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  • 12.11.2019, 09:02 Uhr
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  • Hamburg
Konjunkturumfrage

Wirtschaftliche Lage der norddeutschen Händler und Dienstleister kühlt weiter ab – Auszubildende dringend gesucht

Groß- und Außenhändler sowie Dienstleister im Norden müssen erneut einen Rückschlag verkraften: Die Unternehmen erreichten im 3. Quartal 2019 ein nominales Umsatzplus von 0,6 Prozent, real lag das Umsatzplus nur bei 0,1 Prozent. Im Quartal zuvor waren es nominal 0,9 Prozent (real: minus 0,7 Prozent). Das sind die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage des AGA Unternehmensverbands.

Der AGA-Indikator fiel gegenüber dem 2. Quartal 2019 von 114,9 auf 107,2 Punkte. Auch die Aussichten trüben sich weiter ein: So erwarten nur noch 25 Prozent der Unternehmen bis Ende März 2020 einen höheren Umsatz (Vorquartal: 34 Prozent). Einen höheren Gewinn prognostizieren 12 Prozent der Betriebe (Vorquartal: 19 Prozent).

„2019 ist ein Jahr des Übergangs: Die Unternehmen konnten ihre realen Umsätze nicht erhöhen und in vielen Bereichen haben wir es mit einer wirtschaftlichen Eintrübung zu tun“, sagte AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse bei der Vorstellung der aktuellen Konjunkturumfrage am 11. November 2019. „Aktuell gibt es einige Betriebe, die massiv leiden und andere, die mit der richtigen Strategie, den richtigen Produkten in den richtigen Märkten weiterhin sehr ordentliche Geschäfte machen.“ Besonders gelitten hat im 3. Quartal 2019 der Export, dessen Indikator sich von 117,8 auf 94,9 Punkte verschlechterte.

„Wir hoffen darauf, dass die vielfältigen Strafzölle, die Brexit-Ungewissheit, die politischen Unruhen in Lateinamerika und die vielfältigen weiteren Unsicherheitsfaktoren nicht weiter zunehmen. Die norddeutschen Händler zeichnen sich durch Flexibilität und Einsatzfreude aus, mit der sie auch die aktuelle Situation bewältigen werden“, sagte Dr. Kruse.

Die AGA-Umfrage ergab ebenfalls, dass 29 Prozent der norddeutschen Unternehmen in diesem Jahr ihre Ausbildungsstellen nicht passgenau besetzen konnten (Vorjahr: 30 Prozent) und 28 Prozent haben jetzt noch freie Ausbildungsplätze (Vorjahr: 20 Prozent). Darüber hinaus ergab die Umfrage, dass 2019 bei rund 5 Prozent der Betriebe die Investitionen höher ausgefallen sind als geplant (Vorjahr: 5 Prozent), bei 8 Prozent geringer (Vorjahr: 4 Prozent) und bei 87 Prozent so wie geplant (Vorjahr: 81 Prozent).

Die norddeutschen Bundesländer im Vergleich

Im 3. Quartal 2019 sank in Hamburg der Umsatz um nominal minus 0,5 Prozent (real: minus 0,4 Prozent), in Niedersachsen stieg er um nominal 3,3 Prozent (real: 1,6 Prozent), in Bremen stieg er um nominal 0,6 Prozent (real: minus 2,2 Prozent), in Mecklenburg-Vorpommern um nominal 2,5 Prozent (real: 1,2 Prozent) und in Schleswig-Holstein nominal um 2,8 Prozent (real: 1 Prozent).

(Redaktion)


 


 

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