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Gesellschaft & Medien

#WeThe15: Eine Inklusionskampagne will die Welt verändern

Die Bewegung startete kurz vor den Paralympischen Spielen 2020 in Tokio und tritt für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein.

Das Olympiastadion Berlin erstrahlte Violett, um den Start der globalen Menschenrechtsbewegung #WeThe15 zu unterstützen.

Schätzungsweise 15 Prozent der Weltbevölkerung leben mit einer Behinderung. Sie steht für rund 1,2 Milliarden Menschen, denen dadurch bislang eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe verwehrt ist. Ihnen will die Menschenrechtskampagne WeThe15 zu einer stärkeren Stimme verhelfen. Die Initiatoren und Unterstützer haben das Ziel, als globale Bewegung öffentlich für die Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderung, Barrierefreiheit und Inklusion einzutreten.

WeThe15 wird unter anderem vom Internationalen Paralympischen Komitee (IPC), der International Disability Alliance (IDA), der UN-Menschenrechtskommission und der Unesco geführt. Partner sind beispielsweise auch die Europäische Kommission und die Weltgesundheitsorganisation. Zusammen mit weiteren internationalen Einrichtungen aus Wirtschaft, Politik, Sport, Kunst und Kultur bildet WeThe15 ein bislang einzigartiges Bündnis für eine inklusive Welt.

Paralympische Spiele 2020 als Plattform für die Öffentlichkeit

Der Sport spielt eine wesentliche Rolle bei WeThe15. Zum ersten Mal haben sich dafür große Dachorganisationen aus dem Sport verbündet: Mit dem Internationalen Paralympischen Komitee setzen sich die Invictus Games Foundation für kriegsversehrte Soldatinnen und Soldaten, die Special Olympics für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung sowie das Internationale Komitee für Gehörlosensport gemeinsam für die Kampagnenziele ein.

Der Auftakt war schon einmal spektakulär: Am 19. August, kurz vor den Paralympischen Spielen in Tokio, erstrahlten 125 Wahrzeichen in 30 Ländern in der offiziellen Kampagnenfarbe Violett. Darunter waren die Regenbogenbrücke in Tokio, das Empire State Building in New York, das Kolosseum in Rom, die Wiener Hofburg, die Yavuz-Sultan-Selim-Brücke bei Istanbul und nicht zuletzt das Mineirão-Stadion im brasilianischen Bela Horizonte.

In Deutschland unterstützte Ottobock die Bewegung. Das Medizintechnikunternehmen ließ seine Firmenzentrale in Duderstadt und Gebäude am Standort Berlin in Violett erstrahlen. In München zeigten sich der Olympiaturm und in Berlin (Foto) das Olympiastadien in der Kampagnenfarbe. Auch der Post Tower, die Konzernzentrale der Deutsche Post DHL in Bonn leuchtete zum Kampagnenstart in violettem Licht.

Was WeThat15 erreichen will

Unter anderen diese Ziele hat sich WeThat15 für die nächsten zehn Jahre auf die Fahne geschrieben:

  • Würdigung der 15 Prozent der Weltbevölkerung mit einer Behinderung durch die Inklusions- und Diversitätskampagne, die auch ein anderes Bild von Menschen mit Behinderung schaffen will.
  • Informationsvermittlung über die Situation von Betroffenen in der Gesellschaft und darüber, dass Behinderung meist durch gesellschaftliche und systemimmanente Barrieren geschaffen wird und nicht durch die Behinderung selbst.
  • Förderung lebensverändernder Hilfstechnologien als Mittel zur Förderung sozialer Eingliederung
  • Ermutigung von Regierungen, Unternehmen und Öffentlichkeit durch verschiedene Aktivitäten, sich in den nächsten zehn Jahren in besonderem Maße für eine integrative Gesellschaft zu engagieren.

Die Kampagnenwebseite: www.wethe15.org

Der offizielle Kampagnenfilm: www.youtube.com

 

— Brigitte Muschiol —

 

Der Beitrag ist zuerst auf der Webseite www.mobitipp.de des Ratgebers „MOBITIPP“ für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen erschienen. Wir danken für die Genehmigung zur Veröffentlichung.

Bildquellen

  • WeThe15: Olympiastadion Berlin GmbH
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