Open-Air-Musikveranstaltungen können auf Antrag finanziell gefördert werden – wenn sie bis 31. Oktober 2020 stattfinden und den Vorgaben entsprechen.
Gute Nachrichten für die von den Corona-bedingten Einschränkungen gebeutelte Hamburger Livemusikszene: Die Kulturbehörde stellt für Veranstalter und Clubs, die noch bis 31. Oktober Livemusikevents unter freiem Himmel möglich machen, 1,5 Millionen Euro bereit.
Seit Juli ermöglicht die jüngste Eindämmungsverordnung wieder Corona-gerechte Outdoorveranstaltungen. Einige Open-Air-Livekonzerte gab es seitdem schon. Das Knust auf dem Lattenplatz, das Schrödingers im Schanzenpark oder das Cruise Inn in Steinwerder sind nach Informationen der Kulturbehörde einige der Veranstaltungsorte, an denen inzwischen wieder Livemusik angeboten wird. Nun kann der Open-Air-Sommer auf weitere Konzerte in Hamburg hoffen.
Förderbedingungen: Corona-gerecht und outdoor
Die Behörde für Kultur und Medien hat zusammen mit der Musikszene ein Förderprogramm aufgesetzt, das ab sofort finanzielle Unterstützung für Musikveranstaltungen bietet, die durch bestehende Hamburger Livemusikclubs beziehungsweise durch Hamburger Livemusikveranstalter Corona-gerecht und outdoor durchgeführt werden.
Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Livemusikszene ist von den Corona-bedingten Einschränkungen besonders hart getroffen. Die Musikveranstalter und Musikclubbetreiber bieten mit Kreativität und innovativen Ideen vermehrt außerhalb von geschlossenen Räumen Livemusik an und tragen damit das Musikleben Corona-gerecht nach draußen. Dabei wollen wir die Hamburger Livemusikveranstalter und Livemusikclubs unterstützen. In Ergänzung zu den bisherigen Förderprogrammen, gerade auch für die Clubszene, haben wir deshalb noch mal 1,5 Millionen Euro bereitgestellt. Damit wird hoffentlich ein gutes Stück schmerzlich vermisster Kultur endlich wieder live erlebbar.”
Terry Krug, 1. Vorsitzende der Clubstiftung Hamburg: „Ein starkes Zeichen der Behörde für Kultur und Medien Hamburg in diesen Tagen. Wenn schon nicht in den Clubs, dann wenigstens an der frischen Luft Konzerte zu machen, hilft, die Skyline der Clublandschaft Hamburgs in Bewegung zu halten. Darüber hinaus wird deutlich, wie viele Jobs an der Konzertkette hängen: ob Bühnen-, Ton- oder Lichttechnik, Werbung oder last but not least die unzähligen Musikerinnen und -musiker die wir so vermissen!“
Ein Schritt zur Rückkehr der Live-Musikkultur
Auch Gerald Steyr, 2. Vorsitzender Clubkombinat Hamburg e.V. kommentiert positiv: „Ich finde es super, dass vonseiten des Senats den Clubbetreibern und Veranstaltern als Kulturereignisschaffende unter die Arme gegriffen wird, um im restlichen Sommer eine Rückkehr der Live-Musikkultur zu stemmen. So können wir uns noch auf einige Freiluft-Shows freuen und hoffen auf einen goldenen Oktober.“
Timotheus Wiesmann, Geschäftsführer Interessengemeinschaft Hamburger Musikwirtschaft e.V., bezeichnet das neue Förderprogramm als „richtig und wichtig“. Auch wenn die auf diese Weise bis Ende Oktober stattfindenden Konzerte nur einen Bruchteil der vorherigen Vielfalt des Musiklebens unserer Stadt darstellen könnten – jedes Konzert helfe dabei, das kulturelle und gesellschaftliche Leben wieder anzukurbeln und den Hamburger Musikbetrieben und ihren Künstlerinnen und Künstlern wieder Perspektiven zu bieten.
Digitale Antragsunterlagen
Gefördert werden können auf Antrag Musik-Veranstaltungen, die bis zum 31. Oktober in Hamburg Outdoor stattfinden. Die Förderhöhe kann nach Informationen der Kulturbehörde maximal bis zu 15.000 Euro pro Konzertveranstaltung betragen, die maximale Gesamtförderung ist auf 75.000 Euro pro Antragsteller begrenzt.
Anträge an die Behörde von Kultur und Medien können digital über die Clubstiftung eingereicht werden. Die Antragsunterlagen sind abrufbar unter www.stiftung-private-musikbuehnen-hamburg.de/fuer-clubs/live-open-air-initiative-hamburg und sie können per E-Mail angefordert werden: [email protected].
Bildquellen
- knust_outdoor_konzert__1_: Sebastian Madej