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Smart City Index

Städtevergleich: Hamburg liegt bei der Digitalisierung in Deutschland vorn

Unter 81 deutschen Großstädten hat Hamburg mit Abstand die größten Fortschritte bei der Digitalisierung gemacht. Das geht aus dem aktuellen „Smart City Index” des Branchenverbandes Bitkom hervor.

Für den Smart City Index untersucht und vergleicht der Digital-Verband Bitkom die großen deutschen Städte beim Thema Digitalisierung. Dafür wurden die fünf Themenbereiche Verwaltung, IT- und Telekommunikationsinfrastruktur, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft mit insgesamt 7.800 Datenpunkten erfasst. Die Ergebnisse des aktuellen Rankings wurden Mitte Oktober der Öffentlichkeit vorgestellt.

Hamburg erwies sich dabei als „smarteste Stadt Deutschlands”. Die Hansestadt rangiert mit deutlichem Abstand ganz oben im Ranking der 81 analysierten Großstädte. Von 100 möglichen Punkten erreichte Hamburg 79,5 Punkte.

Dahinter liegen nahezu gleichauf Karlsruhe mit 69 Punkten und Stuttgart mit 68,6 Punkten auf den Plätzen 2 und 3. Dicht dahinter folgen Berlin mit 68,1 Punkten und München mit 67,7 Punkten, die mit dieser Punktzahl den Sprung in die Top 3 knapp verpasst haben.

Bundesweit vorbildliche Projekte und Teilergebnisse

Die ersten 10 Plätze komplettieren Heidelberg (65,6 Punkte), Bonn (62,4), Köln (62,3), Dortmund (61,7) und Darmstadt (61,1). „Der Smart City Index vermisst die deutschen Großstädte in puncto Digitalisierung und macht sie vergleichbar. Hamburg erreicht in allen fünf untersuchten Themenfeldern Spitzenwerte und ist damit ein Vorbild für viele Smart-City-Initiativen in Deutschland“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Aber auch jenseits der Metropolen gehören Städte in einzelnen Bereichen zu den Vorreitern, wie Mannheim beim E-Government, Wuppertal bei gesellschaftlichen Aktivitäten oder Darmstadt bei Energie und Umwelt.“

Beispiele für innovative Smart-City-Lösungen sind etwa die emissionsfreie Paketzustellung im Pilotprojekt „logSPAZE“ für die Stuttgarter Innenstadt, die Entwicklung der Multifunktions-App „[email protected]“ als Plattform für kommunale und privatwirtschaftliche digitale Dienstleistungen in Karlsruhe oder die smarte Luftreinhaltung in Darmstadt mittels des „CityTree“, einer Mischung aus Stadtmöbel und Bio-Tech-Filter mit luftreinigender Wirkung.

Tschentscher: entwickeln aus der Sicht der Nutzer

„Wir entwickeln unsere neuen Prozesse aus der Sicht der Nutzer, arbeiten behördenübergreifend zusammen und modernisieren die Verwaltungsabläufe. Die Digitalisierungsstrategie des Senats wirkt. Durch die gezielten Aktivitäten der letzten Jahre liegt Hamburg in vielen Feldern im deutschlandweiten Vergleich vor”, so Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher zum Spitzenplatz der Hansestadt im Digital-Index.

Christian Pfromm, Chief Digital Officer der Stadt Hamburg, sagte, der ganzheitliche Ansatz und der konsequente Weg der Digitalisierung der Verwaltung und der anderen Lebensbereiche der Stadt zahlten sich jetzt aus und zeigten, dass man den richtigen Weg eingeschlagen habe.

Das vollständige Ranking der 81 deutschen Großstädte inklusive aller Ergebnisse in den Teilbereichen ist als interaktive Online-Karte unter www.bitkom.org/smart-city-index verfügbar.

(Redaktion)


 


 

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