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„Starke Wirtschaft Hamburg” setzt sich bei Handelskammerwahl mit großer Mehrheit durch

Die wahlberechtigten Unternehmen der Handelskammer Hamburg haben gewählt: Über alle Wahlgruppen entfallen 41 Sitze der insgesamt 58 Sitze im Plenum auf die Kandidaten der Gruppe „Starke Wirtschaft Hamburg”. Erste Tagung soll im April sein.

Daniel Sumesgutner / Handelskammer Hamburg

Die wahlberechtigten Unternehmen der Handelskammer Hamburg haben gewählt: Über alle Wahlgruppen entfallen 41 Sitze der insgesamt 58 Sitze im Plenum auf die Kandidaten der Gruppe „Starke Wirtschaft Hamburg”. Erste Tagung soll im April sein.

Nach der Plenarwahl vom 20. Januar bis 18. Februar scheint die Handelskammer Hamburg wieder in ruhiges Fahrwasser zu kommen. Wie die am 20. Februar 2020 vom Wahlausschuss veröffentlichten Ergebnisse zeigen, sind künftig 41 Kandidatinnen und Kandidaten der Initiative „Starke Wirtschaft Hamburg” im neugewählten Kammerplenum. Nur etwa ein Dutzend der bisherigen Plenumsmitglieder wird demnach auch dem neugewählten „Parlament der Wirtschaft” angehören, deren ehrenamtliche Vertreter für die Wahlperiode 2020 bis 2024 gewählt worden sind.

Die Initiative Starke Wirtschaft Hamburg hatte sich Ende 2018 formiert, um dem Kurs des häufig als „Kammerrebellen” bezeichneten Bündnisses „Die Kammer sind wir!“ entgegenzusteuern. Die unterschiedlichen Vorstellungen über die inhaltliche Ausrichtung der Kammer hatten in der Vergangenheit immer wieder für interne Turbulenzen und öffentliche Diskussionen gesorgt.

Konsens angestrebt

Mit der Bekanntgabe der Wahlergebnisse kündigte die Starke Wirtschaft Hamburg in einer Mitteilung an, dass sich die Plattform – wie vor der Wahl angekündigt – auflösen werde. „Wir freuen uns sehr über die hohe Akzeptanz unserer Kandidaten“, sagt die wiedergewählte Plenarierin Astrid Nissen-Schmidt. Jetzt gelte es, die Zusagen an die Hamburger Wirtschaft umzusetzen. „Wir machen wie angekündigt einen gründlichen Kassensturz und werden alles unternehmen, um das Vertrauen der Mitarbeiter und Unternehmen zurückzugewinnen“, so Astrid Nissen-Schmidt.

Norbert Aust, wie Astrid Nissen-Schmidt Mitglied der Doppelspitze von Starke Wirtschaft Hamburg, stellt klar: „Das positive Ergebnis nehmen wir als Auftrag, den Konsens im Plenum wieder herzustellen. Es wird kein ‚Durchregieren‘ geben. Das wäre einer Wirtschaftsvertretung unwürdig“. Die Handelskammer benötige einen breiten Konsens im Plenum für den Neuanfang. „Deshalb werden wir jetzt auf alle Mitglieder des Plenum zugehen, die mit uns zusammenarbeiten wollen“, sagt Norbert Aust. „Mit uns wird es keine Fraktionen im Plenum geben. Wir wollen die offenen Führungspositionen neu besetzen und streben eine Teamlösung für die Geschäftsführung an“, so Norbert Aust.

„Schnell Handlungsfähigkeit zurückgewinnen”

„Das Wahlergebnis ist ein klares Votum für eine starke Handelskammer. Ich freue mich darauf, im Plenum gemeinsam den eindeutigen Wählerauftrag für den Neuaufbau der Handelskammer kraftvoll umzusetzen, um eine zukunftsorientierte Standortpolitik zu ermöglichen. Hierfür müssen wir zunächst schnell Handlungsfähigkeit zurückgewinnen. Konkret gilt es, umgehend ein ausgewogenes Präsidium zu finden und die vakanten Führungspositionen im Hauptamt zügig zu besetzen“, sagt Niels Pirck, Direktor Hamburger Sparkasse AG, in einem Statement.

In der April-Sitzung tagt das neue Plenum nach Kammerangaben zum ersten Mal und wählt das neue Präsidium. Ab der Mai-Sitzung können noch bis zu neun Mitglieder kooptiert, das heißt später berufen, werden.

Relativ hohe Wahlbeteiligung mit 11,1 Prozent

Die Wahlbeteiligung der wahlberechtigten Unternehmen lag laut Informationen der Handelskammer Hamburg bei 11,1 Prozent und damit unter dem Wert von 2017 mit 17,6 Prozent. Verglichen mit anderen großen IHK-Bereichen hatte sie aber noch ein höheres Niveau erreicht.

Unter www.hk24.de/wahl sind ab sofort die 58 neu gewählten Plenarmitglieder sowie die Einzelstimmergebnisse aller 134 Kandidatinnen und Kandidaten abrufbar.

 

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