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1. Tages-Kinderhospiz Deutschlands

KinderLeben: Neuer Betreiber stellt sich vor

Das Berliner „Pflegewerk“ hat mit dem heutigen Tag den Betrieb des 1. Tages-Kinderhospizes Deutschlands, KinderLeben in Hamburg-Eidelstedt, übernommen. Dr. Georgios Giannakopoulos, Geschäftsführer des „Pflegewerks“, stellte sich im Beisein von Ester Peter, der Initiatorin von KinderLeben, und dem Insolvenzverwalter Dr. Tjark Thies, als neuer Betreiber vor.

Große Erleichterung bei allen Beteiligten: Die Weiterführung der ersten Tages-Kinderhospiz-Einrichtung ist gesichert, nachdem der Verein „KinderLeben - Tages-Kinderhospiz Hamburg e.V.“ – kurz vor seinem 5-jährigen Bestehen – im Februar dieses Jahres überraschend Insolvenz anmelden musste. Betroffene Familien wie auch die Mitarbeiter von KinderLeben befürchteten, dass es zur Schließung der Einrichtung kommen könne. Grund für den Insolvenzantrag waren laut Ester Peter der unerwartete Rückzug eines Großspenders und hohe Krankenstände unter den Mitarbeitern zu Beginn des Jahres.

Der Insolvenzverwalter Dr. Tjark Thies berichtete heute, dass am 15. April 2013 das Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Die Sanierungsmaßnahmen seien – dank der Unterstützung von Ester Peter, den Mitarbeitern, beteiligten Stellen der Freien und Hansestadt Hamburg (Bezirksamt und Jugendamt), Krankenkassen sowie Dr. Georgios Giannakopoulos – erfolgreich gewesen, die Betriebsgenehmigung konnte erteilt und der Geschäftsbetrieb auf „Pflegewerk“ übertragen werden.

Das Berliner Familienunternehmen „Pflegewerk“ betreut seit 25 Jahren Senioren und Menschen mit Behinderung in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen – in sechs Bundesländern und mit mehr als 1.700 Beschäftigten. Dazu gehören seit acht Jahren auch zwei Hospize (mit 15 Pflegeplätzen in Marzahn und 16 Plätzen in Charlottenburg) sowie ein ehrenamtlicher Hospizdienst in Berlin, so Giannakopoulos, der selbst durch den Verlust eines eigenen Kindes einen persönlichen Bezug zu Hospizen hat.

Das Eidelstedter Tages-Kinderhospiz wird die erste Einrichtung des Unternehmens sein, in der lebensverkürzend erkrankte Kinder und Jugendliche bis 27 Jahre pflegerisch betreut und umsorgt werden. Aus dem Verein „KinderLeben – Tages-Kinderhospiz Hamburg e.V.“ wird der neue Träger die „Tages-Kinderhospiz KinderLeben Hamburg gGmbH“. Giannakopoulos sagte dazu, es sei ihm zu Beginn schwergefallen, den Namen KinderLeben beizubehalten, aber es sei richtig, weil die Einrichtung im Hamburg einen bekannten Namen habe. Auch sei er überzeugt, dass KinderLeben ein gutes Projekt ist. Es lohne sich, das Kinder-Tageshospiz zu fördern und zu erhalten.

Änderungen wird es dennoch geben: Waren vor der Insolvenz der Hospizbetrieb und das Spendensammeln „unter einem Dach“, so wird sich „Pflegewerk“ dagegen auf die Hospizarbeit konzentrieren. Ergänzend dazu soll es einen Hospiz-Shop geben, in dem unter anderem dort abgegebene Spielzeugspenden zugunsten des Tages-Kinderhospizes verkauft werden. Außerdem werde der „Förderverein KinderLeben e.V.“ getrennt vom Tages-Kinderhospiz weiterbestehen. Dessen Mitglieder werden für KinderLeben die Ausbildung ehrenamtlicher Helfer übernehmen und Spenden sammeln.

„Die Spenden müssen weitergehen"

„Die Spenden müssen weitergehen! Nicht für uns, sondern für unsere Kinder“, appelliert eine betroffene Mutter, „die Kinder sind hier gut aufgehoben, sie werden versorgt und sie bekommen viel Liebe und Zuneigung. Das bedeutet uns so viel!“ Und sie erzählt von ihrem 16-jährigen lebensverkürzend erkrankten Sohn, von dem sie nicht weiß, wie lange er noch unter ihnen sein wird. Kinderleben bedeute ihrer Familie sehr viel. Das Jahr in der Hospiz-Einrichtung habe eine große Erleichterung für sie alle gebracht.

(Redaktion)


 


 

Tages-Kinderhospiz Georgios Giannakopoulos
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