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Verbraucher

Studie: Deutsche kochen und kaufen mehr in der Pandemie

Auch die Zuständigkeiten im Haushalt haben sich verändert: Vor allem die unter 35-Jährigen gaben an, mehr Aufgaben übernommen zu haben.

Einkaufen und Kochen haben durch die Pandemie Gewohnheiten verändert und einen neuen Stellenwert erhalten.

Mehr als jeder zweite Deutsche war während der Pandemie tagsüber wie abends öfter zu Hause als vor der Pandemie. Unter den Jugendlichen waren es zwei Drittel. Ein Viertel der Deutschen und sogar ein Drittel der jungen Familien hat entsprechend mehr warme Mahlzeiten als vor der Pandemie zu Hause zubereitet. Dafür musste eingekauft werden: 58 Prozent der Deutschen haben während der Corona-Pandemie bestimmte Lebensmittel häufiger gekauft als davor. Bei den 18- bis 34-Jährigen waren es sogar 82 Prozent, die in der Krise bei einigen Produkten stärker zulangten – bei den über 60-Jährigen nur 39 Prozent. Das sind Ergebnisse der Studie „Jung versus Alt”: Koch- und Kaufverhalten der Deutschen, für die im Auftrag des Tiefkühllieferanten Eismann, Mittmann, 1.000 Bundesbürger im Juli und August 2021 repräsentativ online befragt wurden.

Jüngere Befragte übernahmen mehr Aufgaben

Jeder Dritte gibt an, dass sich auch Zuständigkeiten verschoben haben. Weil die Kinder zeitweise nicht in der Kita oder Schule waren und die viele Eltern im Homeoffice arbeiteten, haben besonders viele Mitglieder junger Familien mehr Aufgaben übernehmen müssen – 68 Prozent von ihnen geben das an. Ein Teil der Hausarbeit fiel den Männern zu: 45 Prozent der männlichen Befragten haben nach eigenen Angaben mehr im Haushalt gearbeitet. Aber auch 37 Prozent der Frauen haben laut Angaben mehr zu tun. 59 Prozent der jungen Erwachsenen haben zusätzliche Aufgaben übernommen. Unter denjenigen im Alter über 60 Jahre waren es nur 22 Prozent, in der Altersklasse 35 bis 59 Jahre 43 Prozent.

Klärungsbedarf bei Einkauf und Speisen

Nicht überall lief diese Neu- oder Umverteilung geräuschlos ab: Jeweils mehr als ein Viertel berichtet von Streit über die Fragen, wer einkaufen gehen muss oder was gekocht wird. Gerade bei denjenigen, die besonders oft neue Aufgaben übernommen haben, stieg laut Angaben das Stresslevel. Demnach klagten 61 Prozent der jungen Eltern unter 35 Jahren über Streit darüber, was auf den Tisch kommt und 59 Prozent darüber, wer den Einkauf übernimmt. Generell war jeder zweite jüngere Befragte häufiger in Streit verwickelt. Personen ohne Kinder konnten sich besser einigen, nur 19 Prozent von ihnen klagen über Unstimmigkeiten daheim.

Streit um Einkauf und Menü

Nicht überall lief diese Neu- oder Umverteilung geräuschlos ab: Jeweils mehr als ein Viertel berichtet von Streit über die Fragen, wer einkaufen gehen muss oder was gekocht wird. Gerade bei denjenigen, die besonders oft neue Aufgaben übernommen haben, stieg das Stresslevel. So klagten 61 Prozent der jungen Eltern unter 35 Jahren über Streit darüber, was auf den Tisch kommt und 59 Prozent darüber, wer den Einkauf übernimmt. Generell war jeder zweite jüngere Befragte häufiger in Streit verwickelt. Personen ohne Kinder konnten sich besser einigen, nur 19 Prozent von ihnen klagen über Unstimmigkeiten daheim.

Neue Lust am Kochen entdeckt

So manche Familie hat die gemeinsame Zeit laut Studienautoren auch zusammengeschweißt: 57 Prozent haben sich bewusst mehr Zeit für die Zubereitung der Mahlzeiten genommen, in jungen Familien waren es 70 Prozent. 47 Prozent haben überhaupt erst die Lust am Kochen entdeckt – das trifft mit 63 Prozent vor allem auf die unter 35-Jährigen zu. Fast jeder Zweite hat mehr im Kreis der Familie gekocht. 45 Prozent der Deutschen wollen laut Eismann-Mitteilung nach der Pandemie weiter mehr zu Hause kochen – vor allem die Jüngeren und die Familien.

Bildquellen

  • Eismann-Infografik-Koch-und-Einkaufsverhalten: Eismann, Studie „Jung versus Alt: Koch- und Kaufverhalten“
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