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Albertinen Zentrum für Altersmedizin feierte Richtfest

In Hamburg-Schnelsen errichtet die Immanuel Albertinen Diakonie einen zukunftsweisenden Neubau für mehr als 50 Millionen Euro. Das neue Zentrum soll an den speziellen Bedürfnissen älterer Menschen ausgereichtet werden und die Kompetenzen der fachübergreifenden Behandlung geriatrischer Patientinnen und Patienten bündeln. Am 26. August fand die Richtkranzzeremonie statt.

Richtfest des Albertinen Zentrums für Altersmedizin: (von links) Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Roß, Geschäftsführer Albertinen Haus Ralf Zastrau, Vorsitzender Konzerngeschäftsführung Matthias Scheller, Senatorin Dr. Melanie Leonhard, Bezirksamtsleiter Kay Gätgens, Geschäftsführer Albertinen Krankenhaus Christian Rilz, Chefarzt Geriatrie Prof Dr. Thiem, Polier Stefan Heller. Foto: Immanuel Albertinen Diakonie

Das viergeschossige Albertinen Zentrum für Altersmedizin an der Wogenmannsburg/Ecke Hogenfelder Straße ist im Rohbau fertiggestellt. Das Richtfest fand im Beisein von Gesundheitssenatorin Dr. Melanie Leonhard, Eimsbüttels Bezirksamtsleiter Kay Gätgens sowie zahlreichen geladenen Gästen aus Politik, Gesundheitswesen und Kirchen, Freunden, Förderern und Mitarbeitenden der Immanuel Albertinen Diakonie und beteiligten Bauleuten statt.

Klares Bekenntnis zu moderner Altersmedizin

Gesundheitssenatorin Dr. Melanie Leonhard gratulierte zum Richtfest. „Die neue Geriatrie ist ein klares Bekenntnis der Immanuel Albertinen Diakonie zur medizinischen Versorgung älter werdender Menschen am Standort Süntelstraße und dabei offen für alle Hamburgerinnen und Hamburger. Sie wird sichtbar ein klares Bekenntnis der Freien und Hansestadt Hamburg zu einer modernen und auf die Zukunft ausgerichteten Altersmedizin.“ Wichtige sei es, Altersmedizin als ganzheitlich zu begreifen und mit ihrer Hilfe Menschen Teilhabe am Leben erneut oder dauerhaft möglich zu machen. Das Zentrum müsse den ganzen Menschen mit all seinen Gesundheits- und pflegerischen Fragen im Blick haben, betonte Leonhard.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde fördert den Bau mit mehr als 34 Millionen Euro, die Immanuel Albertinen Diakonie beteiligt sich mit weiteren 18,9 Millionen Euro an den Baukosten.

Wichtige Zukunftsinvestition im Bezirk

Knapp 20 Prozent der Bevölkerung in Eimsbüttel seien schon jetzt über 60 Jahre alt. In zehn Jahren werde jeder Dritte dieses Alter erreicht haben. Das neue Albertinen-Alterszentrum sei eine Antwort darauf, wie wichtigen Schlüsselfragen in der Gesundheitsversorgung einer älter werdenden Bevölkerung begegnet werden könne, führte Bezirksamtsleiter Kay Gätgens aus. „Interdisziplinäre medizinische Kompetenz und Räume, die modernste Behandlung ermöglichen und den Patienten-Bedürfnissen gerecht werden, machen den Standort Schnelsen zu einer wichtigen Säule in der Gesundheitsversorgung für ganz Hamburg“, so Gätgens, „ich freue mich über diese Zukunftsinvestition eines unserer größten Arbeitgeber im Bezirk.“

Altersmedizin als besonderer Schwerpunkt der Immanuel Albertinen Diakonie

Der Aufsichtsratsvorsitzender der Immanuel Albertinen Diakonie Jürgen Roß stellte heraus, dass sich in einer Gesellschaft, in der die Menschen immer älter werden, auch die Anforderungen und Erwartungen der älteren Generation verändern: „Selbstständigkeit und Selbstbestimmung sind wichtiger denn je. Deshalb sind Altersmedizin und Altenhilfe ein besonderer Schwerpunkt der Immanuel Albertinen Diakonie. Das umfasst zum einen die hochspezialisierte geriatrische Versorgung in unseren Kliniken, aber auch vielfältige weitere Angebote vom Ambulanten Pflegedienst über die stationäre Pflege bis zur Wohngemeinschaft für an Demenz Erkrankte. Mit dem Neubau des Albertinen Zentrums für Altersmedizin unterstreichen wir unser diakonisches Engagement für die älteren Menschen in Hamburg und darüber hinaus.“

„Hier entsteht über 40 Jahre nach Inbetriebnahme des Albertinen Hauses am Sellhopsweg die Zukunft der Altersmedizin für Hamburg“, hob Matthias Scheller, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der Immanuel Albertinen Diakonie, in seiner Ansprache hervor. Der Neubau schaffe die baulichen Voraussetzungen für eine passgenaue und fachübergreifende medizinische Versorgung geriatrischer Patientinnen und Patienten mit einer hochmodernen Ausstattung. Bisher werden ältere kranke Menschen sowohl in der Klinik für Geriatrie und Gerontologie im Albertinen Haus am Sellhopsweg wie auch im Albertinen Krankenhaus in der Süntelstraße altersmedizinisch versorgt.

Gebündelte fachübergreifende Behandlung geriatrischer Patientinnen und Patienten

Bis Herbst 2023 entsteht ein viergeschossiges Gebäude mit 117 Betten und 35 teilstationären Behandlungsplätzen, das direkt an das Albertinen Krankenhaus anschließen wird und so eine fachübergreifende Behandlung geriatrischer Patientinnen und Patienten ermöglichen soll. Die Medizinisch-Geriatrische Klinik im nahegelegenen Albertinen Haus – Zentrum für Geriatrie und Gerontologie wird nach Fertigstellung an den neuen Standort umziehen.

Das Albertinen Zentrum für Altersmedizin wird nach den Plänen neben der Akutgeriatrie auch das zertifizierte Powalla Zentrum für Alterstraumatologie, die Geriatrische Tagesklinik und Geriatrische Institutsambulanz sowie die Therapiebereiche wie etwa Krankengymnastik, Physikalische Therapie, Ergotherapie oder Logopädie umfassen. Geriatrische Frührehabilitation mit Schwerpunkt internistische und vaskuläre Erkrankungen, Kognitive Geriatrie für kognitiv eingeschränkte Patientinnen und Patienten sowie Palliative Geriatrie werden ebenfalls in dem Gebäude untergebracht.

Gebäude nach modernsten Erkenntnissen konzipiert

Ralf Zastrau, Geschäftsführer im Albertinen Haus, erklärte: „Das gesamte Gebäude ist nach neuesten Erkenntnissen in der Altersmedizin konzipiert worden. Das betrifft neben der barrierefreien Gestaltung insbesondere auch die Möglichkeit zur klaren Orientierung unter anderem durch ein besonderes Farbkonzept sowie modernste Sensortechnik. Im zweiten Obergeschoss sorgt zusätzlich ein biodynamisches Beleuchtungskonzept für eine angenehme Atmosphäre und unterstützt den Tag- und Nacht-Rhythmus der kognitiv eingeschränkten Patientinnen und Patienten. Hervorzuheben sind auch die großen und besonders hellen Ein- und Zweibettzimmer als Standard.“

Richtfest des Albertinen Zentrums für Altersmedizin in Hamburg-Schnelsen: Polier Stefan Heller (links) sprach den traditionellen Richtspruch. Foto: Favorit-Media-Relations GmbH

Bauvorhaben im Zeitplan

Nach der Grundsteinlegung im November 2021 liege das Bauvorhaben im Zeitplan, heißt es. Bis zu 50 Bauleute seien auf der Baustelle tätig gewesen. Zur Fertigstellung des Rohbaus wurden in den vergangenen Monaten unter anderem rund 5.800 Kubikmeter Ortbeton, der wird direkt auf der Baustelle gegossen und geformt wurde, sowie fast 102 Tonnen Fertigbeton verbraucht. Es wurden 600 Quadratmeter Kalksandstein-Innenmauerwerk eingesetzt und 640 Tonnen Baustahl verbaut. Während der Bauarbeiten kamen zwei Baukräne mit 27 und 36 Meter Höhe und 45 beziehungsweise 55 Meter Ausleger zum Einsatz.

Rohbau des Albertinen Zentrum für Altersmedizin in Hamburg-Schnelsen. Foto: Favorit-Media-Relations GmbH

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Bildquellen

  • Richtkranzzeremonie Albertinen Zentrum für Altersmedizin: Favorit-Media-Relations GmbH
  • Rohbau Albertinen Zentrum für Altersmedizin: Favorit-Media-Relations GmbH
  • Richtfest Albertinen Zentrum für Altersmedizin: Immanuel Albertinen Diakonie
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