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Unternehmensvideos im Mittelstand

Zeigen Sie's Ihren Kunden! Und Mitarbeitern. Und Bewerbern.

Dass Videos enormes Potenzial haben, um den Geschäftserfolg von Unternehmen jeder Größe zu steigern, daran zweifelt kaum jemand. Denn der Appetit auf Videos in der digitalen Gesellschaft ist groß. Das weiß auch Marc Steinwender, Geschäftsführer der Hamburger Video-Agentur Bilderbilanz. Im Gespräch mit business-on.de erläutert er die Möglichkeiten der Unternehmenskommunikation mit bewegten Bildern.

Laut der aktuellen ARD/ZDF-Onlinestudie nutzen allein das bekannteste Videoportal Youtube schon 64 Prozent der deutschen Onliner mindestens einmal pro Monat. 51 Prozent tun dies jede Woche. Erhebungen zum Marketing-Einsatz von Videos ergaben unter anderem, dass bei 64 Prozent befragter Konsumenten die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie ein bestimmtes Produkt kaufen, nachdem sie ein Video darüber gesehen haben, und dass das einbinden von Videos die Verweildauer auf Webseiten deutlich erhöht.

Doch ähnlich wie beim Thema Social Media fehlt es vielen Betrieben an einer genauen Vorstellung, was genau sie mit Unternehmensvideos erreichen wollen. Welche Botschaften sollen wie an wen vermittelt werden? Wer diese Frage für sich unbeantwortet lässt, verschenkt das Potenzial der bewegten Bilder – und wird langfristig gegenüber besser aufgestellten Wettbewerbern ins Hintertreffen geraten.

Um einen Überblick zu gewinnen, wofür konkret Unternehmen Firmenvideos einsetzen können, hat sich business-on.de mit Marc Steinwender zusammengesetzt, Geschäftsführer der Hamburger Video-Agentur Bilderbilanz. Seit fast 15 Jahren erstellt Steinwender professionelle Unternehmensvideos, vor allem für den Hamburger Mittelstand.

business-on.de: Eigene Filme für mittelständische Unternehmen – das wäre früher fast eine absurde Idee gewesen. Was hat sich geändert?

Marc Steinwender: Zweierlei. Zum einen sind im Zuge der Digitalisierung die Produktionskosten massiv gesunken, während gleichzeitig die Qualität einen großen Sprung nach vorn gemacht hat. Heute gibt es digitale Videokameras, mit denen sich eine Bildqualität erreichen lässt, die früher nur mit 16- oder gar 35-Millimeter-Film zu erreichen gewesen wäre – aber in kürzerer Zeit, mit weniger Arbeitsschritten und so letztlich zu einem Bruchteil der Kosten. Zum anderen gibt es mehr und effizientere Verbreitungswege. Eine Firma ist heute nicht mehr auf Fernsehspots, Kinowerbung oder eine persönliche Vorführung angewiesen, um ihre Zielgruppe mit einem Film zu erreichen. Das Internet ist überall, und nahezu jedes Unternehmen verfügt über eine eigene Präsenz im Web, in die Videos eingebunden werden können. Und selbst eine DVD ist einfacher und schneller erstellt als eine Videokassette.

business-on.de: Das erklärt, warum Filme für immer kleinere Firmen erschwinglich werden. Aber wo liegt der Nutzen?

Steinwender: (Lacht) Da, wo sie ihn haben wollen... Nein, im Ernst: Videos sind ein Weg, Botschaften zu einer Zielgruppe zu bringen. Dabei ist die „Botschaft“ nicht auf „Kauf mich“ beschränkt, und die Zielgruppe ist nicht immer der Kunde. Viele Unternehmen setzen Videos heute auch intern ein. Zum Beispiel zur Dokumentation von Veranstaltungen, wie Vorträgen, Fachtreffen oder Firmenjubiläen. Oder um Mitarbeiter zu den aktuellen Entwicklungen im Unternehmen auf dem neusten Stand zu halten. Oder für Schulungen. Zielgruppe in diesen Fällen sind die eigenen Mitarbeiter.

Eine weitere potenzielle Zielgruppe sind zukünftige Mitarbeiter, also Bewerber. Der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte ist in vielen Branchen heute sehr hart. Gerade weniger bekannte Unternehmen haben es da oft schwer, genügend geeignete Bewerber für offene Stellen zu finden, weil diese einfach keine Vorstellung davon haben, wie interessant der Arbeitsalltag dort sein kann, bzw., wie er überhaupt aussieht. Ein Video schafft hier nicht nur mehr Bekanntheit, sondern vermittelt auch – im wahrsten Sinne des Wortes – ein Bild davon, wie Arbeit, Aufgaben und Umfeld aussehen. Besonders gut funktioniert das auch bei Ausbildungsplätzen – denn hier haben ja schon die Bewerber selbst oft noch kein wirklich detailliertes Bild davon, was der Ausbildungsberuf eigentlich so mit sich bringt.

business-on.de: Und welche Möglichkeiten bieten Videos in der Kundenkommunikation?

Steinwender: Die Königsklasse ist hier das virale Marketingvideo. Ein Film, der auch ohne die Markenanbindung so gut, interessant und vor allem unterhaltsam ist, dass ihn Nutzer bereitwillig selbst weiterempfehlen und über soziale Netzwerke teilen. Hier lohnt es sich, deutlich mehr Aufwand zu treiben und professionelle Autoren und Schauspieler einzusetzen. Dafür spart man an den Verbreitungskosten. Mit dem Budget allein für die Schaltung von ein paar einfachen Print-Anzeigen, die nach einem Tag im Papierkorb landen, kann man schon etwas sehr Schönes produzieren und damit einen deutlich größeren und länger anhaltenden Effekt erzielen.

Aber auch mit einem kleineren Budget gibt es für viele Betriebe passgenaue Lösungen. Gerade im Mittelstand gibt es viele Unternehmen, bei denen die Persönlichkeit der Firmenleiters der Hauptfaktor für den Umsatz ist. So eine Persönlichkeit lässt sich mit einem Videoportrait deutlich eindringlicher und schneller vermitteln als mit einem bloßen Text oder Foto.

Und um ein Unternehmen als solches vorzustellen, ist der gute alte Imagefilm noch immer der beste Weg. Und Produkte können in einem Video auf der eigenen Hompage (oder bei Youtube) ausführlicher vorgestellt werden als in einem 30-Sekunden-TV-Spot.

Außerdem können Videos auch für Kundenservice und -bindung eingesetzt werden, zum Beispiel mit den Erklärvideos, die Sie hier kürzlich schon behandelt haben. Ich muss gestehen: Die nutze ich sogar selbst. Wenn mein Schnittprogramm nach einem Update neue Funktionen anbietet, schau ich mir dazu ein Tutorial im Internet an. Das habe ich dann viel schneller drauf als durch langes Lesen oder Herumprobieren.

business-on.de: Lassen Sie uns zum Schluss vom Konkreten zum Allgemeinen zurückkehren. Kurz auf den Punkt gebracht: Was ist der größte Vorteil von Videos gegenüber dem geschriebenen Wort?

Steinwender: Vor allem: Mit einem Video können Sie Dinge zeigen. Visuell nehmen wir Inhalte viel schneller war und behalten sie auch länger im Kopf, als wenn uns nur davon erzählt wird. Geschichten gut in Bildern zu erzählen ist allerdings nicht trivial, deshalb sollte man für Firmenvideos immer Profis engagieren. Tipp für Unternehmen: Überlegen Sie sich im Vorwege, welche Inhalte sie wem vermitteln wollen, aber noch nicht, wie das Endergebnis aussehen soll. Das entwickelt dann der Film-Profi für Sie.

(Redaktion)


 


 

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