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Hamburg richtet in City und Bergedorf weitere BID-Innovationsbereiche ein

Die neuen Business Improvement Districts (BID) in der Hamburger Innenstadt und in Hamburg-Bergedorf sollen ein attraktiveres Einkaufsumfeld für Konsumenten schaffen.

Einkaufen – oder neudeutsch Shoppen – ist schon lange erlebnisorientiert: Kundinnen und Kunden wollen den Schaufensterbummel, das Stöbern in Geschäften, die Auswahl der Waren und den Kauf genießen. Dazu gehört auch ein Umfeld, das Lust auf einen Besuch macht. Städte, Kommunen und Geschäftsleute tun deshalb viel, um Konsumenten anzulocken und sie zum Verweilen in den Läden, in der Gastronomie und bei Anbietern von anderen Dienstleistungen zu motivieren.

Zu den Konzepten, die die Attraktivität von Innenstädten und Stadtteilzentren steigern sollen, gehört die Entwicklung von Business Improvement Districts (BID). Das BID-Modell wurde in den 1970er-Jahren in Nordamerika entwickelt und erprobt und ist in den 2000er-Jahren auch nach Deutschland gekommen. Der Grundgedanke der BIDs ist, dass Grundeigentümer oder Gewerbetreibende eine private Organisation aus eigener Tasche dafür bezahlen, dass diese Programme entwickelt, die Menschen in ihr Quartier anzieht. In Hamburg gab es 2005 die ersten BIDs im Hamburger Bezirk Bergedorf und am neuen Wall.

Wie der Hamburg Senat mitteilt, wurde am 17. November 2020 die Einrichtung von zwei weiteren Innovationsbereichen beschlossen. Bereits zum dritten Mal wurde ein Business Improvement District für das Quartier rund um die Straßen Hohe Bleichen und Heuberg und bereits zum vierten Mal ein BID für das Bergedorfer Einzelhandels- und Dienstleistungszentrum rund um das Sachsentor offiziell durch Rechtsverordnungen des Senats eingerichtet. Damit würden private Investitionen in Höhe von über zwei Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre ausgelöst, heißt es weiter.

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, kommentiert: „Wie bereits am Neuen Wall führen wir nun auch an den Hohen Bleichen und in Bergedorf das erfolgreiche BID-Modell fort. Wir unterstützen damit die Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer, die Verantwortung für ihre Quartiere übernehmen möchten. Damit setzen sie ein wichtiges Zeichen der Zuversicht an die ansässigen Einzelhändlerinnen und Einzelhändler, gerade in diesen schwierigen Zeiten.“

Das ist für den Bereich Hohe Bleichen/Heuberg III geplant

Das erste BID Hohe Bleichen startete im Jahr 2009 mit dem Ziel, den öffentlichen Raum des Quartiers an die hochwertigen Bauten anzupassen. Dabei wurden die Gehwege großzügig gestaltet und der am Heuberg liegende Parkplatz zu einem attraktiven städtischen Platz umgebaut. Die neu gepflanzten Lebensbäume sind laut Senatsmitteilung zu einem bekannten Erkennungszeichen des Quartiers geworden. Seitdem sei das BID-Gebiet, welches sich von der ABC-Straße bis zu den Großen Bleichen erstreckt, ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Gänsemarkt und dem Passagenviertel.

Mit dem aktuellen dritten Innovationsbereich für den Standort soll das Gebiet Hohe Bleichen/Heuberg III für die Besucherinnen und Besucher nach Senatsvorstellungen noch attraktiver werden. Jetzt wird ein Quartiersmanager eingesetzt. Außerdem sollen zusätzliche Reinigungs- und Pflegemaßnahmen durchgeführt werden. Durch das BID finanzierte Aktionen, Werbemaßnahmen und Veranstaltungen dienen dazu, weitere Anreize für den Besuch des Standorts zu schaffen. Für die Umsetzung der Maßnahmen stehen nach Senatsangaben für die nächsten fünf Jahre rund 1,2 Million Euro zur Verfügung.

Darum geht es im Innovationsbereich Bergedorf

Mit dem Innovationsbereich am Sachsentor wurde im Jahr 2005 das erste BID Hamburgs und Deutschlands eingerichtet. Mit einem Budget von 150.000 Euro für drei Jahre sei damals eine erhebliche Wirkung für das Quartier erzielt worden, teilt der Senat mit: Maßnahmen wie Graffiti-Entfernung, Begrünung und einem identitätsstiftenden Werbekonzept hätten dies bewirkt. Seitdem folgten zwei weitere BIDs für das Bergedorfer Zentrum: Ihr Ziel war unter anderen, durch die verstärkte Pflege des öffentlichen Raums und durch den Betrieb der Weihnachtsbeleuchtung, die Attraktivität des Standorts und seine Rolle als übergeordnetes Zentrum sichern.

Der nun eingerichtete Innovationsbereich erstreckt sich vom Serrahn bis zum Mohnhof und besteht aus den ineinander übergehenden Straßen Alte Holstenstraße, Johann-Adolf-Hasse-Platz und Sachsentor sowie mehreren Zuwegungen zu dieser Hauptachse sowie der parallel verlaufenden Bergedorfer Straße. Auch dort werden die Reinigungs- und Servicemaßnahmen fortgesetzt sowie der Betrieb der Weihnachtsbeleuchtung für weitere fünf Jahre gesichert. Zudem ist unter anderem eine Ausweitung der vorhandenen Weihnachtsbeleuchtung geplant sowie Maßnahmen zur Vermeidung von Leerstand. Dazu gehört die attraktive Schaufenstergestaltung oder beratende Unterstützung der Eigentümer.

Für die Umsetzung der Maßnahmen stehen für die fünfjährige BID-Laufzeit laut Senatsangaben rund 925.000 Euro zur Verfügung, die von der Eigentümerschaft aufgebracht werden. Aufgabenträgerin des BID ist weiterhin die Bergedorf Projekt GmbH.

(Redaktion)


 


 

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