanzlei Hamburg / Jan-Niklas Pries
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