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Befragung: Stromkunden in Deutschland wechseln Anbieter eher zögerlich

Ökostrom ist für die meisten der befragten Verbraucherinnen und Verbraucher kein starkes Argument für einen Anbieter-Wechsel.

Für viele Haushalte in Deutschland könnte es sich lohnen, jetzt ihre laufenden Stromverträge mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis anderer Anbieter zu vergleichen und bei einem überzeugenden Angebot eventuell die Kündigung des alten Vertrages in die Wege zu leiten. Denn ab Mitte November, rechtzeitig zur sechswöchigen Kündigungsfrist, steigen die Preise für die Kilowattstunde bekanntlich wieder an. Darauf weist der Berliner Vertragsmanager Volders in einer Unternehmensmitteilung hin.

Gleichzeitig stellt der Vertragsmanager die Ergebnisse einer internen und anonymisierten Befragung von 1.220 Nutzern vor, die ihre Stromverträge bei dem Unternehmen hinterlegt haben und zwischen 14. August und 15. September 2020 ihren Anbieter wechselten. Das Unternehmen hatte wissen wollen, wie Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland zu ihrer Stromversorgung stehen. Ein wesentliches Ergebnis ist, dass sie sich zögerlich gegenüber Ökostrom und dem Wechsel ihres Stromanbieters zeigen.

Günstigere Stromkosten ziehen als Argument

Laut Befragung haben rund 44 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher bisher noch nie den Anbieter gewechselt. 40 Prozent gaben an, dass sie bis dato zweimal oder weniger ihren Stromversorger durch einen anderen ersetzten. Die Frage, ob sie zu einem Ökostromlieferanten wechseln würden, verneinten knapp 75 Prozent. Allerdings steigt die Prozentzahl der Wechselwilligen nach Volders-Angaben, wenn es sich um besseres Preis-Leistungs-Verhältnis handelt. Etwa 46 Prozent bestätigten, dass sie zu einem billigeren Stromversorger übergehen.

Im Schnitt zahle ein Zwei-Personen-Haushalt rund 890 Euro im Jahr für Strom, so Mathias Rhode, Chief Marketing Officer von Volders: „Bei einer solchen Summe muss das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmig sein und die Kundinnen und Kunden zufriedenstellen. Unsere Umfrage zeigt allerdings, dass die Nutzer nicht sonderlich wechselwillig sind, vor allem was Ökostrom betrifft. Eher ziehen sie einen billigeren Stromversorger vor.” Die Corona-Pandemie könne allerdings als Ursache für den mangelnden Wechsel-Willen ausgeschlossen werden: „Rund 83 Prozent der Befragten ließen uns wissen, dass die Krise beziehungsweise eventuell daraus resultierende finanzielle Engpässe dabei keine Rolle spielen.”

Plädoyer für Ökostrom

Daraus zieht der Volders-Marketer einerseits den Schluss, dass die Menschen in Deutschland relativ zufrieden mit ihrer Stromversorgung seien. Andererseits bedeute das auch, dass Ökostrom wettbewerbsfähiger gemacht werden müsse. „Gerade in Zeiten, in denen die Auswirkungen des Klimawandels die ersten Länder sehr hart treffen, gilt es, mit gutem Beispiel voranzuschreiten und die alternativen Energien weiterzuentwickeln und auszubauen”, sagt Rhode.

(Redaktion)


 


 

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