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KNIGGE I

Ein (fast) perfektes Dinner

Zeitgemäße Tischsitten sind das Thema. In der Reihe Knigge erhalten Sie nach und nach nützliche Anregungen und Tipps, um sich bei Tisch immer richtig zu verhalten. Damit Sie nicht sagen müssen: „War das wieder peinlich ...“

War das wieder peinlich - der Große Knigge

Während in manchem dunklen Raubritternest während der Mahlzeiten gerotzt und gespuckt, das Mundtuch sogleich für die Nase benutzt wurde, man am Tischtuch sein Messer abwischte und sich auf dem Boden würgend erleichterte, wenn eine Speise nicht bekam, legte der Burgherr Wert auf Benehmen. Mit weißem Leinen wurde die Tafel gedeckt, die Mundtücher durften nur zum Abtupfen von Braten, Sud und Wein genutzt werden. In Schalen reichte man duftendes Wasser für die Hände herum, und die Damen spreizten den kleinen Finger, den man ge meinhin zum Reinigen des Afters nutzte, geziert von ihren Trinkbechern ab, um diesen nicht zu beschmutzen und ihren neuen Sinn für Reinlichkeit zu demonstrieren.

- Auszug aus “Der Kapuziner Mönch aus dem Mittelalter‘ -

Einladung

Laden Sie zu offiziellen Anlässen schriftlich ein – evt. mit Antwortkarte

Was auf einer Einladung stehen muss:

  • Das Datum - Der Anlass - Die Uhrzeit (evt. Dauer )
  • um Uhr = pünktlich
  • ab Uhr = späteres Kommen möglich
  • Von ... bis ... Uhr = Gäste können innerhalb des angegeben Rahmens kommen und gehen wann sie wollen
  • Wohin der Gast kommen soll ( Skizze )
  • Wer einlädt
  • Kleidungswünsche (möglichst konkret)
  • Ist der Adressat allein eingeladen?
  • Die Bewirtungsform
  • Bis wann wird um Antwort gebeten

Abk. auf Einladung

  • u.A.w.g. um Antwort wird gebeten
  • R.s.v.p. repondez sil vous plait s.o.
  • s.t. sine tempore pünktlich
  • c.t. cum tempore ca. 15 Minuten Spielraum

Kleidungsvermerke auf einer Einladung sind bindend: Kein Smoking keine Feier!

Im Restaurant

Der Gastgeber, der zu einer Feier ins Restaurant einlädt, sollte einige Zeit vor dem Einladungster- min (ca. 15 min) erscheinen.

Trifft man gemeinsam am Restaurant ein:

  • Der Gastgeber betritt zuerst das Lokal und be- spricht mit dem Kellner die Wahl des Tisches.
  • Die Gäste legen Ihre Garderobe ab und folgen dem Kellner.
  • Der Gastgeber geht am Schluss.
  • Am Tisch weist er die Plätze zu,
  • Die Gäste nehmen Platz, (wenn Tischkarten vorhanden, nimmt die Gastgeberin / der Gast- geber zuerst Platz), sonst
  • Der Gastgeber zuletzt

Wer zahlt führt Regie

Bestellung

A la carte: Jeder bestellt sein Essen selbst, der Gastgeber nur für alle, wenn er sich die Speisen merken kann.

Klare Angaben bezüglich des Preisrahmens sind angebracht.

Z.B. der Hummer ist hier ausgezeichnet (wenn’s etwas teurer sein darf). Als Gast handelt man höflich, wenn man ohne solche Hinweise aus dem mittleren Preissegment Gerichte bestellt.

Auch die traditionelle Variante ist höflich:

  • Die Dame geht durch die aufgehaltene Tür,
  • tritt etwas beiseite,
  • der Herr geht vor,
  • hilft ihr an der Garderobe aus dem Mantel.
  • Er sucht einen Tisch aus (oder der Kellner), - stellt ihr den Stuhl zurecht.
  • Sie lässt den Mann den Wein probieren und - bespricht mit ihm, was sie essen möchte.

Dame lädt Herrn ein

  • Sie geht als erste ins Restaurant
  • probiert den Wein und
  • gibt dem Kellner mit der Bemerkung:"für meinen Gast bitte...", zu verstehen, dass sie die Rechnung bekommt

Im Restaurant bürgert sich die amerikanische Sitte „Wait to be seatet“ ein, also nicht unbedingt auf einen Tisch losstürzen.

Die Gastgeberin beginnt mit dem Essen und gibt damit das „Startsignal“. Mit dem Essen wird erst begonnen, wenn alle, die den gleichen Gang bestellt haben, ihr Essen bekommen haben.
Der Gastgeber erhebt als erster das Glas, der erste Schluck wird immer gemeinsam getrunken.

Bezahlen

Heute darf eine Frau selbstverständlich im Restaurant bezahlen.
Der Gastgeber darf heute auch diskret am Tisch zahlen, ohne die Summe zu nennen.

Bei Zahlung mit Kreditkarte gibt man ein Trinkgeld besser in bar.
Es ist immer eleganter, nicht am Tisch zu zahlen, dann kann man auch gleich überprüfen, ob die Rechnung korrekt ist. Eventuell vereinbaren, dass die Rechnung nach Hause geschickt wird.

(Marlies Smits)

(Redaktion)


 


 

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