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Buchtipp

Das Geheimnis des erfolgreichen Case-Interviews

„Entspann dich, es ist schlimmer, als du denkst“, beginnt Autor Marc P. Cosentino sein Buch „Case In Point“. „Wenn du dir vor Augen hältst, wie hoch die Chance ist, zu einem Interview eingeladen zu werden, allen Interviewern zu gefallen und sieben bis zehn Cases zu lösen, kannst du das Studium auch gleich hinschmeißen und Lotto spielen.“ Case-Interviews sind der Schrecken eines jeden jungen Menschen, der nach dem Uniabschluss eine Anstellung in einem der renommierten Beraterunternehmen erhalten möchte.

Case-Interview als wichtigste Hürde in der Karriere

Das Auswahlverfahren ist lang und nervenaufreibend, einige Bewerber kommen allein schon körperlich an ihre Grenzen, wenn sie mehrere Stunden Gespräche hinter sich haben. Die anderen Bewerber können im Case-Interview einfach nicht überzeugen, denn: Das reine Wissen, wie ein Kundenauftrag anzugehen und der Fall zu lösen ist, ist das eine. Aber überzeugt der Kandidat auch in seiner Herangehensweise? Was verrät sein Lösungsweg über seine Denkweise? Seine Kreativität? Denkt er innovativ? Ist sein Stil prägend?

Wer im Case-Interview überzeugen möchte, sollte den Auftrag also grundsätzlich zur Zufriedenheit erfüllen. Den Job bekommt dann aber derjenige, der den Auftrag erfüllt und dabei auch aus der Masse der Bewerber heraussticht.

Mit System an die Sache gehen

Marc P. Cosentino kennt alle Sorgen und Nöte von Studierenden, die Ansprüche der Berater und auch den Weg zum Erfolg. Mehr als 18 Jahre lang beriet er Studierende im Career Center der Harvard University, sein Ratgeber „Case In Point“ ist seit vielen Jahren ein Bestseller. Cosentino hat das Ivy-Case-System geschaffen, das auf einem Framework-Prinzip beruht. „Der Unterschied zwischen einem Framework und einem System ist, dass ein Framework ein Werkzeug ist und ein System ein Prozess“, erklärt er. „Statt sieben verschiedene Frameworks auswendig zu lernen und dann zu versuchen, dich für das richtige zu entscheiden, lernst du ein System, in das schon alle Werkzeuge integriert sind.“

Praktische Beispiele für erfolgreiche Case-Interviews

Im Case-Interview müssen sich die Bewerber dann ausschließlich darauf konzentrieren, die Schritte des Ivy-Case-Systems durchzugehen und zu identifizieren, welchem der vier gängigen Case-Szenarien der jeweilige Fall zuzuordnen ist. Der Ratgeber enthält 15 detailliert beschriebene und anwendungsbezogene Cases, zehn Übungen für den Beginn, 21 Methoden zur Kostensenkung und diverse Partner-Cases inklusive Datenmaterial wie etwa Tabellen, Grafiken und Charts sowie Tipps für den gesamten Bewerbungsprozess in der Unternehmensberatung. Wer die Grundidee des Systems verstanden hat, hat eine gute Grundlage, auf die er im Case-Interview zurückgreifen kann – und dann klappt es auch mit der überzeugenden Performance.

Roter-Reiter-Fazit: Zu viel Theorie kann im Case-Interview zum Blackout führen, wenn der oder die Bewerbende vor lauter Optionen die Lösung nicht sieht. Marc P. Cosentino gibt mit dem Ivy-Case-System einen Rahmen vor, in dem sich der oder die Bewerber sicher bewegen kann und der genügend Raum für die überzeugende Performance lässt. Ein Muss für Einsteiger im Beraterberuf!

Das Buch: Marc P. Cosentino/PrepLounge GmbH (Hrsg.), „Case In Point. Die perfekte Vorbereitung auf das Case-Interview in der Unternehmensberatung“, Campus Verlag, 2020, ISBN 9783593512624

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Kolumne Kann passieren

KOLUMNE KANN PASSIEREN

Andreas Ballnus erzählt in seiner Kolumne „Kann passieren“ reale Begebenheiten, fiktive Alltagsgeschichten und manchmal eine Mischung aus beidem. Diese sind wie das Leben: mal humorvoll, mal nachdenklich. Die Geschichten erscheinen jeweils am letzten Freitag eines Monats in business-on.de.

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